Werbung: Beitrag in Zusammenarbeit mit der Rhätischen Bahn
Rund um das Landwasserviadukt, das als Wahrzeichen der UNESCO-Welterbe-Strecke der Rhätischen Bahn gilt, wurde mit der Landwasserwelt ein neuer Erlebnisraum geschaffen. Dieser bietet nicht nur für Bahnbegeisterte zahlreiche Möglichkeiten, die vielfältige Kultur- und Naturlandschaft rund um dieses Meisterwerk der Ingenieursbaukunst zu entdecken.
Wir haben uns einen Tag Zeit genommen und ausprobiert, wie viele dieser Erlebnisse sich entspannt miteinander verbinden lassen. Spoiler: so einige. Entstanden ist ein abwechslungsreicher Tagesausflug mit historischen Zugfahrten, spektakulären Aussichtspunkten, schönen Wanderungen und überraschenden Zwischenstopps rund um Filisur und Davos Wiesen.
Unser Tagesausflug in die Landwasserwelt im Überblick
Die Landwasserwelt erstreckt sich rund um ihr Herzstück – das Landwasserviadukt – zwischen den Gemeinden Alvaneu, Schmitten, Filisur, Bergün und Davos Wiesen und vereint die fünf Erlebniswelten Bahn, Kultur, Landwirtschaft, Wald und Wasser. Einen Überblick über sämtliche Erlebnisse und Points of Interest bietet die Kartenansicht auf der Website der Landwasserwelt.
Für unseren Ausflug hatten wir folgende Prämissen im Kopf:
- Wir reisen mit dem öV an und ab
- Wir möchten möglichst viel von der Region entdecken
- Wir möchten neben dem Bahnfahren auch etwas zu Fuss unterwegs sein
- Wir möchten das Landwasserviadukt aus möglichst vielen Perspektiven erleben
Entstanden ist eine richtig lässige Rundtour durch die Landwasserwelt, die kurz nach 10:00 Uhr morgens am Bahnhof Davos Platz mit einer Fahrt in einer historischen Zugkomposition der Rhätischen Bahn inklusive offenem Aussichtswagen startete und um 16:00 Uhr mit der Rückreise ab Filisur Richtung Zürich endete. Was wir dazwischen alles erlebt haben und wie viel Zeit die einzelnen Stationen in Anspruch nehmen, erfährst du in den folgenden Abschnitten.
Mit dem historischen Zug durch die Zügenschlucht nach Davos Wiesen
Zwischen Mitte Mai und Mitte Oktober verkehrt zweimal täglich eine historische Zugkomposition mit nostalgischen Waggons und offenem Aussichtswagen auf der Strecke zwischen Davos Platz und Filisur. Das Highlight unterwegs ist die rund drei Kilometer lange Zügenschlucht zwischen Davos Monstein und Davos Wiesen, wo sich die Landwasser über Jahrhunderte tief ins Gestein gegraben und eine eindrucksvolle Landschaft geformt hat.
Vor zwei Jahren haben wir die Schlucht auf dem Parc Ela Trek auf Höhe Davos Wiesen bereits einmal zu Fuss durchquert und damals festgehalten, dass wir diesen Abschnitt gerne nochmals mit etwas mehr Zeit erleben möchten. Und so war für uns auch klar, dass wir den Tagesausflug mit diesem Programmpunkt starten.
Für die Fahrt mit dem historischen Zug ist kein Spezialticket nötig. Dadurch lässt sich die Strecke auch gut mit einer Wanderung entlang einzelner Teilabschnitte kombinieren. Doch zuerst suchen wir uns einen aussichtsreichen Platz auf dem offenen Aussichtswagen. Ich habe mich in Fahrtrichtung links hingesetzt, da man auf dieser Seite etwas mehr von der Schlucht sieht. Der Wasserfall «Bärentritt», an dem der Zug direkt vorbeifährt, befindet sich hingegen auf der rechten Seite. Wenn genügend Platz vorhanden ist – was bei uns glücklicherweise der Fall war – kann man sich problemlos auf beiden Seiten einen Platz sichern, um unterwegs nichts zu verpassen. Die Fahrt bis nach Davos Wiesen dauert knapp dreissig Minuten.





Sky Walk Wiesnerviadukt und Aussichtspunkt Coray
Am Bahnhof Davos Wiesen steigen wir aus und schultern unsere leichten Tagesrucksäcke. Natürlich könnte man auch einfach bis Filisur im Zug sitzen bleiben. Damit würde man allerdings die Gelegenheit verpassen, das Wiesnerviadukt direkt nach dem Bahnhof Davos Wiesen zu Fuss zu überqueren und die eindrucksvollen Dimensionen der höchsten Eisenbahnbrücke im Streckennetz der Rhätischen Bahn aus nächster Nähe zu erleben. Auf einer Länge von 210 Metern überspannt das Viadukt die Landwasser in fast 90 Metern Höhe und zählt damit zugleich zu den höchsten Eisenbahnbrücken der Schweiz.

Dank der guten Beschilderung ist der Zugang zum Sky Walk ab dem Bahnhof Davos Wiesen kaum zu verfehlen. Wer dem Wanderweg am Ende des Viadukts noch wenige Minuten folgt, erreicht ausserdem die neuste Aussichtsplattform der Landwasserwelt. Der Name «Coray» erinnert an Richard Coray, den Erbauer des Wiesnerviadukts.
Hinweis: bis am 3. Juli 2026 ist der Zugang zur Aussichtsplattform Coray baustellenbedingt gesperrt. Man sieht aber auch vom Wanderweg auf das Viadukt.
Übrigens geht die Zeitplanung auch für Fotobegeisterte fahrplantechnisch perfekt auf: Wer mit dem historischen Zug um 10:46 Uhr in Davos Wiesen ankommt und gemütlich über den Sky Walk zur Aussichtsplattform spaziert, kann kurz darauf von der Aussichtsplattform Coray aus die historische Zugkomposition auf dem Wiesnerviadukt fotografieren. Die Verbindung in Richtung Davos überquert das Viadukt fahrplanmässig wenige Minuten vor der Ankunft um 11:13 Uhr.




Wanderung von Davos Wiesen nach Filisur
Für die Strecke vom Bahnhof Davos Wiesen bis zur Aussichtsplattform Coray sind rund zehn Minuten zu Fuss einzuplanen. Über denselben Weg gelangt man anschliessend auch wieder zurück an den Bahnhof, wo der nächste Regionalzug nach Filisur fährt. Die Wartezeit lässt sich bestens mit einem Kaffee vom Zügä Beizli überbrücken. Beachtet zudem, dass am Bahnhof Davos Wiesen – mit Ausnahme des historischen Zuges – normalerweise «Halt auf Verlangen» gilt.
Alternativ könnt ihr direkt dem Wanderweg Richtung Filisur folgen, auf dem wir uns ohnehin bereits befinden. Auf dem rund drei Kilometer langen Abschnitt bis Schönboden wartet ein wunderschöner, schattiger Waldweg mit nur wenigen Steigungen. Eine richtig lässige Strecke, die sich perfekt für einen entspannten Tagesausflug eignet. Bei Schönboden führt der Weg ausserdem an einer idyllisch gelegenen Grillstelle vorbei.


Anschliessend geht es bergab nach Filisur. Dabei habt ihr zwei Möglichkeiten: Entweder folgt ihr dem breiten Kiesweg direkt zum Bahnhof oder ihr entscheidet euch für den Verlauf des Walserwegs, der über einige aussichtsreiche Kehren mitten in den schmucken Dorfkern von Filisur führt. Unterwegs eröffnen sich dabei nochmals schöne Ausblicke auf die Albulalinie.




Filisur gilt als das «unterste» Engadinerdorf und gehört zu den am besten erhaltenen historischen Siedlungen Graubündens. Im Rahmen der interaktiv gestalteten «FiliTour» erfährt man an insgesamt 14 Stationen Spannendes zur Geschichte und Architektur des Dorfs. Doch auch ohne der gesamten Route zu folgen, entdeckt man beim Spaziergang durch den Ort immer wieder informative Tafeln mit spannenden Hintergrundinformationen zu den historischen Gebäuden.


Zusatzschlaufe zum Aussichtspunkt Acatos
Unsere Wanderroute von Davos Wiesen nach Filisur führt nicht nur durch den sehenswerten Dorfkern von Filisur, sondern beinhaltet auch eine Zusatzschlaufe zur Aussichtsplattform Acatos. Vom Bahnhof Filisur erreicht man die Plattform in rund 20 bis 25 Minuten zu Fuss. Die Plattform ist nach dem griechisch-schweizerischen Ingenieur Alexander Acatos benannt, der das Landwasserviadukt konstruierte.
Meiner Meinung nach ist das Panorama von hier sogar noch eindrücklicher als vom deutlich bekannteren Aussichtspunkt Hennings, dem wir ganz am Schluss des Tages noch einen Besuch abstatten werden. Von der Aussichtsplattform Acatos aus überblickt man nämlich nicht nur das Landwasserviadukt, sondern auch das anschliessende Schmittner Viadukt, wodurch ein besonders schönes Panorama der Albulalinie entsteht.



Praktisch: An der Aussichtsplattform lässt sich die nächste Zugdurchfahrt direkt per QR-Code abrufen. Als groben Richtwert kann man sich merken, dass die Züge auf der Albulalinie die Strecke ungefähr zur vollen Stunde passieren. Am besten plant ihr euren Besuch also so, dass ihr etwa um xx:45 Uhr bei der Aussichtsplattform eintrefft.

Eckdaten der Wanderung Davos Wiesen – Filisur Dorf – Acatos – Filisur Bahnhof
Die Wanderkarte zeigt den Verlauf der Wanderung von Davos Wiesen nach Filisur inklusive Zusatzschlaufe zur Aussichtsplattform Acatos. Die Route ist durchgehend als weiss-rot-weiss markierter Bergwanderweg (T2) ausgeschildert und technisch wenig anspruchsvoll.
Auch die Überquerung des Wiesnerviadukts auf dem Sky Walk empfand ich trotz der Höhe als gut machbar. Der Weg ist entsprechend ausgebaut und abgesichert, sodass man sich kaum ausgesetzt fühlt. Selbst mit leichter Höhenangst sollte die Überquerung problemlos möglich sein – solange man nicht allzu lange nach unten schaut.
| Ausgangspunkt | Bahnhof Davos Wiesen (1’197 m ü. M.) |
| Erreichbarkeit | mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar |
| Länge | 8,2 Kilometer |
| Höhenmeter | ↗ 246 m ↘ 365 m |
| Dauer | 2:15 h |
| Zielort | Bahnhof Filisur (1’080 m ü. M.) |
| Einkehrmöglichkeit | Zügä Beizli am Bahnhof Davos Wiesen und Bahnhöfli Filisur / alternativ: Grillstelle Schönboden (Holz vor Ort vorhanden) |
Kurzer Zwischenstopp am Bahnhof Filisur
Wir sind um 10:18 Uhr in Davos Platz mit dem historischen Zug losgefahren. Zwischenzeitlich zeigt die Uhr bereits 13:20 Uhr. Unser nächster fix geplanter Programmpunkt startet erst um 14:15 Uhr – höchste Zeit also für eine kleine Verschnaufpause am Bahnhof Filisur.
Im alten Bahnhofsgebäude befindet sich ein kleines Bistro, das neben Kaffee, Kuchen und verschiedenen Snacks auch hausgemachte Suppen sowie erfrischende hausgemachte Limonaden anbietet. Wir gönnen uns eine Gerstensuppe und eine Limo, bevor wir anschliessend noch einen Blick in den Illusionswagen Filusio werfen. Im umgebauten historischen Bahnwaggon warten verschiedene optische Täuschungen darauf, entdeckt oder entlarvt zu werden – je nach Perspektive. Sämtliche Installationen nehmen dabei spielerisch Bezug auf die Welt der Bahn.



Gut zu wissen: Der Illusionswagen Filusio ist zwischen Mitte Mai und Mitte Oktober täglich von 08:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Pro Person kostet der Eintritt 5 CHF.
Mit dem Landwasser-Express zum Landwasserviadukt
Um 14:15 Uhr startet unsere Fahrt mit dem Landwasser-Express zum Viaduktplatz. Zweimal täglich verkehrt der touristische Bummelzug als Rundkurs vom Bahnhof Filisur durch den Dorfkern bis zum Viaduktplatz und wieder zurück. Die Fahrt dauert rund 25 Minuten und unterwegs erfährt man Spannendes über das Landwasserviadukt, die Albulalinie und das UNESCO-Welterbe der Rhätischen Bahn.



Vor Ort bleibt genügend Zeit, um das eindrucksvolle Bauwerk ausgiebig von unten zu bestaunen. Der Aufenthalt dauert rund 45 Minuten. Ausserdem laden ein kleiner Infokiosk, Sitzgelegenheiten und eine Feuerstelle zum Verweilen ein.
Mein Tipp: Probiert unbedingt ein Filisur Glacé. Das lokal hergestellte Glacé ist richtig lecker und übrigens auch im Bahnhöfli Filisur erhältlich.



Gut zu wissen: Die Rundfahrt kostet für Erwachsene 15 CHF. Kinder bis 16 Jahre zahlen 7 CHF (Kleinkinder bis 6 Jahre, die keinen eigenen Sitzplatz benötigen, fahren gratis mit). Das Ticket kann im Voraus auf der Website der Landwasserwelt online gebucht werden.
Vom Viaduktplatz zur Aussichtsplattform Hennings
Wir haben unseren Tagesausflug zeitlich so geplant, dass nach einer kurzen Glacé-Pause beim Viaduktplatz noch genügend Zeit bleibt, das Landwasserviadukt ausgiebig zu bestaunen und anschliessend zu Fuss zur Aussichtsplattform Hennings aufzusteigen. Das 65 Meter hohe Bauwerk wirkt nämlich nochmals ganz anders, wenn man direkt darunter steht. Die Strecke zum Aussichtspunkt habe ich euch in der nachfolgenden Karte eingezeichnet. Für den Aufstieg zur Plattform Hennings solltet ihr rund 20 Minuten einplanen. Dabei sind etwa 85 Höhenmeter zu bewältigen, wobei man unterwegs in den Genuss von weiteren tollen Blickwinkeln auf das Wahrzeichen der Region kommt.

Die Aussichtsplattform, benannt nach Friedrich Hennings, dem Oberingenieur der Albulalinie, bietet den wohl bekanntesten Blick auf das Landwasserviadukt und die umliegende Landschaft und ist definitiv ebenfalls einen Abstecher wert.



Von hier gelangt man in wenigen Minuten bequem zur neuen Haltestelle «Schmitten GR Landwasserviadukt». Diese wird regelmässig vom Viaduktshuttle bedient, der zwischen Filisur und Alvaneu verkehrt. Wir nehmen die Verbindung um 15:35 Uhr zurück nach Filisur, wo wir Anschluss auf die Albulalinie haben und um 16:00 Uhr die Rückreise Richtung Zürich antreten.


Gut zu wissen: Der Viaduktshuttle kann ganz normal mit einem regulären Streckenbillett beziehungsweise mit GA, Tageskarte etc. genutzt werden. Es ist kein Spezialticket erforderlich.
Praktische Tipps für deinen Tagesausflug in die Landwasserwelt
- Viele Erlebnisse der Landwasserwelt lassen sich flexibel miteinander kombinieren. Auf der Website der Landwasserwelt findest du weitere Ideen für Tagesausflüge sowie verschiedene Themenprogramme für Bahnfans, Familien oder Wanderfreunde.
- Der historische Zug sowie der Viaduktshuttle können mit regulären öV-Tickets beziehungsweise mit GA, Tageskarte etc. genutzt werden.
- Je nachdem, von wo du anreist und welche Angebote du vor Ort nutzen möchtest, können sich die verschiedenen Landwasserwelt-Pässe lohnen. Alle Informationen dazu findest du auf der Website der Landwasserwelt.
- Für den Landwasser-Express empfiehlt sich insbesondere an Wochenenden und während der Ferienzeiten ein vorgängiger Ticketkauf, damit du dir deinen Sitzplatz sichern kannst.


