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24 Stunden Bergabenteuer auf dem Niederhorn: Ausflug mit Übernachtung

Werbung: Beitrag in Zusammenarbeit mit der Niederhornbahn AG

Ob aussichtsreiche Wanderung, gemütlicher Sommerabend auf dem Gipfel oder spannende Wildtierbeobachtung: Das Niederhorn bietet für jeden Geschmack die passende Aktivität und punktet obendrauf mit einem der schönsten Panoramablicke auf die Berner Alpen.

Ich war schon mehrmals auf dem Hausberg von Beatenberg und bin immer wieder begeistert, wie viel es hier zu entdecken und zu erleben gibt. Mitte Juli haben wir das Niederhorn einmal mehr von einer neuen Seite kennengelernt. Statt nur einen lauen Sommerabend auf dem Gipfel zu geniessen, haben wir im Berghaus eingecheckt und 24 lässige Stunden auf dem Niederhorn verbracht. Dabei haben wir jede Menge Ideen und Tipps gesammelt, die sich auch für einen kürzeren Ausflug auf den Berg eignen.

16:00 Uhr | Mit der Bergbahn aufs Niederhorn

Unser Ausflug startet bei knapp 30 °C in der Beatenbucht am Thunersee auf 615 Metern über Meer. Entsprechend freue ich mich auf die frischere Bergluft, die uns gut 1’300 Höhenmeter weiter oben auf dem Niederhorn erwartet.

Rund 40 Minuten dauert die Fahrt von der Beatenbucht bis auf den knapp 2’000 Meter hohen Gipfel. Die erste Etappe führt mit der Standseilbahn gut 500 Höhenmeter hinauf nach Beatenberg. Dieser Streckenabschnitt gilt als Basiserschliessung, weshalb beispielsweise das GA vollständig gültig ist. In Beatenberg steigen wir in die ikonische 3er-Gondelbahn um. Mit ihr schweben wir die restlichen gut 800 Höhenmeter bergwärts und bekommen dabei bereits einen ersten Vorgeschmack auf das fantastische Panorama der Berner Alpen.

Gondelbahn aufs Niederhorn

Tipp: Von Thun und Interlaken gelangst du mit der Buslinie 21 direkt zur Beatenbucht. Eine schöne Alternative ist an sonnigen Sommertagen die An- oder Rückreise mit dem Schiff. Die Anlegestelle befindet sich direkt neben der Talstation der Niederhornbahn.

17:00 Uhr | Einchecken im Berghaus Niederhorn

Direkt nach unserer Ankunft auf dem Gipfel checken wir im Berghaus Niederhorn ein. Zur Auswahl stehen neun Doppelzimmer, darunter ein Familienzimmer, sowie 22 Schlafplätze im Massenlager. Dusche und WC befinden sich jeweils auf der Etage. Wir sind in einem gemütlichen Doppelzimmer mit «Grand-Lit» einquartiert – die übrigen Zimmer verfügen über zwei Einzelbetten – und haben von unserem Zimmer direkten Blick auf den türkis schimmernden Thunersee.

Tipp: Die Bahnfahrt am An- und Abreisetag ist im Übernachtungspreis enthalten.

17:30 Uhr | Erste Aussichtsrunde auf dem Niederhorn

Zwischenzeitlich sind die Tagesausflügler talwärts gefahren und rund um das Berghaus ist Ruhe eingekehrt. Wir nutzen die Gunst der Stunde für eine erste kurze Erkundungsrunde auf dem rund 600 Meter langen, gut gesicherten Gratweg. Dieser führt wenige Höhenmeter oberhalb des Berghauses den schroff abfallenden Felsen entlang und eröffnet eindrückliche Ausblicke: auf der einen Seite ins Justistal, auf der anderen Richtung Thun und zur dahinterliegenden Stockhornkette. An neun kreativ gestalteten Infopoints entlang des Weges erfährt man zudem Spannendes über die lokale Flora und Fauna.

Auf dem zweiten Teil des Gratwegs wartet dann völlig unerwartet bereits das erste tierische Highlight unseres Bergabenteuers. Wenn es rund um den Gipfel ruhiger wird, kommen die Steinböcke manchmal bis hier hinauf, um zu grasen. Und tatsächlich treffen wir auf eine Gruppe junger Böcke, die sich aus nächster Nähe beobachten lassen.

Junger Steinbock auf dem Niederhorn

Tipp: Entlang des Gratwegs verläuft Rocky’s Pfad, die leichteste von insgesamt vier Alpen-OL-Routen auf dem Niederhorn. Spielerisch lernen Kinder dabei die wichtigsten Zeichen des Orientierungslaufs kennen und üben den Umgang mit der Karte. Eine tolle Aktivität für Familien. Mehr Informationen zu den Alpen-OL-Routen findest du hier: Alpen-OL

18:30 Uhr | Abendessen im Berghaus Niederhorn

So langsam macht sich der Hunger bemerkbar. Das Berghaus Niederhorn bietet am Abend eine kleine Karte mit verschiedenen Gerichten. Ich entscheide mich für einen grünen Salat mit gerösteten Kernen und Croutons, gefolgt von einer richtig feinen Käserösti.

Tipp: Von Anfang Juli bis Mitte September lädt das Berghaus jeweils am Freitag- und Samstagabend zum «GipfelGenuss». Bei einem 3-Gang-Abendessen lässt sich der Sommerabend auf dem Niederhorn so richtig auskosten und mit etwas Wetterglück gibt’s den Sonnenuntergang als Zugabe.

20:30 Uhr | Sonnenuntergang über den Berner Alpen

Und genau dieser Sonnenuntergang zieht uns nach dem Abendessen nochmals auf den Gratweg. Doch leider halten sich die Wolken heute hartnäckig am Horizont und verschlucken die Sonne, bevor das erhoffte Farbenspektakel so richtig losgeht. Aber auch so ist die Stimmung magisch!

Sonnenuntergang Niederhorn

Zu unserer Freude entdecken wir zudem das Nachtlager der Steinbockcrew, die wir ein paar Stunden zuvor auf dem Gipfel angetroffen haben. Die Tiere haben es sich in den schattigen, steil abfallenden Nordhängen des Niederhorns gemütlich gemacht.

Niederhorn Steinböcke beobachten

Tipp: Von Anfang Juli bis Anfang Oktober bietet die Niederhornbahn jeweils am Freitag- und Samstagabend Abendfahrten an. Diese können unabhängig vom «GipfelGenuss» genutzt werden und eignen sich perfekt für alle, die einfach zum Sonnenuntergang auf den Gipfel möchten.

05:30 Uhr | Sonnenaufgang auf dem Niederhorn

Am nächsten Morgen sind wir zeitig wach und der erste Blick aus dem Fenster ist vielversprechend. Also nichts wie raus! Ausser dem Läuten der Kuhglocken ist um diese Uhrzeit nichts zu hören. Während die Sonne langsam über dem Horizont erscheint, leuchten die Wolken über den Berner Alpen in den ersten warmen Farben des Tages. Ein herrlich idyllischer Bergmorgen, weit weg von jeglicher Alltagshektik – und definitiv einer der meiner Meinung nach schlagkräftigsten Gründe, eine Nacht auf dem Niederhorn zu verbringen.

Morgenstimmung auf dem Niederhorn
Sonnenaufgang am Niederhorn

07:00 Uhr | Wildbeobachtung auf dem Niederhorn

Nicht nur der Sonnenaufgang, sondern auch unsere nächste Aktivität ist mit ein Grund, weshalb es uns heute zeitig aus den Federn zieht. Wir nehmen an der geführten Wildbeobachtung teil, die von Anfang Juli bis Anfang Oktober jeden Donnerstag stattfindet. Das Angebot und die damit verbundene Wanderung vom Niederhorn Richtung Gemmenalphorn haben wir in diesem Blogbeitrag bereits ausführlich vorgestellt. Die Tour führt via Gemmenalp und Oberburgfeld zurück zur Bergstation der Niederhornbahn oder (je nach Zeit) alternativ via Häliloch hinunter zur Mittelstation Vorsass.

Wildbeobachtungswanderung
Panorama Güggisgrat Gemmenalphorn

Unsere zweite Teilnahme zeigt eindrücklich, dass sich die Wildbeobachtung durchaus mehr als einmal lohnt. Während wir beim letzten Mal fast ausschliesslich Gämsen beobachten konnten, bekommen wir diesmal auch Steinwild (sowohl Geissen wie Böcke) zu Gesicht.

Steinbock

Und selbst unabhängig von den tierischen Begegnungen ist die Wanderung vom Niederhorn aufs Gemmenalphorn ein Genuss. Ich meine, schaut euch diese Aussicht an!

Wildbeobachtungstour am Niederhorn
Wandern auf dem Niederhorn
Wanderweg Niederhorn - Gemmenalphorn
Gams am Niederhorn

Das zweite tierische Highlight dieser 24 Stunden folgt kurz vor dem Gemmenalphorn, wo wir zwei ältere Steinböcke entdecken. In diesem Streckenabschnitt bekommt man die stattlichen Böcke eher selten zu Gesicht. Sie meiden den Trubel und ziehen sich bevorzugt ins weniger begangene Gelände hinter dem Gemmenalphorn zurück.

Während wir bei der letzten Tour nach einer Pause auf der Gemmenalp, wo man wunderbar Murmeltiere beobachten kann, aus Zeitgründen bei Oberburgfeld wieder zur Bergstation der Niederhornbahn aufgestiegen sind, wandern wir diesmal via Häliloch weiter zur Mittelstation Vorsass.

Wildbeobachtung am Niederhorn
Murmeltiere beobachten

Tipp: Beim Häliloch lohnt sich ein kurzer Blick in die Tiefe: Der riesige Höhlenschacht fällt rund 100 Meter senkrecht ins Dunkel ab und ist Teil der weitverzweigten Höhlenwelt im Niederhornmassiv. Spannend zu wissen: Unterirdisch besteht eine hydrologische Verbindung zu den St. Beatus-Höhlen am Thunersee.

13:00 Uhr | Mittagessen im Bergrestaurant Vorsass

Kurz nach 13:00 Uhr erreichen wir das Bergrestaurant Vorsass, das sich direkt neben der gleichnamigen Mittelstation der Niederhornbahn befindet. Die Sonnenterrasse ist bereits gut gefüllt, doch wir ergattern noch ein schattiges Plätzchen. Bei einem Plättli mit lokalem Alpkäse, Salami und Trockenfleisch gönnen wir uns eine wohlverdiente Verschnaufpause nach dem intensiven Vormittag.

14:30 Uhr | Mit dem Trotti-Bike von der Mittelstation Vorsass nach Beatenberg

Zu guter Letzt wartet noch ein Erlebnis darauf, von uns ausprobiert zu werden: die Abfahrt mit dem Trotti-Bike von Vorsass nach Beatenberg. Zur Auswahl stehen zwei unterschiedlich lange Routen. «Rocky’s Run» führt auf sechs Kilometern relativ direkt und rasant hinunter nach Beatenberg. Der zwölf Kilometer lange «Happy’s Trail» nimmt dagegen einen gemütlicheren Umweg via Bodenalp und Rischerental und führt zum Abschluss der Länge nach durch Beatenberg, das als längstes Dorf Europas gilt.

Wir entscheiden uns für «Rocky’s Run» und sausen auf der kurvenreichen, aber bestens ausgeschilderten Strecke talwärts (es ist übrigens auch wirklich nur halb so wild, wie es tönt ;)). Der angenehm frische Fahrtwind kommt uns nach dem intensiven Vormittag gerade recht und die Abfahrt macht richtig Spass! In Beatenberg geben wir die Trottis direkt bei der Bergbahnstation wieder ab und machen uns nach 24 erlebnisreichen Stunden auf dem Niederhorn auf den Heimweg.

Trottiabfahrt Beatenberg

Tipp: Die Trotti-Bikes können direkt bei der Mittelstation Vorsass gemietet werden. Je nach Tempo solltest du für «Rocky’s Run» rund 20 bis 30 Minuten und für den längeren «Happy’s Trail» etwa 60 bis 90 Minuten einplanen. Weitere Informationen zu den Routen, Preisen und Betriebszeiten findest du hier: Trotti-Biken

Praktische Tipps für deinen Ausflug aufs Niederhorn mit Übernachtung

  • Betriebszeiten und Ticketpreise: Das Berghaus Niederhorn ist während der Sommersaison von Anfang Mai bis Mitte November geöffnet. Die Betriebszeiten der Niederhornbahn variieren je nach Monat und Wochentag. Die aktuellen Informationen findest du hier: Fahrplan und Preise
  • Frühstück bei der Wildbeobachtung: Wenn du wie wir auf dem Niederhorn übernachtest und an der geführten Wildbeobachtung teilnimmst, bist du bereits vor dem regulären Frühstück im Berghaus unterwegs. Übernachtungsgäste erhalten in diesem Fall anstelle des Frühstücks ein Lunchpaket für unterwegs.
  • Gepäck: Überlege dir bereits beim Packen, wie dein Programm am zweiten Tag aussieht. Wenn du vom Niederhorn via Gemmenalphorn und Häliloch bis Vorsass weiterwanderst, kannst du dein Übernachtungsgepäck wie wir direkt mitnehmen. Entsprechend lohnt es sich, möglichst leicht zu packen. Alternativ kannst du dein Gepäck im Berghaus deponieren und später wieder abholen.
  • Gut zu wissen: Viele der vorgestellten Erlebnisse lassen sich auch ohne Übernachtung miteinander kombinieren. Je nach verfügbarer Zeit kannst du dir so dein eigenes Niederhorn-Programm zusammenstellen – von der kurzen Aussichtsrunde über eine Wanderung bis zur Trotti-Abfahrt oder einem Sommerabend auf dem Gipfel.
Über den Autor

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Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.
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