Werbung: Beitrag in Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V.
Nach ein paar abwechslungsreichen Tagen in und rund um Schwerin führte mich der zweite Teil meiner Mecklenburg-Vorpommern-Reise an die Ostseeküste. Anfang Oktober zeigte sich das Wetter hier im Nordosten Deutschlands von seiner etwas launischen Seite, doch genau diese Mischung aus Wind, Wellen und wechselnden Stimmungen machte den Reiz der Nebensaison aus. Und sowieso: Die Ostseeküste hat weit mehr zu bieten als endlose Strände für heisse Sommertage.
Meine Route führte zuerst über die langgezogene Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, dann weiter nach Rügen und schliesslich bis an die deutsch-polnische Grenze auf der Insel Usedom. Jede dieser drei Destinationen bietet genug Highlights für mindestens eine Woche. Für mich stand diesmal aber vor allem eins im Fokus: Die unterschiedlichen Charaktere der drei Inseln kennenzulernen und herauszufinden, welche davon welchen Reisegeschmack am besten trifft.
Eines ist jedoch bei allen drei Reisezielen in der Nebensaison garantiert: Die weiten Sandstrände und beschaulichen Küstenorte laden zur Entschleunigung ein. Wenn du lange Spaziergänge magst, dir den Kopf vom Wind durchlüften lassen möchtest und entspannte Stunden in der Natur suchst, findest du in diesem Beitrag vielleicht genau die passenden Tipps für deine Ferienplanung.
Für Naturbegeisterte: Insel Rügen
Selbst bei launischem Herbstwetter wurden die Inseln Rügen und Usedom ihrem Ruf als sonnenreichste Regionen Deutschlands gerecht. Bei meinem Zwischenhalt im Ostseebad Binz auf Rügen kam ich tatsächlich in den Genuss, bei prächtigem Sonnenschein der Uferpromenade entlang zum ikonischen Müther-Turm zu spazieren. Von hier aus geniesst man bei klarer Sicht einen wunderbaren Blick über die Binzer Bucht in Richtung Rügens Wahrzeichen: der eindrucksvollen Kreideküste im Nationalpark Jasmund.


Naturbegeisterte finden auch unmittelbar rund um Binz mit dem UNESCO-Biosphärenreservat Südost-Rügen ein Naturparadies sondergleichen. Auf kleinstem Raum lassen sich hier sämtliche Landschafts- und Küstenformen des mecklenburg-vorpommerschen Küstenraums auf gut ausgeschilderten Wander- und Velowegen entdecken.
Ein besonderes Erlebnis war für mich die geführte Mondscheinwanderung durch den Buchenwald zum Jagdschloss Granitz inklusive Schlossbesichtigung und Turmaufstieg. Der aufziehende Nebel sorgte für eine mystische Stimmung, die perfekt zu diesem geschichtsträchtigen Ort passte.




Ebenfalls lohnenswert ist ein Abstecher zu den «Feuersteinfeldern» bei Prora, nur wenige Kilometer nördlich von Binz. Man vermutet, dass die hier lagernden Steine aus der Kreideküste Jasmunds stammen und vor rund 3’500 Jahren durch eine Serie von Sturmfluten oder starke Strömungen an diesen Ort transportiert wurden.



Übernachtungstipp auf Binz: ich habe in Binz im direkt an der Strandpromenade gelegenen Hotel am Meer & Spa übernachtet. Mehr Tipps und Informationen rund um die Binzer Bucht findet ihr auf der sehr informativ gestalteten Destinationswebsite.
Eines ist klar: Dieser kurze Abstecher auf die Insel Rügen hat meine Lust auf mehr Naturerlebnisse definitiv geweckt und ein Wiedersehen ist garantiert!
Für Strand- und Wellnessfans: Insel Usedom
Eine Rückkehr an einen mir bereits von früheren Reisen bekannten und liebgewonnenen Ort stand auf der zweiten Insel meines Reiseprogramms an. Auf Usedom hatten wir vor einigen Jahren ein paar wunderbar entspannte Ferientage verbracht, und auch diesmal drehte sich alles um Erholung. Die Kaiserbäder Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck bieten dafür schlicht die perfekte Kulisse und Infrastruktur.
Eingecheckt habe ich im eleganten Steigenberger Grandhotel & Spa Heringsdorf, das direkt an der 12 Kilometer langen Strandpromenade liegt, die bis an die polnische Grenze und sogar darüber hinausführt. Am besten schnappt man sich eines der Leihräder, die das Hotel seinen Gästen zur Verfügung stellt, und radelt am frühen Morgen einmal die gesamte Promenade ab. Danach warten im Steigenberger nicht nur ein ausgezeichnetes Frühstücksbuffet, sondern auch ein umfangreiches Wellnessangebot im 2’000 m² grossen Baltic Sea Grand Spa mit beheiztem Aussenpool, grosszügiger Saunalandschaft und vielfältigen Treatments.





Wer mehr über die Geschichte der Kaiserbäder und ihre prunkvollen Bauten in den unterschiedlichsten Stilrichtungen erfahren möchte, ist mit der kostenlosen Kaiserbäder-Erlebnispfad-App bestens bedient. Die App führt zu 31 Stationen in Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck und eignet sich damit ideal als Begleiter für einen Spaziergang oder eine Velotour entlang der Uferpromenade.







Lohnenswert ist auch ein Besuch des Baumwipfelpfads, der nur etwa 15 Gehminuten vom Steigenberger entfernt liegt und sich über mehr als einen Kilometer durch die Baumkronen hoch über Heringsdorf schlängelt.
Restaurant-Tipps: Im ehemaligen Strandcasino befinden sich zwei meiner Lieblingslokale in Heringsdorf; das Marc O’Polo O’ne bietet mitten im Concept Store ein lässiges Ambiente und eine hochwertige, regionale Küche. Direkt daneben – aber etwas abgeschirmter – befindet sich mit dem The O’Room das Fine Dining Pendant. Ebenfalls empfehlenswert sind das zum Steigenberger gehörende Bistro & Bar Waterfront und die (saisonal geöffnete) Alex Strandbar.
Und noch mehr Infos und Tipps zur Insel Usedom findet ihr hier: usedom.de
Für Kulturinteressierte: Halbinsel Fischland-Darß-Zingst
Sonne war mir während meiner zwei Tage auf der Halbinsel Fischland- Darß-Zingst zwar keine vergönnt, doch das bot die perfekte Gelegenheit für gemütliche Stunden in Cafés und spannende Museumsbesuche. Die 45 Kilometer lange Landzunge zwischen Rostock und Stralsund besteht aus den einst getrennten Inseln Fischland, Darß und Zingst und trennt die Darß-Zingster Boddenkette von der Ostsee. Natürliche Ablagerungsprozesse und spätere Dammbauten führten dazu, dass die drei Inseln zu einer einzigen Halbinsel zusammenwuchsen.
Während auf Rügen und Usedom prunkvolle Bauten aus dem 19. und 20. Jahrhundert das Bild der Seebäder prägen, findet man hier zwischen Bodden und Ostsee charmante Künstlerorte mit traditionellen Reetdachhäusern und bunt bemalten Haustüren.


Einen spannenden Einblick in die regionale Geschichte bietet die «Lobby» der Apartmentanlage «Zwei Wasser – Alte Seefahrtschule» in Wustrow. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde in den letzten Jahren vom regionalen Unternehmen K&K Ferienwohnungen zu einem modernen Ferienwohnungskomplex umgestaltet. Die grosszügig ausgestatteten Wohnungen eignen sich hervorragend für Familienferien oder Reisen mit Hund – besonders beliebt übrigens über Silvester, da es hier sehr ruhig ist. Zur Anlage gehört zudem ein Fitness- und Wellnessbereich, der exklusiv den Gästen zur Verfügung steht.




Von der Alten Seefahrtschule aus sind sowohl die Ostsee- als auch die Boddenküste bequem zu Fuss erreichbar. Wer sich einen ersten Überblick verschaffen möchte, besteigt den Kirchturm, der an der schmälsten Stelle der Halbinsel steht. Je nach Saison lohnt sich zudem ein Abstecher in die nahegelegene Kunstscheune Barnstorf, wo Werke norddeutscher Kunstschaffender präsentiert werden.
Rund vier Kilometer nördlich von Wustrow erreicht man das Ostseebad Ahrenshoop. Hier verläuft nicht nur die Grenze zwischen dem Fischland und dem Darß, sondern gleichzeitig auch jene zwischen Mecklenburg und Vorpommern. Sichtbar wird diese historische Linie am sogenannten Grenzweg.
Ahrenshoop blickt auf eine bewegte Vergangenheit als Künstlerkolonie zurück und bis heute prägen Kunst und Kultur das Ortsbild. Das zeigt sich im Kunstmuseum, in der Kunstkaten, in zahlreichen Galerien, auf dem Kunstpfad oder in den von Moritz Götze gestalteten Strandübergängen. Auch Veranstaltungen wie die Literaturtage oder die Filmnächte unterstreichen die kulturelle Bedeutung des Ortes weit über die Region hinaus.






Einkehrtipp: Wer dem Kunstpfad durch Ahrenshoop folgt, der sollte einen Zwischenstopp in dem Café Ahrenshooper Mühle einplanen. Eine besonders charmante Ecke.
Mehr Infos zur Region findet ihr hier: fischland-darss-zingst.de



Hallo Anita, mein Favorit ist ja die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Ich war selbst noch nie da. Aber der Beitrag ist so schön geschrieben! Beim Lesen hatte ich sofort das Gefühl, selbst mit unterwegs zu sein. Genau diese ruhigen, ehrlichen Reisegeschichten machen für mich den Reiz von Reiseblogs aus.
Liebe Grüße, Lisa
Liebe Lisa vielen lieben Dank für dieses tolle Feedback