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Frankfurt Marriott Hotel – Blick in die Zukunft

Schon bei der Einfahrt im Bahnhof Frankfurt fällt einem das Wetteifern unter den Wolkenkratzern der Stadt auf. Nordwestlich vom Bahnhof direkt neben dem riesigen Messegelände sticht das Marriott Hotel mit einer einprägsamen und von weit her lesbaren 10 m hohen und 30 m langen Fassadenbeschriftung aus der Masse der Wolkenkratzer heraus. 1976 wurde das 159 m hohe Hochhaus erbaut und beherbergt seit 1989 das Marriott Hotel mit 588 Zimmern. Bis heute konnte das Marriott Frankfurt seine Position als höchstes Hotelgebäude auf dem Europäischen Festland verteidigen.

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Bereits 2011 wurde die gesamte Aussenfassade des Marriott energieeffizient saniert. Nachdem das Marriott von aussen in einem neuen Glanz erstrahlt, wird das Hotel nun auch im Innern von den Altlasten befreit. Rund 14‘000 Euro werden in jedes Zimmer investiert, damit sich am Schluss die 587 Zimmer (ein Zimmer fällt weg) in einem modernen Design präsentieren.

Momentan sind diese Arbeiten voll am Laufen. Wir haben während zwei Tagen einen Blick hinter die Kulissen erhalten und durften diese Hotelzeitreise vom 20. ins 21. Jahrhundert live miterleben.

Unsere Hotelzeitreise startete in einem der „alten“ Zimmer, wo wir die erste Nacht verbrachten. Mit einem sagenhaft grünen Teppich (inkl. gelb-blau-rotem Muster) und Röhrenbildschirm ausgestattet, wird mir der Grund der Umbauarbeiten schlaghaft bewusst. Das entspricht nicht mehr dem Standard, den ich in einem 5 Sterne Hotel erwarten würde. Einzig der Blick aus dem Fenster auf die Skyline von Frankfurt wurde wohl im Laufe der Jahre immer beeindruckender und lässt einem die etwas „angestaubte“ Atmosphäre vergessen. Da die Zimmer erst ab dem 28. Stock beginnen (darunter hat es Büro- und Konferenzräume) ist aus jedem Zimmer ein Blick aus der Vogelperspektive über verschiedene Stadtteile von Frankfurt sichergestellt.

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Dennoch schläft es sich ganz gut in den „alten“ Zimmern (ist ja auch dunkel, da sieht man den Teppich nicht) und wir starteten den folgenden Morgen gut ausgeschlafen mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet und französischem Charme in der Brasserie Ici.

Anschliessend folgte mit dem Blick hinter die Kulissen der wohl spannendste Teil des Tages: wie spielen sich Hotel Umbauarbeiten während eines laufenden Betriebes ab? Auf was muss besonders geachtet werden? Welche Schwierigkeiten bestehen?Und wie wird sich das Marriott verwandeln?

Zuerst warfen wir einen kurzen Blick in die Konferenzräumlichkeiten, die das Redesign schon hinter sich haben. Ich bin begeistert! Sehr frisch, funktional und mit einer Prise Humor präsentieren sich die neuen Räumlichkeiten (inklusive Schweizerdeutsch und WC mit Aussicht). Meinen Geschmack trifft es auf jeden Fall!

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Danach wagen wir uns in den Baustellendreck. Vier Wochen Umbauzeit werden pro Stockwerk benötigt und gearbeitet wird parallel auf vier Stockwerken, die sich in verschiedenen Bauphasen befinden. So tastet sich das 21. Jahrhundert langsam vom 44. Stockwerk etagenweise hinunter bis zum 28. Stockwerk. Die Zimmer werden praktisch ganz „ausgehöhlt“, einzig im Badezimmer bleiben einzelne Elemente bestehen. Da aufgrund verschiedener neuer Anforderungen, wie beispielsweise das Anbringen von Leselampen oder das Anbieten von Steckdosen direkt neben dem Bett, auch zusätzliche Stromanschlüsse benötigt werden, sind für die Umgestaltung weit mehr Arbeiten als „nur“ das Austauschen von Möbeln erforderlich.

Eine der grössten Herausforderungen ist der Umgang mit den lärmintensiven Arbeiten. Diese dürfen nur zwischen 14:00 bis 17:00 Uhr erfolgen, was eine akribische Planung erfordert.

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Und nun waren wir gespannt, wie präsentieren sich die neuen Räume, die wir bisher nur auf der schönen Handskizzen erahnen konnten?

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Schön frisch, funktional, mit hellen Farbtönen, hochwertigen Möbeln und zeitlosem Design – beeindruckend, was man aus diesen rund 25 m2 herausholen kann. Der Teppich bleibt bestehen – „das ist Marriott“ – und kommt im 21. Jahrhundert mit einem Zebramuster daher. Nun ja, bei diesem Punkt bleibt meine Begeisterung verhalten, aber insgesamt finde ich den neuen Zimmerauftritt sehr gelungen. Ab dem neuen grauen Sessel mit Fussauflage bin ich so begeistert, dass ich diesen am liebsten in meiner Tasche nach Hause nehmen möchte. Der würde sich in meinem Wohnzimmer auch gut machen. Und ja, es „sitzt“ sich also auch sehr bequem in diesem Sessel. Daumen hoch liebes Marriott, ihr seid im 21. Jahrhundert angekommen und bietet euren Gästen mit den neuen Zimmern das, was man sich als Marriott-Kunde wünscht.

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Nach einer kurzer Entspannungspause im neuen Zimmer, geht es am Abend in die Champions Bar im Marriott. Ein amerikanisches Hotel ohne Sportbar, wo Burger, Sandwiches und Pommes Frites serviert werden? Undenkbar. Bei wichtigen sportlichen Ereignissen wie dem Champions League Final zwischen zwei deutschen Mannschaften geht hier natürlich ordentlich die Post ab. Wir hatten das Glück genau an diesem geschichtsträchtigen Abend anwesend zu sein und fieberten mit den Fussballfans mit. Nun, zumindest die meisten unter uns. Ich war der Meinung, dass mein Burger mehr Aufmerksamkeit verdient, als die Herren auf dem Bildschirm.

Nach einem solch ereignisreichen Tag, kuschelten wir uns zu guter Letzt zufrieden unter die Bettdecke des neuen Bettes und schlummerten mit dem Duft der Umgestaltung in der Nase ein und träumten von der spannenden Zeitreise.

Hinweis: Auf diese Hotelzeitreise wurde ich vom Marriott Hotel Frankfurt eingeladen – Vielen Dank hierfür. Meine Leser dürfen wie immer sicher sein, dass ich hier stets meine Ansichten und Begeisterung vertrete.

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