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Glendalough – im Tal der zwei Seen

Wir haben bei unserer Reiseplanung für Irland eigentlich nur einen Fehler gemacht – und zwar viel zu wenig Zeit eingerechnet. Also eigentlich war mir auch bewusst, dass die Zeit nur für Dublin selbst und kleinere Ausflüge an die Küste reichen würde. Aber wie das so geht – kaum ist man vor Ort, sprudeln die Ideen plötzlich nur so. Gleich vorweg – Irland bietet genügend tolle Dörfer, Wälder, Berge, Seen und Küstenstreifen, dass problemlos zwei bis drei Wochen drauf gehen können. Nur wir hatten keine zwei bis drei Wochen. Damit wir zumindest noch ein klitzekleines bisschen irische Landschaft zu sehen bekamen, entschieden wir uns für einen Tagesausflug nach Glendalough im Wicklow-Mountains-Nationalpark. Dieser gehört zu den insgesamt sechs Nationalparks in Irland.

Der Glendalough St. Kevis Bus Service bietet für 20 Euro (Hin- und Rückfahrt) täglich eine bequeme Verbindung zwischen Dublin (Haltestelle in der Dawson Street) und dem Nationalpark (Besucherzentrum Glendalough). Die Tickets können nur im Bus gekauft werden. Es gibt keinen Vorverkauf. Bei grossem Andrang – was bei uns aufgrund des tollen Wetters der Fall war – wird ein zweiter Bus aufgeboten. Informationen zum genauen Fahrplan (variiert nach Saison) und weitere Informationen findet ihr auf dieser Webseite: Glendaloughbus.com

Die Fahrt von Dublin bis Glendalough dauert knappe 1.5 Stunden und führt durch eine Landschaft, die der Postkartenidylle schlechthin entspricht. Am Busfenster ziehen saftig grüne Hügel, friedlich weidende Schafe, aufgeweckte Pferdchen und von Zeit zu Zeit einsame Landhäuschen vorbei. Perfekt!

In Glendalough – dem Tal mit den zwei Seen – angekommen, erkundeten wir zuerst die berühmte Klostersiedlung. Die Anlage wurde im 6. Jahrhundert gegründet und das auffälligste Monument, der Rundturm, wurde im 11. Jahrhundert gebaut. Die Besichtigung der Anlage ist kostenfrei. Obwohl wir bombastisches Wetter erwischt hatten (und da sagt einer, dass es in Irland nur regnet), war ich fast etwas enttäuscht. Bei gleissendem Sonnenschein wirkt das ganze etwas fehl am Platz. Irgendwie gehören zu dieser Kulisse Nebelschwaden…

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Von der Klosteranlage wanderten wir anschliessend gemütlich vorbei am ersten See hinauf zum „Upper Lake“. Das Wanderwegnetz rund um das Tal ist vielfältig und es hat für jede Alters- und Konditionsstufe was mit dabei. Wir mussten bei unserer Routenwahl natürlich die zeitlichen Rahmenbedingungen des Busfahrplans beachten. Es blieb uns aber genügend Zeit, auch noch den Upper Lake hinauf bis ans Talende zu wandern. Insgesamt waren wir rund 2.5 Stunden zu Fuss unterwegs.

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Ein Tagesausflug nach Glendalough ist meiner Meinung nach eine tolle Möglichkeit, etwas Abwechslung in das klassische Städtereise-Programm reinzubringen und gleichzeitig einen Einblick in das „grüne“ Irland zu erhalten.

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