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Die 10 schönsten Fotospots auf Mallorca

Fragt ihr euch auch immer, wo die schönen Postkartenbilder gemacht werden? Wir nahmen uns vor der Mallorca-Reise vor, die schönsten Fotospots aufzuspüren. Dabei spielt nicht nur die Location, sondern auch das Timing eine entscheidende Rolle. Als Vorbereitung klickten wir uns auf 500px und Pinterest durch unzählige Bilder, die mit dem Tag „Mallorca“ versehen waren. Als nächsten Schritt suchten wir für diejenigen Orte, die uns fototechnisch besonders ins Auge stachen, die genaue Lokalisierung raus, um sie in unser Reiseprogramm sinnvoll zu integrieren. Zusätzlich checkten wir via Photoephemeris (gibt es als App und als Desktop-Version) zu welcher Zeit und aus welcher Richtung die Sonne auf- und unter geht. Ihr seht, wer bei einer Reise ganz bewusst den Fokus auf Fotografie legt, muss etwas spezifische Vorbereitungszeit mit einrechnen. Es lohnt sich jedoch, da man nebst tollen Bildern auch ein Bündel an neuen Erfahrungen mit nach Hause bringt. Für euch habe ich die zehn Highlights unserer Tour zusammengestellt. Vielleicht macht ihr ja beim nächsten Mallorca-Urlaub auch an der einen oder anderen Stelle einen kurzen Fotostopp.

1. Sonnenuntergang beim Torre des Ses Animes

Der alte Wachturm befindet sich unweit des Dörfchens Banyalbufar und ist auch unter dem Namen „Torre del Verger“ bekannt. Die Location befindet sich an der Westküste und lässt sich mit einer Fahrt entlang der malerischen Küstenstrasse zwischen Sant Elm und Sóller verbinden. Besonders schön präsentiert sich der Torre zum Sonnenuntergang.

Torre-de-Ses-Animes-2

2. Valldemossa

Entlang der Serra de Tramuntana schmiegen sich einige hübsche Ortschaften an die steilen Berghänge. Besonders hübsch ist Valldemossa. Die besten Fotos entstehen hier in den frühen Morgen- und Abendstunden, wenn die Tagestouristen weg sind und die sanften Sonnenstrahlen die schmalen Gässchen und Steinhäuser im schönsten Licht erglühen lassen.

Valldemossa-Postcard

3. Barranc de Biniaraix

Die Ortschaft Biniaraix liegt gleich oberhalb von Sóller und bildet einen beliebten Ausgangspunkt für Wanderungen. Besonders idyllisch präsentiert sich die Landschaft entlang dem Barranc de Biniaraix. Der schön renovierte Pfad bildet einen Bestandteil des Pilgerwegs von Sóller zum Heiligtum von Lluc und führt in rund drei Stunden Wanderzeit bis hinauf zum Cúber-Stausee.

Barranc-de-Biniaraix

4. Torrent de Pareis

Für die Fahrt hinunter nach Sa Calobra braucht man selbst bei wenig Gegenverkehr ein starkes Nervenkostüm. Die Passstrasse führt in haarsträubenden Haarnadelkurven von den Anhöhen der Serra de Tramuntana an die Küste. Vom Parkplatz in Sa Calobra sind ca. 15 Minuten Fussweg zu bewältigen, bis man den Torrent de Pareis erreicht. Auch hier lohnt sich früh aufstehen. Denn vor 10 Uhr morgens hat man die Schlucht ganz für sich allein. Diejenigen unter euch, die mit einem guten Teleobjektiv unterwegs sind, können hier vielleicht auch den einen oder anderen Vogel einfangen.

Torrent-de-Pareis

5. Cala Sant Vicenç

Die Sandbucht von Sant Vicenç, nördlich von Pollença gelegen, ist beinahe ein Geheimtipp. Der mühsame Weg hinunter an den Strand hält wohl die Massen davon ab, in Scharen einzufallen. Besonders eindrucksvoll ist die gewaltige Felskulisse, die sich rechterhand auftürmt und der Bucht etwas Mystisches verleiht. Den Nachteulen unter euch empfehle ich, bis nach Sonnenuntergang auszuharren, um die Bucht unter dem Sternenlicht einzufangen.

Cala-San-Vicenc

6. Cap de Formentor

Der Weg zum Cap de Formentor dauert eine gefühlte Ewigkeit. Die schmale Strasse schlängelt sich Kurve um Kurve entlang des felsigen Massivs bis zum nördlichsten Punkt Mallorcas. Wer nicht ganz so viel Geduld mitbringt, stoppt an einem der zahlreichen Miradors, um einen Blick auf die steil abfallenden Felswände zu werfen und anschliessend umzukehren. Es empfiehlt sich, genügend Zeit für die Anfahrt einzuberechen. Am späteren Nachmittag herrscht rund um den Leuchtturm ein wahres Verkehrschaos, das definitiv keine Freude macht. Gegen 19:00 Uhr kehrt aber langsam Ruhe ein und bis 20:00 Uhr harren nur noch ein paar einsame Nasen aus. Wer nach Sonnenuntergang zurückfährt, der stoppt vor der ersten grossen Kurve nochmals und fängt von hier den Leuchtturm im Abendlicht ein. Übrigens: Sonnenuntergang und Leuchtturm bringt man nicht auf ein Bild. Die Sonne geht weit westlich vom Leuchtturm unter.

Cap-de-Formentor

7. Cuevas del Drach

Für diesen Fotospot müsst ihr 14.50 Euro Eintritt berappen. Die Tropfsteinhöhlen Cuevas del Drach sind DIE Touristenattraktion in Mallorca und dementsprechend hoch kann der Besucheransturm sein. Die Führungen finden zwischen April bis Oktober täglich stündlich zwischen 10:00 bis 17:00 Uhr statt. Fotografieren ist ohne Stativ und ohne Blitz erlaubt (ihr glaubt nicht, wie viele trotzdem den Blitz auslösen, weil sie schlichtweg überfordert sind, wo sie bei ihrer Kompaktkamera den Blitz ausschalten können). Die beeindruckende Höhlenwelt lässt sich aber dennoch mit einem kleinen Trick ganz gut einfangen. Einfach die Kamera auf die Kameratasche legen und dann mit der Langzeitbelichtung arbeiten.

Coves-del-Drac

8. Sonnenufgang – Es Pontàs

Diese natürlich enstandene Brücke befindet sich direkt an der Küste zwischen der Cala Santanyi und der Cala Llombards. Das mächtige Felsentor  ist gegen Südosten ausgerichtet und eignet sich als Fotospot für stimmungsvolle Sonnenaufgang- und Sonnenuntergang Bilder.

Des-Pontas-Cala-Santanyi

9. Cap de Ses Salines

Das Cap de Ses Salines ist das weit weniger oft besuchte südliche Pendant zum Cap de Formentor. Hier kann man nun gleichzeitig Sonnenuntergang und Leuchtturm einfangen.

Cap-de-Ses-Salines

10. Catedral La Seu in La Palma

Palma’s Klassiker präsentiert sich während der Blue Hour (kurz nach Sonnenuntergang) im allerschönsten Gewand.

Palma-Catedral-La-Seu

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