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Eine Nacht im Traumnest: Glamping auf dem Hahnenmoospass

Werbung: Beitrag in Zusammenarbeit mit dem Berghotel Hahnenmoos

Die Schweiz ist um ein Glamping-Angebot reicher. Seit diesem Sommer ermöglichen die drei sogenannten Traumnester im Glampingdorf auf dem Hahnenmoospass bei Adelboden ein ganz besonderes Übernachtungserlebnis. Wir durften während einer Nacht in eines der drei Traumnester hineinschnuppern und genossen jede Sekunde davon in vollen Zügen. Es erstaunt daher vermutlich nicht, dass wir eine Auszeit im Traumnest sehr gerne weiterempfehlen. Was euch in und rund um die drei mit viel Detailliebe konzipierten Häuschen alles erwartet, zeige ich in den nachfolgenden Zeilen.

Ein Übernachtungstipp für Glamping-Fans

Das kleine Glampingdorf liegt einige Meter oberhalb der Berghotels Hahnenmoos und besteht aus drei Schlafhütten für jeweils zwei Personen (auf Wunsch werden für Kinder oder andere Personen Zustellbetter zur Verfügung gestellt), einer Grillhütte sowie einem Hot Tub und einer Sauna. Die Anlage ist von Alpweiden umgeben und bietet einen herrlichen Panoramablick Richtung Wildstrubelmassiv.

Glamping Traumnest

Das erwartet euch im Traumnest

Während die mittels Holzelementen zusammengebauten Nester von aussen recht kompakt wirken, bleibt mir beim Blick ins Innere kurz die Kinnlade unten. Wow! Eindrücklich, was man aus einer Grundfläche von 18 m2 alles herausholen kann und wie liebevoll die Einrichtung zusammengestellt ist. Auch im Innern dominieren hochwertige Holzelemente und ja: Dusche und WC finden sich auch hier drin. Mit einer Kaffeemaschine, Bademäntel, Föhn und Strom-Anschluss muss man in puncto Komfort keinerlei Kompromisse eingehen. Ein besonderer Augenfang ist das Glas-Panorama-Dach, das einem vom Bett aus freien Blick auf die Berge (und die Sterne) ermöglicht.

Traumnest Hahnenmmoos

Von meiner Seite gibt es an dieser Stelle bereits zwei Daumen hoch. Positiv anzumerken ist zudem das sicht- und spürbare Bemühen des Berghotels Hahnenmoos, das Glampingdorf so nachhaltig und umweltverträglich wie möglich zu betreiben. So wurden beispielsweise Holzschnitzelwege ausgelegt, um die Bodenbelastung zu kanalisieren und zwischen den Traumnestern die blühenden Alpwiesen zu erhalten.

Zu jedem der drei Schlafhütten gehört auch ein sogenannter «Alpenstrandkorb», in dem man geschützt vor Sonne und Wind die Seele baumeln lassen kann. Alternativ dazu lockt der Hot Tub. Als Gast kann man bei der Ankunft ein gewünschtes Zeitfenster für die Hot Tub Nutzung angeben, woraufhin er auf die angegebene Zeit mit Holz angefeuert wird.

Traumnest Hahnenmoos
HotPot Traumnest

Zum Übernachtungserlebnis im Traumnest gehört auch der Grillplausch im sogenannten «Brätel-Nest» dazu. Diese Hütte bietet Platz für sechs bis acht Personen (wobei es bei acht schon eher etwas «kuschelig» wird).

Beim Check-in wird man aufgefordert, aus einer Liste mit Salaten, Gemüse, Fleisch und Käse eine beliebige Auswahl anzukreuzen, die einem dann zum gewünschten Zeitpunkt in die Grillhütte gebracht wird. Gegrillt wird im eigenen Tempo im geselligen Austausch mit den anderen «Dorfbewohner/-innen». Je nach Wetter kann auch die Outdoor-Feuerschale zum Grillen genutzt werden.

Seinen vollen Zauber entfaltet das Traumnest aber unbestritten dann, wenn die Tagesausflügler längstens auf dem Heimweg sind und sich die Sonne langsam hinter den Berggipfeln verabschiedet. Die prächtige Bergkulisse kommt während der Dämmerung besonders imposant zur Geltung.

Abendstimmung Hahnenmoos
Glampingdorf Hahnenmoos

Und genauso zauberhaft, wie am Abend mit freiem Blick auf den Sternenhimmel müde und zufrieden vom Bergtag einzuschlafen, ist es, am nächsten Morgen von den ersten hinter den Gipfeln hervorblinzelnden Sonnenstrahlen geweckt zu werden. Als weiteres Plus erhält man als Traumnest-Gast einen mit lokalen Produkten vollgepackten Frühstückskorb direkt vors «Nest» geliefert. Selbstverständlich darf man auch hier im Vorfeld auswählen, mit was der Korb gefüllt werden soll.

Morgenstimmung Bergsommer
Sonnenaufgang Hahnenmoospass
Frühstück Hahnenmoos

Wandern, Mountainbiken oder Ziegentrekking?

Gut geschlafen und gefrühstückt? Und jetzt: Was kann man – ausser inmitten dieser eindrucksvollen Bergkulisse zu entspannen – sonst noch so alles rund ums Glampingdorf unternehmen? Die Möglichkeiten sind vielfältig. Zu den Inklusivleistungen bei einem Traumnest-Aufenthalt gehören der E-Mountainbike Verleih sowie die Nutzung eines Stand Up Paddles (SUP) zur Nutzung auf dem Speichersee. Weiter ist der Hahnenmoospass ein Mekka für den Modellsegelflug. Und wer gerne etwas mehr Action hat, der kann sich mit den Zottelgeissen Trax, Matilda, Peaches, Daktari, Elli und Gitzi auf Wanderschaft begeben oder aber auf verschiedenen Trottirouten talwärts cruisen. Mehr Infos finden sich u.a. auf der Website des Berghotels Hahnemoos.

Speichersee Hahnenmoos

Tourenvorschlag für Ambitionierte

Auch wir haben den Abstecher ins Traumnest auf dem Hahnenmoospass mit einem sportlichen Part kombiniert. Und zwar wollte ich die Gelegenheit nutzen, mich nach der letztjährigen Wanderung vom Albignasee zum Lägh da Cavloc wieder einmal mit einer blau-weiss-blau markierten Bergwanderung herauszufordern.

Wir haben den Zwischenhalt im Traumnest daher in eine Art Zweitageswanderung integriert. Am ersten Tag sind wir von der Engstligenalp über den Ammertenspitz zum Hahnenmoospass gewandert und haben am nächsten Tag noch die beliebte Strecke über den Blumenweg vom Hahnenmoos nach Sillerenbühl angehängt. Zweiteres kann ich definitiv jedem empfehlen, der im Traumnest übernachtet und gerne wandert. Der erste Tourentipp solltet ihr hingegen nur dann nachwandern, wenn ihr bereits Erfahrung auf alpinen Bergwanderwegen mitbringt und keine Mühe mit abschüssigen und ausgesetzten Passagen bekundet.

Tag 1 über den Aeugi-Lowa-Weg auf den Hahnenmoospass

Wenn ich mir mal etwas in den Kopf gesetzt habe, bin ich schwer davon abzubringen. Und so schienen mir, nachdem ich bereits mit der Route über den Aeugi-Lowa-Weg geliebäugelt hatte, alle noch in Betracht gezogenen Alternativrouten, um von Adelboden auf den Hahnenmoospass zu wandern (und da gäbe es natürlich einige) weniger reizvoll. Diejenigen unter euch, die hier schon länger mitlesen, wissen aber auch, dass ich mich nie ohne ein genaues Routenstudium auf blau-weiss-blau markierte Bergwanderungen begebe. Dies auch deshalb, weil ich mich bei Kraxelpartien schnell überfordert fühle.

Der blau-weiss-blau markierte Aeugi-Lowa-Weg zwischen dem Ammertenspitz und dem Luegli schien mir nach der Konsultation verschiedener Routenbeschriebe durchaus machbar. Da die meisten Tourenbeschriebe aber in die Gegenrichtung sind (Aufstieg vom Hahnenmoos her und Abstieg Richtung Engstligenalp) blieb ein Unsicherheitsfaktor bestehen. Der Aufstieg zum Ammertenspitz ging flott voran und insbesondere beim letzten, gerölligen Teilstück vom Ammertenpass auf den Gipfel war ich sehr froh, dass wir hier «nur» bergwärts laufen müssen. Das Gelände ist sehr rutschig und bergab ohne Stöcke extrem mühsam zu gehen.

Engstligenalp Wandern
Aufstieg Ammertenpass
Aufstieg Ammertenspitz
Aussicht Ammertenspitz

Unsere Passage über den Aeugi-Lowa-Weg hatten wir so getimt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass uns noch jemand im Aufstieg entgegenkommt, klein ist. Ein guter Entscheid. Kreuzen macht hier nämlich an den meisten Stellen keinen Spass. Ansonsten war ich positiv überrascht, wie gut der Weg unterhalten ist. Die steilsten Stellen werden mit echt komfortablen Eisentreppen überwunden und vielerorts sind zur Sicherung Ketten angebracht. Kraxeleien sind daher kaum nötig (Schwierigkeit T3+/T4).

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist aber definitiv eine Grundvoraussetzung für den Aeugi-Lowa-Weg. Die Wege sind schmal und ausgesetzt. Aus diesem Grund haben wir auch die Kamera auch weggepackt – Sicherheit geht vor. Ich habe unterwegs meinen Routenentscheid keine Sekunde bereut. Im Gegenteil – später genoss ich den Blick vom Traumnest auf den Ammertenspitz umso mehr und staunte, wie elegant sich der Aeugi-Lowa-Weg durch die schroffen Felswände durchschlängelt.

Hahnenmoospass

AusgangspunktBergstation Engstligenalp (1’960 m ü. M.)
Erreichbarkeitmit der Gondelbahn erreichbar
Länge9,5 Kilometer
Höhenmeter↗ 756 m ↘ 768 m
Dauer3:45 h
ZielortHahnenmoospass (1’950 m ü. M.)
VerpflegungBeim Ausgangs- und Zielort (unterwegs keine Verpflegungsmöglichkeiten)

Tag 2 easy Kurzwanderung vom Hahnenmoospass nach Sillerenbühl

Am zweiten Tag stand der Genuss im Vordergrund. Wir folgten dem aussichtsreichen (und lehrreichen) Blumenweg vom Hahnenmoospass zur Bergstation Sillerenbühl. Die Tour könnt ihr auch sehr gut am Ankunftstag im Traumnest (z.B. direkt nach dem Einchecken) unternehmen. Vom Sillerenbühl seid ihr in 40 Minuten (zu Fuss) unten im Geils, von wo aus ihr mit der Gondelbahn wieder auf den Hahnemoospass kommt.

Hahnenmoos Sillerenbühl
Wandern Adelboden
Panorama Adelboden Lenk

AusgangspunktHahnenmoospass (1’950 m ü. M.)
Erreichbarkeitmit der Gondelbahn erreichbar
Länge3,3 Kilometer
Höhenmeter↗ 144 m ↘ 123 m
Dauer1:00 h
ZielortSillerenbühl (1’970 m ü. m.)
VerpflegungBeim Ausgangs- und Zielort (unterwegs keine Verpflegungsmöglichkeiten)

Praktische Tipps für einen Aufenthalt im Traumnest

  • Die Traumnester sind bis zum 16. Oktober 2022 buchbar. Die Kosten betragen in der Nebensaison 470 CHF pro Nacht für zwei Personen bei Doppelbelegung. Während der Hauptsaison (2. Juli bis 28. August) bezahlt man 550 CHF.
  • Im Preis Inklusive ist die Halbpension (Frühstückskorb mit regionalen Produkten und Grillplatte zum Abendessen), Nutzung des Hot Tubs und der Grillhütte, Alpenstrandkorb, Feuerschale, E-Mountainbike- und SUP-Verleih, kostenloser Parkplatz an der Mittelstation in Geils. Weitere Informationen zum Preis und den Inklusivleistungen finden sich auf der Website vom Berghotel Hahnenmoos.
  • Die «Nester» sind perfekt ausgestattet und es fehlt definitiv an Nichts. Vergesst aber nicht, dass sich die Temperaturen auf fast 2’000 Meter über Meer auch im Hochsommer am Abend schnell abkühlen und sich demnach die Mitnahme einer wärmenden Jacke empfiehlt.
Über den Autor

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Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.
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