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Instagram auf Reisen – mein Erfolgsrezept

Um Himmels willen, mit diesem Titel lehne ich mich etwas weit aus dem Fenster, aber das hat einen Grund. Während den letzten Wochen wurde ich vermehrt auf meine Aktivität auf Instagram angesprochen.

„Wie hast du es geschafft, dein Profil so erfolgreich zu betreiben?“
„Woher nimmst du dir denn überhaupt die Zeit, um Bilder auf Instagram hochzuladen?“
„Verrätst du uns deine Tipps und Tricks?“

Eins vorweg, ich habe mich bisher immer davor gedrückt, euch meine Erfolgsrezepte für dies und das aufzuschwätzen, weil ich mich nicht als Experte sehe. Ich habe vor ziemlich genau zwei Jahren aus lauter Neugier mein erstes Bild auf Instagram hochgeladen. Seither sind 1’419 Bilder dazugekommen und Instagram hat sich zu einer meiner liebsten Social Media Plattformen entwickelt, weil sie vielfältiger ist, als manche denken. Deshalb gewähre ich euch heute einen Einblick in meine «Trickkiste» und verrate, welche Tools ich nutze, wie ich meine Bilder bearbeite und welche Leute mich inspirieren.

Mein allererstes Bild – vor ziemlich exakt 2 Jahren auf Instagram gepostet

Hardware – 99% Handyfotos

Von Beginn weg zeigte ich auf meinem Instagram-Profil nur Bilder, die ich mit dem Smartphone gemacht habe. Ich bin aber kein sogenannter «iphonographer», weil ich seit rund 1.5 Jahren mit einem Sony Xperia Z unterwegs bin. Mit der integrierten Kamera bin ich ziemlich zufrieden. Die Kamera hat zwei Mankos. Erstens hat sie tendenziell einen Blaustich, der insbesondere im Winter teilweise störend wirkt und sie macht miserable Nachtbilder.

Wenn ich alleine unterwegs bin, mache ich meistens sowohl mit meiner normalen Kamera als auch mit dem Handy vom gleichen Motiv ein Bild. Das ist zwar etwas umständlich und die Leute verstehen nicht wirklich, wieso man mit zwei Kameras das Gleiche fotografiert, aber dafür habe ich das Bild direkt auf dem Smartphone zur Verfügung. Aber keine Regel ohne Ausnahme – in ganz seltenen Fällen, wenn das Licht beispielsweise Grau in Grau ist, kann es vorkommen, dass ich ein bearbeiteten Bild von der normalen Kamera verwende.

Timing – wann und wie oft?

Ich poste ein bis maximal drei Bilder pro Tag auf Instagram. Selbst wenn ich unterwegs bin, probiere ich, nicht mehr als drei Bilder verteilt über den Tag zu posten. Regelrechte Bilderfluten, weil man gerade ach so viele tolle Dinge gesehen hat, überfordern nur den Stream derjenigen Personen, die einem folgen.

Normalerweise poste ich ein Bild am Morgen und eins am späteren Abend. Wie auf allen anderen Plattformen spielt auch bei Instagram das richige Timing eine Rolle. Im Gegensatz zu Facebook «verschwindet» dein Bild aber nicht plötzlich von der Timeline, sondern wird all deinen Followern angezeigt. Ein Bild, das ich am Morgen poste, erhält in der Regel bis am Abend likes.

Insgesamt «verbringe» ich pro Tag aufsummiert rund eine halbe Stunde auf Instagram.

Bearbeitung – weniger ist oft mehr

Meine liebsten Apps zur Bildbearbeitung sind die VSCO Cam und die integrierten Tools bei Instagram. Mit Snapseed bin ich irgendwie nie richtig warm geworden und Afterlight habe ich selbst noch nie ausprobiert (ist noch nicht für Android verfügbar).

Ich mache die Bilder immer mit der normalen Kamera App und nicht direkt mit der Bildbearbeitungs-App. Habe ich ein Bild, das mir gefällt, dann importiere ich es zuerst in die VSCO Cam. Dort optimiere ich die Helligkeit, den Kontrast und korrigiere allenfalls den Farbton.

Mir persönlich ist es wichtig, dass meine Bilder ähnlich daher kommen. Wenn sich eine Person meinen Feed anschaut, dann soll sie auf einen Blick verstehen, was sie auf diesem Profil erwartet. Daher experimentiere ich auch nicht grossartig mit neuen Bearbeitungs-Stilen.

Sobald das Bild mit der VSCO Cam optimiert ist, exportiere ich es direkt zu Instagram. Dort setze ich meistens den „Lux“ Schalter auf 50% und verwende – falls passend – einen Filter. Mein Lieblingsfilter ist „Valencia“.

Wie so ein Bild vor und nach der Bearbeitung aussieht, habe ich euch hier mit einem Beispiel vom letzten Wochenende illustriert. Eins möchte ich noch loswerden: die Aussage «Filter drauf und das Bild ist schön“ scheint mir falsch. Wie beim Fotografieren mit der normalen Kamera liegt bei mir der Fokus primär darauf, ein gutes Bild zu machen, den Blickwinkel zu schärfen, neue Perspektiven einzufangen. Die Apps und ihre integrierten Filter sind nur noch das fine tuning.

Uneditierte Rohfassung direkt aus der Handykamera

Zermatt-Riffelsee-SonyXZ

Und so sieht das Bild nach der Bearbeitung mit VSCO Cam und Instagram aus

Socialize – wie mache ich auf mich aufmerksam?

Du machst tolle Bilder, aber keiner bemerkt es? Das ist natürlich echt schade. Mein Tipp: bring dich in die Community ein, folge Instagrammern, kommentiere Fotos, die du richtig toll findest (aber vermeide es, spamartig bei jedem Bild ein „wow“ zu hinterlassen) und lerne die Leute hinter den Profilen kennen. Ich habe dank Instagram unglaublich viele tolle Menschen kennengelernt.

Eine weitere Möglichkeit, auf dich aufmerksam zu machen, ist die Nutzung von Hashtags. Setze sie jedoch weise ein und malträtiere keinen Hashtag in dem du sie im falschen Zusammenhang benutzt. Ich persönlich habe festgestellt, dass ich bei einem Einsatz von wenigen wohlüberlegten Hashtags genau gleich viele Likes erhalte wie bei einem masslosen #Hashtagitis.

Bei folgenden Projekten besteht regelmässig die Möglichkeit, dass du bei einem gezielten Einsatz von Hashtags gefeatured wirst und so neue Follower gewinnst:

  • Das Weekend Hashtag Projekt von Instagram. Jedes Wochenende gibt’s eine neue Aufgabe und Instagram präsentiert die besten Bilder am darauffolgenden Montag
  • Auch bei Passionpassport werden regelmässig Bilder gefeatured und spezielle Aktionen durchgeführt

Eine weitere Möglichkeit ist die Teilnahme an sogenannten #instameets, wo sich Instagrammer treffen und gemeinsam Bilder machen.

Wichtig erscheint mir, dass man sich bewusst ist, was für Hashtags man benützt und man die Bedeutung dahinter versteht.  Der gezielte Einsatz bringt den Erfolg.

Inspiration – von den besten lernen

„Aber trifft man nicht auf jeder Plattform auf die gleichen Leute?“, wurde ich vor Kurzem gefragt. Oder in anderen Worten ausgedrückt: Muss ich überall mit dabei sein? Stimmt, nahezu jeder Blogger hat heute ein Instagram-Profil, aber ein sehr grosser Prozentsatz postet darauf entweder a) die genau gleichen Kamerabilder, die er auch auf seiner Facebook-Seite, seinem Google+ Profil und im Blogpost benützt oder b) lauter Schrott (ja genau, Schrott!). Selbstverständlich gibt es auch Blogger, die ein unglaublich kreatives und erfrischendes Instagram-Profil haben. Dazu gehört unter anderem Fee.

Das wirklich Faszinierende an Instagram ist aber, dass sich darauf eine unglaubliche Menge an kreativen Menschen tummelt, die man nur auf dieser Plattform findet und mich inspirieren. Auf Instagram trifft man übrigens nicht nur auf begabte Fotografen, sondern auch auf Storyteller, die zu ihrem Bild gleich noch die Geschichte dazu ergänzen.

Deshalb auch meine Empfehlung an euch: klickt euch durch die „Explore Page“, entdeckt neue Leute, folgt Accounts, die euch begeistern und kümmert euch nicht primär darum, ob euch diese Person zurückfolgt. Und falls ihr Instagram schlichtweg doof findet oder für euch keinen messbaren Nutzen darin findet, dann lasst besser die Finger davon – aber bitte richtig. Weil ich finde nichts schlimmer, als wenn kopflos irgendwelche Plattformen mit Inhalt befüllt werden, nur «um dabei zu sein».

Hier ist eine Auswahl an Instagrammer, denen ich folge, weil sie ihren ganz eigenen Stil gefunden haben und Leute damit inspirieren:

Was bringt mir Instagram?

In erster Linie viel Freude, kreativen Input, Austausch unter Gleichgesinnten, Inspiration. Alles andere ist Beilage.

Über den Autor

Artikel

Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.
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