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Lauterbrunnen – das Tal der tosenden Wasserfälle

„Lauter Brunnen“, schon der Dorfname deutet darauf hin, was die Besucher im engen Seitental des Berner Oberlands erwarten können. Das beschauliche Dorf Lauterbrunnen ist Ausgangspunkt zu den bekanntesten Ausflugzielen der Jungfrau Region. Von hier geht’s auf der einen Seite aufs Schilthorn und auf der anderen Seite mit der Zahnradbahn in Richtung Eiger, Mönch und Jungfrau. Das Tal selbst besticht mit seinen vielen Wasserfällen. 72 sollen es sein.

Als wir in Lauterbrunnen aus dem Zug steigen und einen ersten Blick in das Tal vor uns werfen, erscheint uns aber, als hätte es da weit mehr als 72 Wasserfälle, die die steilen Felswände runterstürzen. Dieser majestätische Anblick bezaubert seit jeher Gäste aus aller Welt. Sowohl der Dichter Goethe als auch John Ronald Reuel Tolkien liessen sich von der Landschaft inspirieren und integrierten die schöne Landschaft in Gedichte und Texte (sowohl im „Hobbit“ als auch im „Herr der Ringe“).

Lauterbrunnen selbst ist heute unter anderem ein beliebter Ausgangspunkt für abenteuerlustige Backpacker und hat als Basejumper-Mekka Berühmtheit erlangt. Für Leute wie uns, die nicht so scharf auf den ultimativen Adrenalin-Kick sind, bietet das Dorf die ideale Ausgangslage für gemütliche Spaziergänge der Weissen Lütschine entlang bis nach Stechelberg. Ganz nebenbei gibt es unterwegs noch zwei imposante Wasserfälle zu bestaunen.

Goethe und der Staubbachfall

Der Erste beschert Lauterbrunnen an windigen Tagen einen feinen Nieselregen. Der Staubbachfall befindet sich am Dorfeingang und ist mit 300 Meter Fallhöhe der zweithöchste Wasserfall der Schweiz. Diesen beeindruckenden Wassermassen, die frei über die Felsen stürzen, hat Goethe sein Gedicht „Gesang der Geister über den Wassern“ gewidmet. Wir lassen es uns nicht nehmen, den schmalen Zickzackweg zum Wasserfall hinaufzusteigen und über die Felsengalerie einen Blick hinter die Wassermassen zu werfen.

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Hinter-dem-Staubbachfall-2

Hinter-dem-Staubbachfall-1

Idylle im Lauterbrunnental

Wasserscheu sollte man dabei aber nicht sein, denn die feinen Wassertröpfchen hinterlassen gnadenlos nasse Spuren auf unseren Kleidern. Weiter geht’s auf dem Teersträsschen an idyllisch gelegenen Chalets vorbei.

Lauterbrunnental-Idylle

Lauterbrunnental-Chalet-2

Lauterbrunnental-Chalet-1

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Lauterbrunnental-2

Lauterbrunnental-4

Lauterbrunnental-Wasserfälle

Hinteres-Lauterbrunnental

Tosende Unterwelt

Bei „Buechen“ zweigen wir nach links in Richtung Trümmelbachfälle ab, die gemäss Bundesinventar ein „Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung“ sind und sich gleichzeitig am Rand des UNESCO Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch befinden. Der Eintritt zum eindrücklichen Naturspektakel kostet für Erwachsene 11 CHF, für Kinder 4 CHF. Von aussen lassen sich die Wassermassen nur erahnen. Das Spezielle an den Trümmelbachfällen ist, dass sich diese im Innern des Felsmassivs vom Schwarzen Mönch befinden und die einzigen zugänglichen unterirdischen Gletscherwasserfälle sind.

Mit einem abenteuerlichen Lift fahren wir in das Felslabyrinth hoch. Die zahlreichen Abstürze sind mit Tunnels, Galerien, Wegen und Plattformen erschlossen. Die sprudelnden Wassermassen stürzen an diesem Tag mit einer solchen Kraft in die Tiefe, dass ich an manchen Stellen das Gefühl habe, direkt vor einer brechenden Riesenwelle zu stehen und nächstens runtergedrückt werde.

Es ist unglaublich schwierig, die rohe Schönheit und beeindruckenden Ausmasse dieses Ortes in Bildern festzuhalten. Das sollte man definitiv selbst vor Ort erleben. Wir haben in Norwegen ab den zig beeindruckenden Wasserfällen noch darüber gewitzelt, dass sich das Lauterbrunnental nun kräftig anstrengen muss, um Norwegen zu übertrumpfen. Doch wer die Trümmelfälle live erlebt hat, der weiss dass das Lauterbrunnental zu Recht als DAS Tal der Wasserfälle gilt. So viel Kraft an einem Ort – ich bin nach dem Rundgang pudelnass und sprachlos!

Lauterbrunnental-Wandern

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Der Weissen Lütschine entlang nach Stechelberg

Auf dem letzten Kilometer bis nach Lengwald, wo wir mit der Seilbahn nach Mürren hochfahren, erspähen wir dann tatsächlich noch den einen oder anderen Basejumper in der Luft. Der Spaziergang durchs Lauterbrunnental dauert bei gemütlichen Tempo rund zwei Stunden und ist mehrheitlich flach. Wer die Abgeschiedenheit sucht, der wird im Hinteren Lauterbrunnental – hinter Stechelberg – fündig. Hier wartet ein Naturparadies auf ambitionierte Wanderer.

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lauterbrunnen-Basejumping

Hinweis: Mein Besuch im Lauterbrunnental wurde von der Jungfrau Region unterstützt. Vielen Dank hierfür! Meine Leser dürfen wie immer sicher sein, dass ich stets meine Ansichten und Begeisterung vertrete.

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