Mein Siegeszug in Windermere
„You won the battle for the table my love“

Um eine Nasenlänge habe ich das daherschlendernde Ehepaar auf den letzten Metern überholt – unwissend, dass diese das gleiche Ziel anvisierten – und kann mein Glück kaum fassen. Ich meine, welches Restaurant zieht beim gleichzeitigen Eintreten von zwei Parteien – eine davon zu zweit – die Einzelperson vor? Und gratuliert danach noch so charmant zum „gewonnen“ Sitzplatz?

Das Restaurant Wild & Co hatte ich bereits auf der Hinfahrt nach Bowness-on-Windermere durchs Busfenster erspäht und ihr könnt mir eins glauben – ich habe einen untrüglichen Blick für Geschmacksvolles. Die chicen (und meist teuren) Dinge springen mir förmlich ins Auge, und wenn ich mal was Tolles entdeckt habe, dann will ich auch unbedingt dorthin. Nach einem eher durchschnittlichen Ausflug in den Lake District, war das Wild & Co mein Rettungsanker. Respektive Grund genug, um die doch fünf stündige Zugfahrt von Liverpool nach Windermere und zurück als Tagesausflug zu rechtfertigen.

Bestellt habe ich mir je einen Luscombe Organic Drink Wild Elderflower Bubbly und Hot Ginger Beer (ich konnte mich nicht entscheiden) und Mrs Kirkhams Cheese Scone with today’s soup, an apple  & more Lancashire cheese für £6.95 und schwebte danach im siebten Schlemmerhimmel. Im Ernst, wo bekommt man schon ein so simples, leckeres Mittagessen?

Wild-and-Co-Restaurant-Windermere Wild-and-Co-Cheese-Scone

ein Nase voll Lake Distric

„Soviel wie möglich von England sehen“, das hatte ich mir für meine Woche Liverpool vorgenommen. Nach einem äusserst erlebnisreichen Tagesauflug nach Wales, fiel die Wahl für den zweiten Tagesausflug auf den Lake District. Doch diesmal nicht organisiert, sondern alleine mit dem öffentlichen Verkehr. Im Nachhinein zugegebenermassen eine Schnapsidee.

Der Nationalpark erstreckt sich über Fläche von rund 2‘000 km2 und der schönste Teil der Seen- und Berglandschaft liegt im Bereich der Cumbria Mountains. Ich erhaschte an diesem Tag nur einen klitzekleinen Eindruck vom grössten natürlichen See Englands, dem Windermere. Die Idee, eine ausgiebige Wanderung dem See entlang zu unternehmen, musste ich bald einmal verwerfen. Denn schon nur bis ich einen vernünftigen Zugang zum Wanderweg am Seeufer entlang erreicht hatte, war der halbe Tag bereits um. Hier wäre es definitiv von Vorteil, wenn man entweder mit einem fahrbaren Untersatz unterwegs ist, oder genügend Zeit mitbringt. Mir fehlte leider beides und so befand ich mich nach einem kurzen Marsch, einem anschliessend Bummel durch die beiden Ortschaften Windermere und Bowness-on-Windermere inklusive Stopps in süssen Shops und dem kulinarischen Halt bei Wild & Co bereits wieder im Zug Richtung Liverpool. Zumindest durchs Zugfenster bekam ich dann noch die volle Dosis englische Landschaftsidylle mit auf den Weg.

Mein Fazit des Tages war einerseits, dass ich irgendwann mit mehr Zeit im Gepäck in die Gegend zurückkehren werde und dass sich das Städtchen York als Tagesausflug ab Liverpool wohl besser geeignet hätte. Tja.

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Anita Brechbühl

Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.

Kommentare

  • Stefanie Juli 11, at 06:14

    Ach, wie toll, Anita! Dein Beitrag hat gerade so schöne Erinnerungen in mir geweckt. Windermere war auch unser Einstieg in den Lake Disctrict - wir waren im März fünf Tage dort. Das reichte übrigens auch nicht, um alles zu sehen, was man gern gesehen hätte. Ich kann den März als Reisezeit echt empfehlen. Es ist noch nicht so voll und das Wetter (angeblich) sehr stabil. Wir hatten jedenfalls keinen Regentag. Und die berühmten Daffodils blühten. Liebe Grüße, Stefanie

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    • Anita Brechbühl Juli 12, at 16:39

      Danke dir Stefanie! Wir besuchen den Lake District bestimmt wieder einmal und ich kann mir gut vorstellen, dass der Frühling reizend ist :)

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