Riga-Tallinn: Roadtrip mit dem neuen Ford Kuga

Riga-Tallinn: Roadtrip mit dem neuen Ford Kuga

Mit einer Flotte brandneuer Ford Kuga Modellen quer durch Europa von Griechenland bis ans Nordkap. Eine ziemlich verrückte Idee. Die Reise, die sich über mehrere Wochen hinzog, wurde in Etappen unterteilt und auf jeder Teilstrecke hatten Journalisten, Blogger, Instagrammer und Youtuber die Gelegenheit, die neuen Fahrzeuge ausgiebig zu testen.

Mitten in Zürich wohnend, besitze ich zwar Führerschein, aber kein eigenes Auto. Nachdem ich einige Jahre lang kaum mit Autos unterwegs war, habe ich es im Verlauf der letzten drei Jahre auf Roadtrips und für den Warentransport bei grossen Fotoshootings schätzen gelernt. Und so freute ich mich über die Gelegenheit, im Rahmen dieser Präsentationstour den Ford Kuga, dessen Schweizer Markteintritt auf anfangs 2017 geplant ist, auf der Etappe Riga-Tallinn auszuprobieren. Uns erwartete ein Roadtrip entlang der Bucht von Riga bis in die Hauptstadt Estlands, die uns bei einem Kurzbesuch vor drei Jahren begeisterte.

Tag 1: Riga – Pärnu

Nach einem verregneten Wochenende in Göteborg flog der Freund zurück in die Schweiz und ich hüpfte über die Ostsee nach Riga. Die Freude bei der Ankunft galt dem vielen Neuschnee, den Frau Holle pünktlich auf unseren Roadtrip organisierte. Mir macht Autofahren auf verschneiten Strassen bekanntermassen besonders Spass. Nach einer kurzen Nacht im Radisson Blu mitten in der Stadt mit tollem Panoramablick auf die gegenüberliegende Russisch-orthodoxe Geburtskathedrale und einer kurzen Präsentation der Fahrzeugflotte und den Teilstrecken werden wir in Fahrgemeinschaften aufgeteilt. Mark aus Italien und ich schnappen uns ein weisses Premium «Vignale» Modell mit Automatikgetriebe. Auch wenn ich in den vergangenen drei Jahren mit verschiedenen Autos unterwegs war, hatten sie eins gemeinsam: Ich mietete immer Automatik. Unter all diesen Autojournalisten war ich wahrscheinlich die Einzige, die sich im Vorfeld vor allem über eins Gedanken machte: was, wenn ich mit Handschaltung fahren muss? Klar habe ich vor zehn Jahren meine Autoprüfung mit Handschaltung gemacht. Aber ob ich den «Schleifpunkt» nach fünf Jahren Automatik noch auf Anhieb finden würde… ich bezweifle es.

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Rasanter Boxenstopp

Der Roadtrip führt uns von Riga ins Landesinnere nach Sigulda aka «Lettische Schweiz». Das Navi zickt im ersten Moment (selbstverständlich mitten im Morgenverkehr von Riga), doch nach zwei Ehrenrunden erwischen wir die richtige Stadtausfahrt. Von der schönen Hügellandschaft bekommen wir aufgrund des wolkenverhangenen Himmels leider wenig zu sehen. Dafür steht in Sigulda eine Mutprobe auf dem Programm. Achterbahnen und Co. sind mir ein Graus, aber mein Copilot Mark kann mich überzeugen, die Fahrt auf der Bob- und Rennschlittenbahn Sigulda dennoch anzutreten. Zwischen den Trainingsfahrten der chinesischen, kasachischen und lettischen Profisportler betreten wir mit einem Helm ausgerüstet den Eiskanal – als wäre es ein Cool Runnings Dreh. Während wir mit 125 km/h die 1’200 m und 16 Kurven hinunter rasen, bleibt keine Zeit für Angst. Es gilt den immensen Beschleunigungskräften mit aller Konzentration die Stange zu halten.

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Tagesziel Hedon Spa in Pärnu

Nach 45 Sekunden ist das Ziel erreicht. Wir steigen mit wackligen Beinen aus dem Schlitten und sind insgeheim alle froh, in die bequemen Autositze zurückzukehren. Der Roadtrip geht weiter Richtung Estland. Das Tagesziel Pärnu liegt 170 Kilometer nördlich von Sigulda am Meer. Wir verlassen die Autobahn und folgen den schneebedeckten Landstrassen Richtung Saulkrasti. Hier kommt uns der integrierte intelligente Allradantrieb zugute. Ich muss kein spezielles Knöpfchen drücken, der läuft automatisch mit und unterstützt den Radantrieb je nach Situation. Schlitterfrei erreichen wir die Küste, wo wir nach der berühmten weissen Düne Ausschau halten. Weiss ist es weit und breit – die richtige weisse Düne verpassen wir aber leider um vier Kilometer. Auch wenn ich kein Autoprofi bin, schätze ich beim Ford Kuga die gute Sicht in alle Richtungen. Gewöhnungsbedürftig war zu Beginn die sensible Reaktion vom Bremspedal. Copilot Mark übernimmt auf dieser Etappe den DJ Job und reizt das Soundsystem von Sony aus. Fazit: Last Christmas in voller Lautstärke tönt hervorragend. Zwischen Saulkrasti und Pärnu gibt es entlang der Küste einiges zu sehen. Der beissende Wind und das fehlende Sonnenlicht halten uns aber von allzu langen Erkundungstouren ab. Wir machen einen kurzen Abstecher ins Dorf Vecsalaca, das idyllisch am Ufer des Flusses Salaca liegt, und erkunden Häädemeeste, wo eine schöne Kirche steht.

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Kurz vor der Abenddämmerung erreichen wir das Hedon Spa Hotel in Pärnu. Die Hotelanlage liegt inmitten einem grossen Park direkt am Strand. Der alte Gebäudekomplex wurde mit einem gelungenen Neubau ergänzt. Ich war positiv überrascht ab den modernen Zimmern und dem grosszügig gestalteten Foyer. Hier hätte ich es zwei, drei Tage länger ausgehalten. An wärmeren Tagen zieht die Strandpromenade von Pärnu viele Besucher an.

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Tag 2: Pärnu – Tallinn

Nach einer erholsamen Nacht erwache ich mit einem leicht steifen Nacken. Bobfahren will gelernt sein. Heute wird uns ein Ford Kuga der sportlichen ST-Line zugeteilt. «Leider» ist es mit Handschaltung. Ich überlasse somit Mark das Steuer und übernehme das DJ-Pult. Von der Innenausstattung her ist es reduzierter als das Vignale-Modell. Die schnurgeraden 130 Kilometer von Pärnu nach Tallinn bieten nicht das ideale Terrain, um die fahrdynamischen Qualitäten auszureizen. Ich hätte das Auto gerne auf einer kurvenreichen Passstrasse ausprobiert (aber nur, wenn ich mich zuerst auf einem menschenleeren Parkplatz an den Schleifpunkt herantasten könnte).

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Das Fazit nach diesen zwei Tagen unterwegs mit Ford:

  • Ich hörte offiziell das erste Mal «Last Christmas» in diesem Jahr.
  • Mein italienischer CoPilot Mark fuhr überraschend sittsam.
  • Der Ford Kuga punktet bei mir mit bequemen Sitzen, viel Platz und einem guten Strassenüberblick.
  • Er fährt gut und stabil auf schneebedeckten Strasse (ideal für einen Winter Roadtrip).
  • Der Tote-Winkel- Assistent mit integrierten LED-Warnleuchten in den Aussenspiegeln ist sehr hilfreich.
  • Mit Ausnahme der Überlandstrecke von Sigulda nach Saulkrasti erinnerte mich die Strassenführung an Finnland: viel Tannen und schnurgerade Strecken
  • Leider blieb keine Zeit, um Riga zu entdecken. Wir kommen wieder!

Hinweis: an dieser Pressereise habe ich auf Einladung von Ford Schweiz teilgenommen. Alle Eindrücke/Meinungen sind wie immer die meinen.

Kommentare

  • Janett November 17, at 14:19

    Du bringst mich gerade auf eine Idee. Nächstes Jahr will ich mit den Mädels nach Tallinn und wir sind schon am überlegen, wie das sinnvoll klappt. Einen Roadtrip haben wir aber noch nie in Betracht gezogen. Eine Option die ich mir jetzt ernsthaft durch den Kopf gehen lasse. Danke!

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    • Anita Brechbühl November 17, at 14:37

      Also die Strecke ist super zu fahren und es gibt unterwegs einige spannende Orte :) Ich habe da ja diese verrückte Idee im Kopf mal durch Polen, Litauen und Lettland bis nach Riga zu fahren (den Abschnitt danach, hätte ich ja jetzt bereits im Kasten :D)

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