Sonne, Schnee und warmes Wasser – Best of Heidiland

Sonne, Schnee und warmes Wasser – Best of Heidiland

Nachdem ich so begeistert vom Skigebiet Flumserberge war, habe ich eine zweite Entdeckungsreise ins Heidiland unternommen. Diesmal war für den wohl schönsten und kältesten Tag dieser Wintersaison zuerst Schlitteln am Pizol und danach Wellness-Entspannung in der Tamina Therme in Bad Ragaz geplant. Zuerst frische Luft, Sonne und sportliche Aktivität, um sich danach durch das 36.5° C warme Wasser treiben zu lassen – tönt doch nach einem perfekten Sonntagsprogramm, oder etwa nicht?

Die Talstation Pizol-Wangs ist ab dem Bahnhof Sargans in wenigen Minuten bequem mit dem Bus erreichbar. Von dort aus geht es mit der Gondelbahn hoch bis zur Bergstation Furt (Einzelfahrt 17 CHF / Tageskarte 32.50 CHF). Oben angekommen mussten wir zuerst im Sportshop Wachter einen Schlitten mieten (Kosten 12 CHF). Wir waren leicht enttäuscht, dass keine Holzschlitten mehr zur Verfügung waren und wir uns mit einem Plastikschlitten begnügen mussten. Tja, das absolut fabelhafte Wetter tröstete schnell über diese Tatsache hinweg und wir genossen erst einmal das phänomenale Bergpanorama.

Pizol Begstation Furt Aussicht Pizol Churfirsten Pizol Winterlandschaft

Der Schlittelweg führt von Furt 3.5 Kilometer bis zur Mittelstation Maienberg und bei guten Schneeverhältnissen weitere 3.5 Kilometer bis zur Talstation Wangs. Leider verpasste ich es, das Schild mit dem Hinweis „der zweite Abschnitt (Maienberg-Wangs) ist nur für geübte Schlittler“ zu lesen. Somit machten wir uns frisch fröhlich auf den Weg. Der Schlittelweg führt ziemlich rassig den Wald hinunter und quert an einem Punkt die Skipiste. Der zweite Abschnitt war dann tatsächlich eine nervliche Herausforderung. An einigen „Steilhängen“ bekam ich regelrecht die Krise, aber das liegt vielleicht auch an meinem hohen Angsthasen-Potenzial. Aus diesem Grund machten wir dann die beiden folgenden Abfahrten jeweils nur bis zur Mittelstation Maienberg, da ich mich standhaft weigerte, nochmals den zweiten Abschnitt bewältigen zu müssen. Viel mehr möchte ich dazu gar nicht sagen – seht selbst im Video wie rasant es zu und her geht und wie ich im Schnee ende…

Tipp: Für diejenigen, die am Sonntag nicht so früh aufstehen möchte lohnt es sich, erst gegen 13:00 Uhr anzureisen – das Nachmittagsticket kostet nur 23 CHF.

Nach drei Abfahrten fuhren wir mit dem Bus zurück nach Sargans und von dort aus mit dem Zug 5 Minuten nach Bad Ragaz. Die Tamina Therme liegt etwas ausserhalb vom Zentrum und der Fussmarsch vom Bahnhof dauert rund 30 Minuten (alternativ Bus in Richtung Vättis, Post). Die Geschichte des körperwarmen Quellwassers der Taminaschlucht geht weit zurück. 1872 wurde die Tamina-Therme als erstes Thermalwasser-Hallenbad eröffnet und gehört seither zu den bedeutenden Kurorten von Europa. Gleich neben der Therme befindet sich übrigens das exquisite Grand Resort Bad Ragaz.

TaminaTherme Gebäude TaminaTherme

Die Therme präsentiert sich seit zwei Jahren im neuen Look und erhielt dafür die renommierte Prix Lignum 2012 Bronze Auszeichnung für hochwertigen und zukunftsweisenden Einsatz von Holzbau. Mir persönlich gefällt der Bau sehr gut. Der grosszügige Einsatz weisser Farbe strahlt eine ruhige Eleganz aus und lädt so richtig zum Entspannen ein. Nebst einem 34° C Aussenbad hat es im Inneren eine vielfältige Badelandschaft. Wir genossen die verschiedenen Massagedüsen im Attraktionsbad sowie das Sprudelvergnügen im 36.5° C warmen Sprudelbad und wechselten mutig von der Warmwassergrotte 39° C zu der Kaltwassergrotte 17° C (brrr…). Nach zwei Stunden waren alle Schlittel-Verspannungen gelöst und die Frostbeulen aufgeweicht und nach einem kurzen Snack in der Therme machten wir uns auf den Heimweg.

Der Eintrittspreis – 32 CHF für zwei Stunden – ist im Vergleich mit anderen Thermalbädern absolut im Rahmen. Für mich ist die Tamina Therme eine der schönsten und vielfältigsten Thermen, die ich bisher besucht habe und somit beide Daumen hoch für das Badeerlebnis! Einziger Negativpunkt: Die Tamina Therme liegt im Winter in einem ziemlichen Schattenloch. Gerne hätte ich doch im Aussenbad den prächtigen Sonnenschein genossen…

Anita Brechbühl

Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.

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