Walig Hütte: urchige Gstaad Palace Dépendance

Walig Hütte: urchige Gstaad Palace Dépendance

Das Gstaad Palace, das sich auf einem Hügel oberhalb vom Dorfkern von Gstaad mit seiner extravaganten Bauweise von dem einheitlichen Dorfbild abhebt, ist eine Schweizer Hotelikone. Dementsprechend hoch ist unsere Freude, hinter die Kulissen des legendären Hotels zu blicken und gleichzeitig noch eine andere Seite vom Gstaad Palace kennenzulernen. Die urchig, romantische Walig Hütte, die gut 600 Höhenmeter weiter oben in der Bergwelt liegt und mit einem phänomenalen Panorama über das Saanenland punktet. Ein Alphüttenerlebnis der Extraklasse.

Gstaad-Palace

Seit 1913 brilliant

Unser Wochenende beginnt auf 1’050 Meter über Meer im einzigartigen Ambiente vom Gstaad Palace. Hier, auf einem Hügel an privilegierter Lage oberhalb von Gstaad, empfängt das Hotel seit über 100 Jahre Gäste aus aller Welt und hat sich in dieser Zeit einen exzellenten Namen für Gastfreundschaft und Diskretion gemacht. Egal ob Promi oder nicht, alle Gäste werden gleich freundlich und zuvorkommend willkommen geheissen. Und so startet unser erster Tag im Gstaad Palace mit einem herrlichen Blick auf die Bergwelt und einem Frühstück draussen auf der Terrasse.

Gstaad-Palace-Sonnenaufgang Gstaad-Palace-Fruehstueck

Auch wenn das Haus viele Jahre auf dem Buckel hat, wird stetig in die Erneuerung des Interieurs investiert. Ungefähr alle vier Jahre werden die Zimmer und Suiten zeitgemäss erneuert. Für kleinere Reparaturarbeiten hat das Gstaad Palace nach wie vor eine Hausschreinerei, die wir auf einem Kurzrundgang hinter die Kulissen kennenlernen. Mich begeistert die Farbkonzeption von unserem Deluxe Zimmer – schöne Musterkonzeptionen mit passend platzierten Farbtupfer. Bemerkenswert finde ich, dass für Stammgäste neu hergerichtete Zimmer für die Dauer des Aufenthalts dem ursprünglichen Look zugeführt werden, wenn das vom Gast gewünscht wird. Hierfür gibt es ein extra Lager mit alten Möbelstücken und Tapeten.

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Drei, zwei, eins – ab in die Berge

Sommer in Gstaad bedeutet raus in die Natur. Rund um das Gstaad Palace locken zahlreiche Wanderwege und Berggipfel sowie die idyllischen Dörfer des Saanenlandes. Uns zieht es als Erstes auf den Wasserngrat. Da für den nächsten Tag eine längere Wanderung vorgesehen ist, lassen wir das Wochenende gemütlich angehen und fahren mit dem Sessellift auf den «Gipfel des Genusses». Das von den Brüdern Nik und Simon Buchs geführte Bergrestaurant Wassergrat hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel für Feinschmecker gemausert. Der Freund bestellt Käseschnitte. Ich entscheide mich für Pilztoast. Eine gute Wahl! Als Zugabe gibt es von der Restaurantterrasse diesen herrlichen Ausblick über Gstaad. Meiner Ansicht nach erfüllt der Wasserngrat locker alle Komponenten für einen genussreichen Nachmittag in den Bergen.

Gstaad-Berner-Oberland Aussicht-Wasserngrat-Gstaad Restaurant-Wasserngrat-Gstaad

Entspannen und Geniessen

Zurück im Gstaad Palace geht das Geniessen in die nächste Runde. Mich erwartet eine entspannende Jardin des Monts Massage im Palace Spa. Die herrlich duftenden Massageöle stammen vom Bergkräutergarten am steilen Südhang oberhalb der Gemeinde Rossinière im Pay d’Enhaut. Nach den vielen Wanderungen in diesem Sommer eine Wohltat für meine versteiften Muskeln. Der Freund arbeitet derweil an seiner Sommerbräune in der weitläufigen Gartenanlage rund um das Gstaad Palace. Dazu gehört ein öffentliches Freibad mit einem 50-m-Schwimmbecken.

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Abgerundet wird der rundum schöne Tag mit einem Apéro auf der Terrasse und einem feinen Abendessen im «Le Grand» Restaurant. Die Küche ist bodenständig und überrascht mit grossen Portionen. Am Samstagabend wird jeweils ein grosses Buffet aufgetischt. Die Halbpensionsgäste können frei zwischen dem Menüvorschlag und à la carte wählen. Der Küchenchef erfüllt auch gerne individuelle Wünsche, die nicht auf der Karte stehen. Wir halten uns an die à la carte Vorschläge und bestellen einmal Tartar sowie eine Mango-Avocado-Burrata Kombination zur Vorspeise. Als Hauptgang entscheide ich mich für Forelle an einer Haussauce.

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Urchig schönes Alphüttenleben

Am nächsten Tag ist ein Kontrastprogramm angesagt. Früh schultern wir den Rucksack und machen uns zu Fuss auf den Weg zur Walig Hütte. Das Gstaad Palace hat die urchige Alphütte aus dem 18. Jahrhundert wunderschön hergerichtet und bietet sie als Hideaway für Essen oder Übernachtungen (maximal zwei Personen und zwei Kinder) an. Das Besondere ist die Authentizität des Ortes. Auch wenn die Hütte sanft renoviert wurde, gibt es nach wie vor nur kaltes Wasser, einen Kochherd, der mit Holz geheizt wird und ein Plumpsklo, wie man es von einfachen Alphütten kennt.

Wir wandern via Col du Pillon und Arnensee bis zur Vorderen Walig und erreichen die Hütte gegen den frühen Abend. Was für ein Postkartenblick! Vor der Hütte weiden die Kühe, dahinter in der Ferne erblicken wir Gstaad und direkt vor uns präsentiert sich der mächtige Gipfel vom Spitzhorn.

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Für unser leibliches Wohl sorgt an diesem Abend Maurizio, der im Sommer zwischen dem Hotel und der Walig Hütte hin und herpendelt, um den Gästen ein einmaliges Hüttenerlebnis zu bieten. Eine Alpnacht auf der Walig Hütte gibt es inklusive 3-Gang-Abendessen nach Wunsch des Gastes. Nicht alles ist auf dem Holzofen gleich einfach zuzubereiten. Wir halten es klassisch und starten mit einem feinen Plättli, gefolgt von einem würzigen Fondue. Zur Abrundung – und meiner Begeisterung – tischt Maurizio zum Dessert frische Waldbeeren mit Crème double auf. Die hatte ich nämlich auf dem Frühstücksbuffet am Vortag vermisst.

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Nach einer kurzen Instruktion, wo sich die Kühlbox mit unserem Frühstück befindet und wie wir auf der Hütte Kaffee zubereiten können, lässt uns Maurizio mit einem «Gute Nacht» alleine auf der Hütte zurück. Zu viel Schlaf kommen wir in dieser Nacht allerdings trotz wunderbar kuscheligem Bett nicht. Zuerst hält uns der sternenübersäte Nachthimmel vom Schlaf ab und bald darauf lockt das Farbenspiel des frühen Morgens. Und zum Frühstück gibt es die Resten des Doppelrahms vom Vorabend – kleine, grosse Glücksmomente. Die Walig Hütte lässt uns wohl noch in vielen Jahren von diesem einzigartigen «Glamping» Erlebnis im Berner Oberland schwärmen.

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Weitere Tipps und Infos rund um das Gstaad Palace

  • Eine Übernachtung im Classic Doppelzimmer inkl. Halbpension kostet ab rund 700 CHF pro Nacht/Zimmer
  • Eine Übernachtung inkl. 3-Gänge-Abendmenü in der Walig Hütte kostet ab 1’600 CHF für max 2 Personen und 2 Kinder (die Walig Hütte hat nur ein Schlafzimmer – wer dort übernachtet, geniesst die Hütte für sich alleine)
  • Gstaad bietet in den Sommermonaten zahlreiche spannende Events
  • Eine Routenalternative zu unserer Col du Pillon-Arnensee Tour führt vom Lauenensee via Walliser Wispile und Gsteig zur Vorderen Walig (rund 1’100 Höhemetern und 5.5 Stunden Gehzeit)
  • Ebenfalls eine schöne Wanderung führt via Launensee zum Geltenschuss

Das Gstaad Palace hat uns zu diesem Aufenthalt eingeladen. Alle Eindrücke / Meinungen sind wie immer unsere eigenen.

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