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Freizeitaktivitäten rund um Zürich – 10 Ideen für deinen nächsten Ausflug

Es ist mal wieder an der Zeit für eine frische Ladung Freizeittipps für die Limmatstadt; und zwar habe ich mich in den letzten Monaten auf die Suche nach spannenden und abwechslungsreichen Freizeitaktivitäten in und rund um Zürich begeben mit dem Ziel, euch mit neuen Ideen und Tipps zu versorgen, die keine Unsummen kosten, möglichst allwettertauglich sind und sich gleichzeitig mit der aktuellen Situation vereinbaren lassen. Herausgekommen ist eine bunt durchmischte Ideenliste mit Freizeitaktivitäten, die all eure Sinne (heraus-)fordern werden.

1. Urban Golf Winterthur

Draussen – mit genügend Platz – und ganz ohne elitäre Platzreife; dieses Setting bietet euch der Urban Golf Parcours in Winterthur. Gleichzeitig lässt sich hier das Golfen mit Sightseeing kombinieren. Dies war für mich der ausschlaggebende Punkt, wieso wir uns an einem kühlen, aber sonnigen Novembermorgen auf den Weg nach «Winti» gemacht haben. Der Parcours startet beim Skills Park auf dem Lagerplatz mitten im einstigen Industrieareal des Sulzer-Konzerns. Das umgenutzte Sulzer-Areal ist mit seiner Architekturvielfalt per se schon einen Streifzug wert, «golfend» macht es aber gleich doppelt Spass.

Im Skills Park erhält man Golfschläger, Bälle sowie die Informationen zum Spielablauf als auch zur Lage der neun Standorte der Urban-Golf-Bahnen (15 CHF für Erwachsene, 10 CHF für Kinder, Studierende). Diese verteilen sich im Stadtgebiet und erfordern jeweils einen Fussmarsch von 5 bis 7 Minuten, um von einem zum nächsten Posten zu gelangen. Die perfekte Gelegenheit, um Winterthur etwas besser kennenzulernen und einige «versteckte» Ecken wie die Aussichtsterrasse des Rosengartens zu entdecken. Für den Parcours sind rund drei Stunden einzuplanen.

Und wer nach der Urban Golf Runde noch nicht genug von Winterthur hat, der findet im Blog von Mus.er.me.ku weitere Tipps zu Sehenswürdigkeiten und interessanten Museen.

Urban Golf Winterthur

2. Krimitrail Zürich

Wer begibt sich auch gerne ab und an auf eine Schnitzeljagd? Die Foxtrails, als vermutlich bekanntester Anbieter in diesem Segment haben ihre Palette in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut und so besteht auch für Zürich eine Auswahl an kniffligen Rätseln. Die Foxtrails sind aber nicht gerade günstig. Wer in Zürich zu zweit einen Trail absolvieren möchte, zahlt (je nach Trail) zwischen 50 bis 65 CHF. Eine günstigere Option bieten hier die Krimi Trails. Auch diese sind zwischenzeitlich für verschiedene Schweizer Städte im Angebot.

Für Zürich gibt es sowohl einen Krimi-Trail für Erwachsene als auch einen für Kinder. Zudem gibt es auch Trails, die sich zu Hause (also ohne verlassen der Wohnung) lösen lassen. Die Krimi-Trails kosten 25 CHF (Stückpreis für bis zu 5 Personen) und sind somit eine Portmonnaie-freundliche Option für alle Rätsel-Fans. Wir haben an einem trüben Sonntagmorgen den Krimi-Trail «Raubüberfall im Niederdörfli» ausprobiert und dabei nicht nur den Täter überführt, sondern auch noch die eine oder andere «neue» Ecke in der Zürcher Altstadt entdeckt.

Krimitrail Zürich

3. Schloss Kyburg

Der Besuch des hoch über der Töss thronenden Schloss Kyburg unweit von Winterthur garantiert ebenfalls unterhaltsame Stunden für Gross und klein. Im Schloss befindet sich das älteste Burgmuseum der Schweiz, welches der über 1’000-jährigen Geschichte der Herrscherinnen und Herrscher Kyburgs gewidmet ist. Das Museum lässt sich individuell mittels Audioguide erkunden.

Falls ihr den Abstecher zum Schloss Kyburg mit einem kurzweiligen (und lernreichen) Spaziergang kombinieren möchtet, dann kann ich euch als Ausgangspunkt den Bahnhof Sennhof empfehlen. Hier folgt ihr dem Wegweiser Richtung Kyburg. Der Wanderweg folgt zuerst der Töss bis ihr auf der Höhe «Oberes Leisental» die Töss überquert und über die steile «Chilestapfete» 150 Höhenmeter direkt zu den Schlossgemäuern hinauf geleitet werdet (Achtung: Euch erwarten 420 nicht kinderwagentaugliche Stufen!). Dadurch, dass die Chilestpafete zugleich ein Waldlehrpfad ist, lassen sich die Höhenmeter etwas rascher überwinden – sie gehen bei der Suche nach dem nächsten beschrifteten Baum nämlich fast in Vergessenheit. Für diese Kurzwanderung von 2.9 Kilometer Länge ist rund eine Stunde Gehzeit einzuplanen.

Kyburg Sennhof Wanderung
Kyburg

4. Baummuseum & Holzbrücke in Rapperswil

Ein besonderes «Outdoor» Museum findet sich bei Rapperswil-Jona. Hier öffnete «Bäumesammler» und Landschaftsarchitekt Enzo Enea 2010 die Türen zu seinem Baummuseum. Eingebettet in eine 75’000 m2 grosse Parkanlage lassen sich hier nicht nur exotische (und teils auch uralte) Bäume bestaunen, sondern auch eine kuratierte Auswahl zeitgenössischer Skulpturen von international bekannten Künstlerinnen und Künstler bewundern.

Durch die etwas «abgelegene» Lage im Industriegebiet Buech (Jona) ist es wohl nicht vermessen zu sagen, dass der Besuch des Baummuseums als «Geheimtipp» bezeichnet werden kann. Die Besichtigung der Parkanlage nimmt rund eine Stunde in Anspruch. Wer den Museumsbesuch am Nachmittag ansetzt, der kann im Anschluss direkt vom Baummuseum aus dem Uferweg (Zürichsee-Rundweg, Etappe 6) entlang bis zum Holzsteg Rapperswil-Hurdern wandern. Ein toller Ort, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu geniessen.

Rapperswil Holzsteg

5. Kulturweg Baden

Der Kulturweg Baden ist die passende Freizeitaktivität für alle, welche die Kombination aus «Draussen sein und Kunst angucken» mögen. Der 7.5 km lange Rundweg startet bei der gedeckten Holzbrücke (Burg Landvogteischloss) und führt von dort bis zum Kloster Wettingen und dann via Alte Zollbrücke am gegenüberliegenden Limmatufer retour an den Ausgangspunkt. Unterwegs passiert man 25 Kunstwerke von zeitgenössischen Künstlern, die teils wie selbstverständlich in der Landschaft stehen (und dementsprechend leicht zu übersehen sind) und teils extravagant herausstechen.

Mein Favorit ist die Moos-Beschriftung von Künstler Daniel R. Hunziker – aber auch Fans von Roman Signer kommen unterwegs auf ihre Kosten. Der Kulturweg ist mittels Stelen ausgeschildert. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Flyer mit den Standorten und Erläuterungen zu den Kunstwerken auf der Website herunterzuladen. Einst gab es noch eine App, diese ist jedoch nicht mehr aktiv und wird durch eine mobile Website ersetzt werden.

Kulturweg Baden Spaziergang

6. Naturzentrum Thurauen

Du möchtest in deiner Freizeit mehr über die Flora und Fauna des Kantons Zürichs lernen? Dann kann ich dir den Besuch des Naturzentrums Thurauen ans Herz legen. Hier erfährt man in einer interaktiven Ausstellung viele spannende Fakten über Auenlandschaften und wie der einst begradigte Flusslauf der Thur «wiederbelebt» wurde. Je nach Jahreszeit lädt der Erlebnispfad beim Naturzentrum dazu ein, Libellen, Molche, Frösche und Ringelnattern zu beobachten. Ein kurzweiliger Nachmittag ist garantiert!

Einen Tipp, wie ihr den Abstecher ins Naturzentrum Thurauen mit einer abwechslungsreichen Wanderung auf der Via Rhenana kombinieren könnt, findet ihr in diesem Beitrag: Wanderung durchs grösste Auengebiet des Mittellandes

Thurauen Flaach

7. Legionärspfad Windisch

Ich habe mich ja damals in der Sekundarschule freiwillig für Latein (anstelle von Handarbeiten) entschieden und auch später im Gymnasium als Freifach bis zum bitteren Ende (aka Maturprüfung) durchgehalten. Mein Interesse galt dabei weniger der Sprache, sondern vielmehr den damit verbundenen Geschichten. Diese Faszination hat bis heute nicht nachgelassen. Umso spannender also, dass unweit von Zürich «Vindonissa» zu einer Reise zurück ins Römische Reich einlädt.

In den aargauischen Ortschaften Brugg, Windisch, Gebenstorf und Hausen – einst Teil des antiken Vindonissa – kann man sich auf dem Legionärspfad auf die Spuren der Römer begeben; darunter auch das grösste und älteste Amphitheater der Schweiz. Der Legionärspfad bietet sowohl individuelle Themen-Touren für Erwachsene als auch solche für Familien mit Kindern an. Der Preis dieser selbständigen Rundgänge entspricht dem Museumseintritt (14 CHF) und beinhaltet einen Audioguide.

8. Bad Schinznach

Nicht weit von Windisch entfernt befindet sich mitten in einer historischen Parklandschaft die stärkste Schwefelquelle der Schweiz. Bad Schinznach ist heute aber nicht nur ein Ort zum Kuren, sondern bietet mit einer Pitch & Putt Anlage (Golf) sowie dem öffentlich zugänglichen Thermalbad «Aquarena» Freizeitspass für jede Wetterlage. Der Kurzloch-Golfplatz ist für alle zugänglich (keine Platzreife erforderlich) und hat von März bis Oktober täglich geöffnet (Kostenpunkt 27 CHF für Erwachsene, Kinder 15 CHF (pro Runde, weitere Runden sind günstiger bzw. kann von Montag bis Freitag auch eine Tageskarte gelöst werden).

Das Aussenbad des Aquarena Bads inkl. Grottenrutsche und 25-Meter Schwimmbecken hat aktuell ebenfalls täglich geöffnet (Einzeleintritt Erwachsene für 2 Stunden 24 CHF). Wer den Abstecher ins Bad Schinznach zu einem Kurzaufenthalt ausdehnt und in den historischen Gemäuern übernachtet, erhält sowohl den Eintritt ins Aquarena als auch zur Pitch & Putt Anlage als Inklusivleistung.

Bad Schinznach Historisches Gebäude
Bad Schinznach Therme

9. Rieterpark

Wer in seiner Freizeit gerne Museen besucht, der hat in und rund um Zürich schon fast die Qual der Wahl. Nebst dem Technorama und dem Kunsthaus Zürich rangiert das Museum Rietberg in Zürich Enge auf dem dritten Platz der beliebtesten Zürcher Museen (gemäss der Bewertungsplattform Tripadvisor). Auch ich kann euch einen Abstecher in den weitläufigen Rieterpark – einer der eindrücklichsten Landschaftsgärten der Stadt und dem darin eingebetteten Museum empfehlen.

Das Museum Rietberg widmet sich der Kunst der Kulturen Asiens, Afrikas, Amerikas und Ozeaniens und hat immer wieder spannende Ausstellungen am Start. Zurzeit läuft unter anderem eine Ausstellung rund um die Felsenbilder der Frobenius-Expeditionen. Spannend ist auch der interaktive Zugang zum Thema Buddhismus (mit einer Web-Applikation namens «nächster Klick Nirvana»).

10. WOW Museum

Eine von Zürichs neusten Museumszugängen öffnete im Juni 2020 seine Türen. Das WOW Museum ist mitten in der Innenstadt (einen «Steinwurf» von der Bahnhofstrasse entfernt auf dem Werdmühleplatz) gelegen und versetzt seine Besucherinnen und Besucher mittels optischer Täuschungen und Illusionen ins Staunen. Ich hatte es mir zwar etwas grösser vorgestellt und war etwas erstaunt, wie schnell wir mit der Besichtigung der drei Stockwerke durch waren (mehr als eine Stunde haben wir dafür nicht gebraucht). Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich einige der hier thematisierten Sinnentäuschungen schon von anderen Museen/Ausstellungen kannte.

Praktisch ist dafür, dass man sich sein Ticket vorgängig für einen spezifischen Zeitslot buchen kann. Damit entfallen Wartezeiten vor Ort und es garantiert, dass nicht zu viele Leute gleichzeitig die Ausstellung besuchen. Eine Freizeitaktivität, die sich für all diejenigen unter euch eignet, die nicht zu viel Zeit aufwenden und sich trotzdem mit neuen Sinneseindrücken stimulieren möchten.

WOW Museum Zürich

Du bist in dieser Liste nicht fündig geworden? Dann schau dir doch noch meine 9 Tipps mit schönen Ausflugszielen rund um Zürich durch. Eine Übersicht aller Zürich-Tipps findet du zudem hier: Sehenswürdigkeiten in Zürich

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