Arosa und Lenzerheide – das neue Skitraumpaar

Arosa und Lenzerheide – das neue Skitraumpaar

Bahn frei! Sehnsüchtig wurde die Eröffnung der Urdenbahn – das Herzstück der geplanten Skigebietsverbindung Lenzerheide-Arosa – erwartet. Die Urdenbahn verbindet die Rothorn-Seite vom Urdenfürggli (Lenzerheide West) über einen tiefen Bergeinschnitt mit Arosa. Der Zusammenschluss der Skigebiete Lenzerheide Ost, West und Arosa ergibt in der Summe über 200 Pistenkilometer auf drei Talseiten. Arosa-Lenzerheide rückt damit zum grössten Skigebiet Graubündens auf und gehört nun mit zu den zehn grössten Skigebieten der Schweiz.

Als wir im November unseren Aufenthalt in der Lenzerheide planten, wussten wir nicht, ob die Bahn schon offen sein würde. Der Eröffnungstermin wurde nur vage kommuniziert. Nachdem die Eröffnung auf Anfang Saison scheiterte, war immer von einer Eröffnung Mitte Januar die Rede. Einen Tag vor unserer Reise in die Lenzerheide – am Freitag 17. Januar – dann die erfreulichen Neuigkeiten: Eröffnung der Bahn am Samstag 18. Januar.

Da wir erst am Samstag in die Lenzerheide reisten, verfolgten wir die Eröffnungszeremonie nur via Radio. Symbolisch vermählte sich Gigi aus Arosa mit Heidi aus der Lenzerheide. Ein grosses Metallherz mit Schlüsselloch ist an der Seilbahnstation angemacht und der Schlüssel wurde in die Tiefen des Tals geworfen. Ab nun sind die Lenzerheide und Arosa für immer und ewig vereint. Die Schweiz hat ein neues Skitraumpaar!

Die Bahn selbst war dann am Samstag aber nicht durchgehend in Betrieb. Aufgrund Sturmwarnungen wurde der Betrieb aus Sicherheitsgründen eingestellt. Die Benützung des öffentlichen Verkehrs zwischen den beiden Destinationen ist für solche Fälle im Ticket inkludiert. Wobei, die Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr von Arosa in die Lenzerheide dauert fast zwei Stunden. Da sollte man die Wetterbedingungen besser etwas im Auge behalten.

Am Sonntagmorgen heisst es für uns ab auf die Piste. Die Tageskarten kaufen wir direkt im Hotel Schweizerhof, wo wir übernachten. Die Gäste vom Schweizerhof profitieren nämlich von einer 20% Reduktion auf die Skitickets. Statt 69 CHF (Normalpreis Tageskarte), zahlen wir noch sagenhaft günstige 55 CHF. Ich finde das mit Blick auf den umfangreichen Pistenplan ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.

Arosa und Lenzerheide

Mit dem Skibus, der direkt vor dem Hotel hält, fahren wir zur Talstation der Rothornbahn. Laut Fahrplan fährt der Skibus alle 15 Minuten. Aus unerklärlichen Gründen warten wir aber ganze 30 Minuten auf unseren Bus…

Oben auf dem Rothorn angekommen, muss ich natürlich zuerst die tolle Aussicht bestaunen. Von hier oben sieht man auf die gegenüberliegende Talseite (Lenzerheide Ost) und bis zum Julierpass. Vom Rothorn runter steht nur eine Piste zur Auswahl. Die Strecke führt durch eine längere Galerie. Die Durchfahrt ist ziemlich abenteuerlich und sehr flach. Für Skifahrer kein Problem – aber Snowboarder hassen die Strecke vermutlich. Die Laune meines Freundes ist auf jeden Fall nach wenigen Metern auf dem Nullpunkt. Nachdem dieser Abschnitt bewältigt ist, nehmen wir die Urdenfürggli Sesselbahn bis auf den Gipfel auf 2‘550 m ü. M.

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Hier oben steht sie nun – die neue Urdenbahn, die das Urdenfürggli mit dem gegenüberliegenden Hörnli in Arosa verbindet. Die Fahrt mit der mit Panoramafenstern verglasten Gondel ist echt spektakulär. Die Bahn kommt gänzlich ohne Zwischenstützen aus und fährt rasant über den tiefen Abgrund. So rasant, dass es nur zu einem Schnappschuss mit dem Handy reicht (und ich das Bild hier auch nur einfüge, weil es tatsächlich über 3’500 Likes auf Facebook erhalten hat (!)).

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Sicher in Arosa angekommen, erkunden wir dieses Skigebiet für einige Stunden. Es ist schon toll, was für neue Möglichkeiten durch diese Verbindung entstehen. Auffallend ist, dass für einen Sonntag wenig Leute auf den Pisten unterwegs sind. Sehr wahrscheinlich wurden die meisten von den eher schlechten Wettervorhersagen abgeschreckt oder der mangelnde Schnee im Unterland vermiest den Leuten die Lust auf Skifahren

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Am frühen Nachmittag machen wir uns auf den Rückweg Richtung Lenzerheide. Das wohlverdiente Mittagessen geniessen wir auf der Sonnenterrasse der Mottahütte. Für je einmal Gerstensuppe, Käseschnitte, Punsch und Apfelsaft zahlen wir 43 CHF.

Trotz zu viel Kunstschnee (mangels „echtem“ Schnee) und warmen Temperaturen ein gelungener Skitag!

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Hinweis: Mein Aufenthalt in der Lenzerheide wurde vom Schweizerhof Lenzerheide unterstützt – Vielen Dank hierfür. Meine Leser dürfen wie immer sicher sein, dass ich hier stets meine Ansichten und Begeisterung vertrete.

Anita Brechbühl

Anita Brechbühl

Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.

Kommentare

  • Frau W. Frau W. Januar 22, at 13:29

    Danke für diesen tollen Bericht! Lenzerheide rocks! ;-)

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    • Anita Brechbühl Anita Brechbühl Januar 22, at 15:27

      Danke Frau W. Für uns war es das erste aber sicher nicht letzte Mal... ich habe gehört, im Herbst soll es auch ganz ausserordentlich schön sein :)

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  • Roman Roman Januar 24, at 09:42

    Danke für den Bericht. Die Gallerie ist in der Tat ein "Fluch" für die armen Snowboarder, aber der Rest soll dafür entschädigen. Freut mich auch zu hören, dass Ihr wieder mal kommen wollt, denn in der Tat, auch der Sommer gibt viel her. Und die ganze Gastronomie auzutesten braucht doch Zeit.Würde Euch auch gerne mal als Guide auf die Panoramawanderung mitnehmen, ein Angebot das steht...

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