Kirschen und Kastanien – Frühlingswanderung am Zugersee

Kirschen und Kastanien – Frühlingswanderung am Zugersee

Der Frühling meint es in diesem Jahr gut mit uns. Und so nutzten wir die Gunst des sonnigen Wochenendes für einen spontanen Familienausflug an den Zugersee. Gemeinsam mit meinen Eltern wollte ich eine Teilstrecke am Ostufer des Zugersees entlang wandern. Ich kannte diese Gegend bisher nur aus dem Zugfenster. Höchste Zeit also, den Abschnitt zwischen Zug und dem Bahnknotenpunkt Arth-Goldau zu Fuss zu erkunden.

Von Walchwil nach Arth-Goldau

Von Zug führt ein Wanderweg via Walchwilerberg in fünf Stunden bis nach Arth-Goldau und verbindet die traditionsreichen Kirsch- und Kastanienbaumkulturen. Dabei sind nicht nur die blühenden Kirschbäume, sondern auch die tolle Aussicht auf den Zugersee eine Augenweide. Wir entschieden uns, den ersten Abschnitt von Zug via Oberwil (wo die besten Tafelkirschen gedeihen) bis nach Walchwil zu überspringen und peilten als Startpunkt für unsere Wanderung Walchwil an. So reduzierten wir die Wanderzeit auf die Hälfte, was uns für eine gemütliche Sonntagswanderung ausreichend erschien.

Vom Bahnhof Walchwil aus galt es zuerst, Höhenmeter zu gewinnen. Statt geradeaus hinter dem Bahnhof den Hang hinauf, folgen wir dem Wanderwegzeichen Richtung Oberdorf. Diese Unachtsamkeit beschert uns eine ungewollte Zusatzschleife – verkraftbar. Kurz nach Äsch/Obergaden lassen wir die Wohnquartiere hinter uns. Der Wanderweg führt nochmals einige Höhenmeter hinauf nach Oberutenberg. Hier am Walchwilerberg herrscht Idylle pur. Typische Innerschweizer Häuser, saftig grüne Weiden, blühende Kirschbäume, mächtige Kastanienbäume und ein spiegelglatter Zugersee. Wir können uns an den intensiven Frühlingsfarben kaum sattsehen.

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Rund um den Arther Kirschgarten

Normalerweise blühen die Hochstammkirschbäume im Kanton Zug und Schwyz von Mitte April bis anfangs Juni. In diesem Jahr ist die Vegetation aber aufgrund der warmen Frühlingstage rund ein bis zwei Wochen im Vorsprung. Und so bewundern wir den «Arther Kirschgarten», wie die Gegend zwischen Arth und Goldau aufgrund ihrer zahlreichen Kirschbäume genannt wird, in vollster Blütenpracht. Durch den Arther Kirschgarten führt eine beschriebene Rundwanderung von rund 1.5 Stunden, die an interessanten Bauernbetrieben mit Hofläden vorbeiführt. Leider ist der Weg nicht extra ausgeschildert und die Karte lässt viel Interpretationsspielraum zu. Wenn man aber mal den ersten Hof ausfindig gemacht hat, findet man sich zurecht. Uns ist es zumindest so ergangen. Wer dem Wanderweg durch den Arther Kirschgarten folgt, wird den Dorfkern von Arth mit seiner markanten barocken Pfarrkirche ebenfalls passieren. Dort lohnt sich ein kurzer Abstecher zur Schiffstation Arth am See. Gleich daneben befindet sich das Restaurant Gartenlaube mit Sonnenterrasse direkt am Seeufer. Wer ein Plätzchen auf sicher will, der reserviert sich am besten im Voraus einen Tisch. Wir hatten Glück und ergatterten den letzten freien Tisch. Aufgetischt wird Feines aus der Region und selbstverständlich beinhaltet die Dessertkarte die Original Zuger Kirschtorte. Der perfekte Abschluss einer prächtigen Frühlingswanderung durchs Chriesiland.

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Wandertipps rund um den Zugersee

  • Wanderzeit Walchwil – Arth-Goldau Bahnhof rund 2.5 Stunden (reine Gehzeit). Der Wanderweg verläuft mehrheitlich auf geteerten Wegen
  • Walchwil ist ab Zug regelmässig mit dem Bus (Nr 5) oder dem Zug erreichbar. Anfahrt ab Zürich HB bis Walchwil 40 Minuten
  • Mehr Infos zur Wanderung Zug-Oberwil-Walchwil-Arth-Goldau und zum Arther Kirschgarten findet ihr auf der Infoseite von Zug Tourismus (inkl. Link zur Wanderkarte).
  • Zug Tourismus gibt per Blütentelefon Auskunft, ob und wo die Kirschbäume blühen
  • Es lohnt sich, den Abstecher an den Zugersee mit einem Bummel durch die Altstadt von Zug zu verbinden
  • Wer mehr über die Zuger Kirschtorte erfahren will, besucht das Kirschtortenmuseum
  • Ebenfalls sehr schön ist die Moränenlandschaft rund um Menzingen (auf der anderen Seite des Zugerbergs)

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