Ein Einkehrschwung geht immer – Frühlingsskifahren in Kitzbühel

Ein Einkehrschwung geht immer – Frühlingsskifahren in Kitzbühel

Viel Sonnenschein, bestens präparierte Pisten und T-Shirt Temperaturen auf den windgeschützten Sonnenterrassen. Frühlingsskifahren hat seinen besonderen Reiz und ein Skigebiet, das dies in voller Länge zelebriert, ist Kitzbühel. Ein Teil des Skigebiets bleibt bis zum 1. Mai geöffnet. Wir haben uns am letzten Märzwochenende im legendären Wintersportgebiet – mehrfach als «bestes Skigebiet» ausgezeichnet – umgeschaut und festgestellt, dass beim Frühlingsskifahren die kulinarische Komponente ebenso wichtig ist, wie die gefahrenen Pistenkilometer.

Streif oder Kasspatzl?

Nach einer kurzweiligen Anfahrt mit dem Zug und einem feinen Abendessen im Restaurant Rasmushof, schultern wir am nächsten Tag die Skier. Kurz vor 9 Uhr morgens meldet die Bergstation Pengelstein auf 1’938 Meter über Meer bereits 6° Celsius. Ob uns da der Schnee direkt unter den Skiern wegschmelzen wird? Die Sorge ist unbegründet. Nach 20 Minuten Gondelfahrt finden wir uns im Winter wieder. Kaum vorstellbar, dass unten im Tal alles grünt und blüht. Die Pisten präsentierten sich in den frühen Morgenstunden im besten Zustand. Kitzbühel selber liegt auf 800 Metern über Meer – eine Höhe, wo bei uns selbst an den kältesten Januartagen kaum mehr ein Skilift in Betrieb genommen wird. Umso erstaunter sind wir, dass der Kitzbüheler Hahnenkamm mit der legendären «Streif» tatsächlich Ende März noch gut bis hinunter ins Tal befahrbar ist. Zumindest bis am Mittag. Danach fordert die Abfahrt im weichen Frühlingsschnee viel Kraft und Konzentration. Aber eben – nach 12 Uhr ist es sowieso an der Zeit, Skibrille gegen Sonnenbrille zu tauschen und sich ein schönes Plätzchen auf einer Sonnenterrasse zu suchen. Zum Beispiel im Berghaus Tirol. Die mit Schindeln gedeckte urige Hütte liegt praktisch zwischen Fleckalmbahn und Hahnenkammbahn und überzeugt mit einer absolut fantastischen hausgemachten Cremeschnitte (die Kasspatzln und Speckknödel können wir ebenso empfehlen). Bei so viel Leckerem bleiben wir gerne zwei, drei Stündchen sitzen.

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Einkehr By Tomschi

Und wer genügend lang sitzen bleibt, der kann von der Nachmittagsnascherei direkt ein Restaurant weiter zum Nachtessen übergehen. Den tollen Panoramablick auf den Wilden Kaiser gibt es als Zugabe kostenlos dazu. Jeden Freitagabend organisiert das Restaurant Hochkitzbühel by Tomschi ein lässiges Dinner. Die Menügestaltung variiert. Wir kamen in den Genuss eines ganz grossartigen Grillbuffets (und ja sogar der Freund, der keine Buffets mag, war begeistert) und Palatschinken zur Nachspeise. Die Gondeln bleiben bis 23:00 Uhr in Betrieb und bringen die Gäste nach dem feinen Znacht wieder ins Tal. Vergesst aber nicht, auf dem Weg vom Restaurant zur Gondelbahn den zauberhaften Sternenhimmel zu bewundern.

Kein Schmarrn

Erklärtes Ziel für den nächsten Morgen: Als Erstes die Pisten vom Kitzbüheler Horn runterzusausen. Das familiäre Skigebiet liegt gegenüber vom Hahnenkamm und ist quasi die kleine Schwester. Bis vor einem Jahr wurde es als reines Naturschneeskigebiet betrieben – seit dieser Saison kommen Schneekanonen zum Einsatz. Das grosse Plus am Kitzbüheler Horn ist, dass man in den Genuss von menschenleeren Pisten und – bei guten Schneeverhältnissen – tollen Backcountry Abfahrten kommt. Wettertechnisch erwischten wir einen Bombentag. Hoch über dem Nebelmeer macht Skifahren gleich doppelt Freude. Egal ob Skifahrer oder nicht, die Hornköpfelhütte mitten im Skigebiet ist ein Anziehungsmagnet. Kein Wunder, bei dem leckeren Kaiserschmarrn.

Hüttengaudi

Und weil ein Kaiserschmarrn pro Tag nicht genug ist, enden wir diesen Skitag im urigen Tiroler Ambiente mit einem herrlichen Heidelbeer-Kaiserschmarrn in Rosi’s Sonnbergstuben (selbstverständlich erst, nachdem wir Rosi’s ofenfrische Bauernente mit Rotkraut und Semmelknödel brav aufgegessen hatten).

Mit 2 Pferdestärken durch Kitzbühel

Mal abgesehen vom guten Essen und dem abwechslungsreichen Pistenangebot hat mich Kitzbühel mit seinem hübschen Ortskern positiv überrascht. Beim Schaufensterbummel fühlte ich mich in puncto Shops und Preisniveau vage an die Zürcher Bahnhofsstrasse erinnert. Wer sein Geld wie ich lieber für kulinarische Höhenflüge aufsparen möchte, dem kann ich einen Spaziergang durch die Wohnquartiere (mit schönen ortstypischen Chaletbauten) zum Schwarzsee empfehlen. Gemütlicher geht’s mit der Pferdekutsche. Kommt ganz darauf an, ob ihr die Kalorien als Souvenir nach Hause nehmen möchtet.

Praktisch Tipps rund um Kitzbühel

Hinweis: Tirol Tourismus und Kitzbühel Tourismus hat mich zu dieser Bloggerreise eingeladen. Alle Eindrücke und Meinungen sind wie immer die unseren.

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