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So verbringst du ein aussichtsreiches Wanderwochenende im Montafon

Werbung: Beitrag in Zusammenarbeit mit der Österreich Werbung und Montafon Tourismus

Eine lebhafte Talkultur und echte Bergabenteuer – das erwartet naturbegeisterte Gäste im Montafon. Das 39 Kilometer lange Vorarlberger Tal teilt sich mit der benachbarten Schweiz manch aussichtsreicher Gipfelaufstieg. Mit drei unterschiedlichen Gebirgszügen – dem Verwall, der Silvretta und dem Rätikon – punktet das Montafon zusätzlich mit einer für diesen kompakten Raum einzigartiger landschaftlicher Vielfalt.

Auf was hättest du nun Lust? Eine sportliche Hüttentour oder doch lieber eine gemütliche Panoramawanderung mit anschliessender Hütteneinkehr? Wir haben anfangs Juli beide Optionen getestet und zeigen dir hier – unabhängig davon, wie du dich entscheiden wirst – wie du ein rundum perfektes Wanderwochenende im Montafon erleben kannst.

Die vier Montafoner Erlebnisräume erwandern

Das Verwall, die Silvretta, der Rätikon und das Tal setzen sich zum sogenannten «Alpenmosaik Montafon» zusammen. Vier Erlebnisräume mit unterschiedlicher geologischer Entstehungsgeschichte und besonderen Alleinstellungsmerkmalen. Der Lebensraum «Tal» mit dem Fluss Ill verbindet alle vier Erlebnisräume miteinander. Wer unberührte, nordisch anmutende Naturlandschaften bevorzugt, der wird im Verwall fündig. Hoch hinaus geht’s in der Silvretta. Hier befindet sich mit 3’312 m auch der höchste Vorarlberger Berg – der Piz Buin. Und der Rätikon setzt einem mit seiner Kombination aus imposanten Felsformationen und blühenden Alpweiden ins Staunen.

Bei dieser landschaftlichen Vielfalt ist es selbsterklärend, dass sich hier für fast jeden Geschmack, konditionelle Verfassung und Tagesform den passenden Wanderweg finden lässt. Auch wir haben uns bei der Planung unseres Wochenendes vom Alpenmosaik Montafon inspirieren lassen und insgesamt drei der vier Erlebnisräume durchwandert.

Tag 1: auf der Montafoner Hüttenrunde zur Tilisunahütte

Wobei der Auftakt in unser Montafoner Wanderwochenende fast in den Regen gefallen wäre. Der Blick auf den Regenradar motiviert uns aber trotz des wolkenverhangenen Himmels zeitiger als geplant loszuwandern. Die Devise: Besser vor dem Mittag starten, als den Nachmittag abzuwarten. Gemäss Regenradar verbleibt uns nämlich noch ein Zeitfenster von gut zwei Stunden, um zumindest eine Teilstrecke des rund vierstündigen Aufstiegs von Gargellen über den Sarotlapass zur Tilisunahütte trocken zurückzulegen. Der Bergwanderweg führt von Gargellen aus stetig ansteigend zuerst durch die bewaldeten Hänge und offene Alpweiden bis zur Oberen Röbialpe. Ab hier wird’s wilder und landschaftlich eindrücklicher.

Der Talkessel, der sich bis zu den Sarotlaspitzen hochzieht, ist anfangs Juli von einem Meer aus Alpenrosen überzogen. Selbst bei diesem düsteren Wetter eine traumhafte Kulisse. Kurz bevor wir beim Sarotlapass den kurzen Bogenschlag hinüber in die Schweiz machen, setzt der Regen ein. Tja. Wir waren darauf vorbereitet. Der «Spuck» ist von kurzer Dauer. Und auch wenn die Berggipfel wolkenverhangen bleiben, können wir die verbleibende Strecke, die nun der Routenführung der Schijenfluh Umrundung folgt, und uns über den Plasseggenpass retour nach Österreich bringt, trockenen Fusses zurücklegen.

Hochtal Gargellen

Die Highlights an diesem ersten Wandertag? Die Tatsache, dass wir während des gesamten vierstündigen Aufstieges allein auf weiter Flur unterwegs waren. Daran war das Wetter sicherlich nicht ganz unschuldig. Überlaufen ist es hier «hinten» aber auch an schönen Tagen nicht. Ein schönes Gefühl ist es auch, nach einem solchen Aufstieg in der Hütte endlich aus den nassen Schuhen zu steigen.

Tilisunahütte

Tag 2: Wandern mit Aussicht auf die schönsten Gipfel des Rätikon

Auch der Hüttenwart zeigte sich an diesem Abend erfreut, dass es nebst uns doch auch noch ein paar andere wetterfeste Personen in die Hütte geschafft haben. Die anderen Gäste sind entweder von der Lindauer Hütte oder vom Partnunsee her aufgestiegen.

Am nächsten Morgen zeigt sich der Grund, wieso wir uns trotz des durchzogenen Wetters am Vortag für die Durchführung der Tour entschieden haben: Ein prächtiger Sonnenaufgang bei der Tilisunahütte! Die zum Alpenverein Vorarlberg gehörende Hütte bietet nämlich eine herrliche Aussicht auf den Tilisunasee und die Gipfel des Verwalls auf der gegenüberliegenden Talseite. Einfach traumhaft!

Morgenstimmung Tilisunahütte
Sonnenaufgang Tilisunahütte

Von der Tilisunahütte zur Lindauer Hütte

Der Aufstieg von Gargellen zur Tilisunahütte ist teil der Montafoner Hüttenrunde, die in total 13 Etappen von Hütte zu Hütte über die drei Gebirgszüge rund ums Tal führt. Während einige der Hüttengäste an diesem Morgen den Aufstieg zur Sulzfluh in Angriff nehmen, folgen wir einer weiteren Etappe der Montafoner Hüttenrunde über den Schwarzhornsattel zur Lindauerhütte.

Beim Schwarzhornsattel öffnet sich uns einen imposanten Blick Richtung Sulzfluh, Drusenfluh und Schesaplana. Da der steile Abstieg über den Bilkengrat einige abschüssige Partien beinhaltet, empfiehlt es sich, da und dort kurze, bewusste Pausen einzulegen, um die Aussicht zu geniessen. Ein besonderes Highlight ist der Blick auf die markanten Drei Türme – eines der Wahrzeichen des Rätikon – der uns den auf den Abstieg folgenden Aufstieg zur Lindauer Hütte versüsst.

Tilisonahütte Rätikon
Sulzfluh Rätikon
Wanderung zu Lindauerhütte

Dem frühen Wanderstart sei Dank erreichen wir die Lindauer Hütte bevor sich deren einladende Terrasse zum Mittagessen füllt. Die Hütte ist über diverse Wanderwege als auch vom Tal aus mit dem Bike erreichbar uns ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Zu Recht, wie wir finden! Die Bewirtung ist sehr sympathisch und der Kaiserschmarrn schmeckt köstlich!

Lindauerhütte Kaiserschmarrn

Zwischenstopp im Tal

Während die Montafoner Hüttenrunde an diesem Punkt via Schweizertor weiter via Lünersee zur Totalphütte führt, folgen wir dem Höhenweg über die Latschätzer Alpe zur Bergstation Golmerbahn. Dabei handelt es sich um eine familienfreundliche Wegführung, die mit wenigen Höhenmeter den Talflanken entlang folgt und mit schönen Panoramablicken punktet. Was man am Tourenziel – dem Erlebnisberg Golm – alles unternehmen kann, habe ich in diesem Blogbeitrag ausführlich beschrieben.

Lindauerhütte Montafon
Lindauer Höhenweg
Höhenweg Golm Lindauerhütte

Für uns geht’s nun mit der Gondelbahn und danach ab der Zwischenstation Latschau mit dem Bus talwärts nach Schruns. Die Dörfer Schruns-Tschagguns sind die zentralen Ausgangspunkte für alle umliegenden Wandergebiete. Zudem gibt es hier eine breite Auswahl an Unterkünften. Seit dem Herbst 2021 wird das Angebot mit einem jungen, lässigen Hostel – dem St. Josefsheim ergänzt.

Dieses befindet sich in einem denkmalgeschützten, renovierten Gebäude am Rand des Dorfkerns von Schruns in Gehdistanz zum Bahnhof und in unmittelbarer Nähe zur Hochjochbahn, die uns am nächsten Tag in den Verwall bringen wird. Nebst Mehrbettzimmern stehen im Hostel auch Doppelzimmer mit integrierter Dusche/WC zu Verfügung. Vom Stil/Komfort her ist die Unterkunft mit den modernen Schweizer Jugendherbergen vergleichbar. Überzeugt hat uns auch das ins Gebäude integrierte Restaurant mit offener Küche und einem gemütlichen Biergarten – perfekt, um einen Sommertag ausklingen zu lassen.

Tag 3: ein genussvoller Abstecher ins Verwall

Am nächsten Morgen bringt uns die Hochjochbahn wieder in die luftigen Anhöhen des Montafon. Bei der Kappellalpe steigen wir auf den Sessellift um und gondeln bis zum Sennigrat auf 2’289 Meter über Meer hoch. Von hier sind es nur noch wenige Minuten zu Fuss, bis vor uns die Wormser Hütte auftaucht. Hier folgen wir einem Tipp, der uns am Freitag mit auf den Weg gegeben wurde: Probiert unbedingt den Apfelstrudel – der Beste weit und breit. In der Tat, dieser ist saftig, süss – kurzum: unwiderstehlich gut!

Wormserhütte Montafon

Die Wormser Hütte liegt eingebettet in eine eindrückliche Bergkulisse in den westlichen Ausläufern der Verwallgruppe. Rund um die Hütte bestehen verschiedene Klettersteige. Ideal für alle, die es gerne etwas abenteuerlicher mögen. Wir fordern unsere Nerven heute nicht heraus und folgen stattdessen über den Seetalweg retour zur Kappellalpe. Eine kurzweilige zweistündige Wanderung, die definitiv nicht mit grandiosen Ausblicken geizt.

Aussicht Wormserhütte
Seenweg Hochjoch
Panorama Hochjoch Montafon
Montafon Alpenmosaik

Wir runden unser Wanderwochenende im Montafon mit einer Einkehr in der Alpe Vorderkapell ab. Wer mag, der kann hier je nach Verfügbarkeit auch den «Sura Kees», eine regionale Spezialität, probieren.

Alpe Vorderkapell Hochjoch

Drei Tage sind wir über Stock und Stein gewandert und haben immer mal wieder begeistert innegehalten und uns gegenseitig zugerufen: Schau mal, wie schön bitte ist denn diese Aussicht?! Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir die Heimfahrt nach Zürich bereits wieder zum Pläne schmieden nutzen. Bleibt nur die Frage: Welchen der vielen tollen Wanderwege sollen wir beim nächsten Mal auskundschaften?

Tipps für dein Wanderwochenende im Montafon

  • Von Zürich nach Schruns dauert die Anreise mit den schnellsten Zugverbindungen via Bludenz 2:14 h. Ab Schruns bestehen auf die Zuganschlüsse abgestimmte Busverbindungen Richtung Gargellen.
  • Die nachfolgenden Links führen euch zu den detaillierten Tourenbeschrieben für den ersten Wandertag (Gargellen – Tilisunahütte) sowie den zweiten Wandertag (Tilisunahütte – Lindauer Hütte). Zum Höhenweg Golm – Lindauer Hütte findet ihr hier weiterführende Infos.
  • Ein Abstecher in Montafon lässt sich gut mit einem Zwischenstopp im hübschen historischen Städtchen Bludenz kombinieren.
  • Die Tilisunahütte hat voraussichtlich bis in die erste Oktoberhälfte hinein geöffnet. Eine Übernachtung im Mehrbettzimmer kostet 29 Euro (für alle, die nicht AV-Mitglieder sind). Die Halbpension kostet 36 Euro (bzw. 34.50 Euro für das vegetarische Hauptgericht).
  • Im St. Josefsheim kostet die Übernachtung im Doppelzimmer ab 62.40 Euro pro Nacht.
  • Die Golmbahn ist während der Sommersaison bis zum 16. Oktober täglich in Betrieb.
  • Die Hochjoch-Bahn ist bis am 1. November in Betrieb (ab 22. Oktober jedoch aufs Wochenende beschränkt). Die Sennigrat Bahn ist bis zum 9. Oktober täglich in Betrieb (beachtet, dass es zwischen 11:45 Uhr und 13:00 Uhr jeweils eine Mittagspause gibt). Eine Übersicht der Öffnungszeiten aller Seilbahnen im Silvretta Montafon findet ihr hier.
Über den Autor

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Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.
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