Pustertal – vom sanften Winter und Hüttenglück

Pustertal – vom sanften Winter und Hüttenglück

Gutes Essen will verdaut werden. Wie schon angetönt, bietet die Region Gsieser Tal, Welsberg-Taisten eine breite Auswahl an Wintersportaktivitäten. Von klassisch alpin bis hin zu Winterwanderwegen zu den Almen ist alles vorhanden. Wer nichts von gemütlichen Wintertagen hält und lieber rasant die Pisten runterbrettert, befindet sich auf dem Tiefentalhof inmitten der Skiregion „Dolomiti Superski“. 1 Skipass und 1‘200 Pistenkilometer – das erfreut das Skifahrerherz.

Wir haben die Ski jedoch nicht mitgenommen. Für uns steht an diesem Wochenende die Ruhe und Natur im Vordergrund. Wir wollen die Gegend rund um den Tiefentalhof ohne Auto und Stress entdecken. Während dem Frühstück diskutieren wir hin und her – Langlaufen und Winterwandern stehen zur Auswahl. Im Gsieser Tal findet gerade der Knödelmarathon statt. Ganz nach dem Motto „wer gewissenhaft schwitzt, darf auch anständig essen“, laden die Gastwirte entlang der Langlaufloipe zum Knödelschmaus ein. Hach, diese Südtiroler sind halt einfach schon ein sympathisches Volk.

Nachdem wir unsere Gastgeberin nach Rat gefragt haben, entscheiden wir uns für eine Winterwanderung zur Taistner Alm. Die Sicht nach draussen macht auf jeden Fall schon mal Lust auf mehr.

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Gleich hinter dem Bauernhof geht es los. Wir stapfen über die Wiese und den Wald hinauf bis wir auf den markierten Wanderweg stossen. Oberhalb des Mudlerhofs beginnt die offizielle Strecke, die gleichzeitig auch die traditionelle Schlittelabfahrt bildet. Ein beliebtes Ausflugsziel bei Familien und Gästen der Region. Erfreulicherweise findet man hier aber tatsächlich noch eine naturbelassene Winterlandschaft vor. Den Weg zur Taistner Alm hoch, muss man zu Fuss bewältigen.

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Die Wanderung führt gemütlich 1.5 Stunden und 350 Höhenmeter aufwärts. Da wir keinen Schlitten mithaben, hält sich die Anstrengung in Grenzen. Die meisten Leute, die uns begegnen, ziehen aber einen Schlitten mit hoch.

Der Weg ist in gutem Zustand und es hat erstaunlicherweise auch genügend Schnee. Die warmen Temperaturen haben aber zur Folge, dass die Schneemassen ziemlich zusammengesackt sind und die Tannen leider wieder ganz in grün erstahlen. Dafür erhaschen wir zwischen den Tannen immer wieder einen tollen Blick auf die Dolomiten. Das entschädigt für das Fehlen der perfekten Winterkulisse.

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Auf der Taistner Alm gönnen wir uns eine Portion Schlutzkrapfen zur Stärkung. Die Hütte ist zum Bersten voll. Die meisten sind auf dem Rückweg von einer Skitour. Nach dem Essen mieten wir beim Hüttenwirt für je drei Euro zwei Schlitten für die Rückfahrt. Das funktioniert hier oben total unkompliziert und ist auch ohne Voranmeldung möglich.

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Auf dem gleichen Weg, wie wir gekommen sind, geht’s zurück zum Parkplatz. Statt 1.5 Stunden benötigen wir jedoch auf dem Rückweg nur 15 Minuten. Schlitten sei Dank! Ein absolut lohnenswerter Ausflug, bei dem der Spass nicht zu kurz kommt.

Die detaillierte Routenbeschreibung dieser Tour findet ihr auf sentres.com.

Hinweis: Mein Aufenthalt in Welsberg-Taisten wurde vom Roten Hahn unterstützt – Vielen Dank hierfür. Meine Leser dürfen wie immer sicher sein, dass ich hier stets meine Ansichten und Begeisterung vertrete.

Anita Brechbühl

Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.

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