Sizilien gehört zu den faszinierendsten Reisezielen im Mittelmeer. Die grösste Insel Italiens begeistert mit geschichtsträchtigen und farbenfrohen Städten, antiken Tempeln, barocken Altstädten und spektakulären Naturlandschaften rund um den Ätna. Letzten Mai haben wir die unglaublich vielfältige Insel zum ersten Mal besucht und waren sofort begeistert.
Auf unserer zweiwöchigen Reise durch Sizilien haben wir einige der schönsten Orte der Insel entdeckt. Die Route führte uns von der lebhaften Hauptstadt Palermo über das elegante Taormina bis zu den barocken Städten im Val di Noto und zu den eindrücklichen Tempelanlagen von Agrigento. Eine Rundreise, die besonders Reisende begeistern dürfte, die Kultur, eindrückliche Natur und entspannte Momente am Meer miteinander verbinden möchten.
In diesem Artikel teilen wir neun Tipps und Orte, die du bei einer Reise nach Sizilien nicht verpassen solltest. Dazu gehören auch ausgewählte Restaurant- und Unterkunftsempfehlungen aus unserer eigenen Rundreise.
Unsere Route durch Sizilien – Rundreise mit Fähre und Mietauto
Für unsere Sizilienreise haben wir uns inklusive Hin- und Rückreise insgesamt 18 Tage Zeit genommen. Die eigentliche Rundreise, auf der wir die Insel im Uhrzeigersinn erkundet haben, dauerte exakt zwei Wochen. Statt zu fliegen, sind wir mit dem Zug nach Genua gereist und von dort über Nacht mit der Fähre nach Palermo gefahren. Bevor wir uns den einzelnen Reisehighlights widmen, folgt hier eine kurze Übersicht über unsere Route.
Palermo – 2 Nächte
Start der Reise in der lebendigen Hauptstadt Siziliens. Die Altstadt mit ihren Märkten, Palazzi und historischen Kirchen eignet sich perfekt, um in die Atmosphäre der Insel einzutauchen.
Taormina – 2 Nächte
Weiterfahrt an die Ostküste nach Taormina mit einem Zwischenstopp in Cefalù. Der elegante Ferienort begeistert mit seinem antiken Theater und spektakulären Ausblicken auf den Ätna und das Meer.
Viagrande (bei Catania) – 2 Nächte
Zwischenstopp in einem kleinen, feinen Boutiquehotel in einer restaurierten historischen Residenz aus dem 18. Jahrhundert in der Ortschaft Viagrande oberhalb von Catania. Ein idealer Ausgangspunkt für einen Ausflug auf den Ätna und gleichzeitig die perfekte Gelegenheit für ein paar entspannte Stunden am Pool.
Syrakus (Ortigia) – 2 Nächte
Die Altstadt von Syrakus liegt auf der kleinen Insel Ortigia und gehört zu den schönsten Orten der Ostküste. Die in der Antike einst grösste und mächtigste Stadt Siziliens punktet heute auch mit einer lebendigen Kunst- und Kulturszene.
Ragusa – 2 Nächte
Ragusa diente uns als Basis, um die barocken Städte des Val di Noto zu erkunden. Von hier aus lassen sich Ausflüge nach Noto, Modica oder auch Scicli gut miteinander verbinden.
Südküste bei Agrigento – 3 Nächte
Zum Abschluss der Rundreise verbrachten wir drei entspannte Tage im ADLER Spa Resort Sizilien an der Südküste. Von hier aus lässt sich auch das beeindruckende Tal der Tempel von Agrigento besuchen.
Palermo – 1 Nacht
Am Ende der Reise ging es zurück nach Palermo für einen letzten Abend in der Stadt.
1. Palermo entdecken – der perfekte Start für deine Sizilien Rundreise
Palermo ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Rundreise durch Sizilien. Die Hauptstadt der Insel ist laut, bunt und voller Geschichte. Arabische, normannische und barocke Einflüsse prägen das Stadtbild und machen Palermo zu einem faszinierenden Ort, den man am besten zu Fuss erkundet.
Ein guter Startpunkt ist die Kathedrale von Palermo, deren Architektur verschiedene Epochen vereint. Von der Dachterrasse eröffnet sich ein schöner Blick über die Dächer der Stadt bis zu den umliegenden Bergen. Nur wenige Gehminuten entfernt zeigt sich Palermo von seiner lebendigsten Seite auf den traditionellen Märkten. Selbstverständlich haben auch wir uns Palermos ältesten Markt, den berüchtigten «Mercato di Ballarò», nicht entgehen lassen und sind durch die engen, mit Marktständen vollgestopften Gassen geschlendert. Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht zwingend.




Ein echtes Highlight war für uns stattdessen der Palazzo Butera. Der eindrücklich restaurierte Adelspalast direkt am Meer beherbergt heute Ausstellungen und eine beeindruckende Sammlung zeitgenössischer Kunst. Auch ein Besuch in der Galleria d’Arte Moderna (GAM) lohnt sich.
Palermo punktet zudem mit einer überraschend spannenden Weinbarszene. Besonders gefallen haben uns die Bar St’orto und «dal Barone». Etwas abseits des Trubels sitzt man wunderbar entspannt auf einer ruhigen Piazza in der L’Acerba Osteria Dinamica. Wer sich einen besonderen kulinarischen Abend gönnen möchte, reserviert einen Tisch im MEC Ristorante. Das Ambiente ist etwas speziell, Essen und Service sind aber top.
Übernachtungstipps in der Altstadt
Sehr schön ist das Casa Nostra Boutique Hotel & Spa (Partnerlink), das mit einem kleinen Innenhof und Pool eine ruhige Oase mitten in der Altstadt bietet. Ebenfalls eine gute Adresse ist das B&B Palazzo Natoli (Partnerlink) in einem historischen Gebäude direkt neben der Via Vittorio Emanuele. Zentraler kann man kaum wohnen.
2. Cefalù – perfekter Zwischenstopp auf dem Weg nach Taormina
Nach zwei Tagen Sightseeing in Palermo, das sich unserer Meinung nach auch hervorragend für eine eigenständige Städtereise eignet, ging es für uns weiter Richtung Ostküste. Mit dem Zug fuhren wir zunächst zum Flughafen von Palermo, wo wir unser Mietauto in Empfang nahmen.
Für die Fahrt zu unserem nächsten Übernachtungsziel, Taormina, entschieden wir uns bewusst gegen die schnellste Route über die Autobahn A19 quer über die Insel. Stattdessen folgten wir der Küstenstrasse E90 entlang der Nordküste. Diese etwas längere Strecke bot uns die perfekte Gelegenheit für einen Zwischenstopp im malerischen Küstenstädtchen Cefalù, das auch als Badeort sehr beliebt ist.
Zwar spielte das Wetter an diesem Tag nicht ganz mit, doch der kurze Bummel durch die Altstadt hat sich trotzdem gelohnt. Besonders sehenswert ist die kleine Altstadt mit ihren engen Gassen zwischen Meer und dem markanten Felsen La Rocca sowie die normannische Kathedrale von Cefalù mit ihren imposanten Doppeltürmen. Besonders gefreut hat uns aber, dass wir mit dem Restaurant Locanda del Marinaio den perfekten Ort für einen entspannten Lunch gefunden haben.

3. Taormina besuchen – spektakuläre Aussicht auf Ätna und Meer
Hoch über der Küste gelegen, bietet der elegante Ferienort Taormina eine einzigartige Kombination aus historischen Sehenswürdigkeiten, charmanten Gassen und spektakulären Ausblicken auf das Ionische Meer und den Ätna. Mit der Netflix-Serie White Lotus hat Taormina insbesondere im amerikanischen Raum an Bekanntheit gewonnen und in der Hochsaison kann es hier schnell mal recht touristisch werden. Wir fanden das Ausmass Anfang Mai aber noch absolut verträglich.
Das bekannteste Wahrzeichen ist das Teatro Greco, ein antikes griechisches Theater aus dem 3. Jahrhundert vor Christus. Von den steinernen Rängen eröffnet sich eine der eindrücklichsten Aussichten Siziliens: im Vordergrund die Bühne des Theaters, dahinter das Meer und am Horizont der mächtige Ätna. Ebenso lohnenswert ist ein Spaziergang durch die Altstadtgassen rund um den Corso Umberto, wo sich kleine Boutiquen, Cafés und historische Plätze aneinanderreihen. Besonders schön ist auch der Blick vom Belvedere di Via Pirandello, von wo aus sich eine fantastische Aussicht über die Küste und den Ätna bietet.
Ein persönliches Highlight war für uns der kurze Ausflug ins oberhalb gelegene Dorf Castelmola. Die kleine Wanderung dorthin dauert rund eine Stunde und belohnt mit herrlichen Ausblicken auf Taormina und die Küste. Für eine Stärkung lohnt sich eine Einkehr im Antico Caffè San Giorgio, wo wir uns eine klassische sizilianische Kombination aus Granita und Brioche gegönnt haben. Anschliessend ging es zurück nach Taormina und von dort mit der Seilbahn nach Mazzarò hinunter ans Meer. Dort liegt auch die malerische Isola Bella, eine kleine Insel, die über einen schmalen Sandstreifen mit dem Strand verbunden ist.




Für einen stilvollen Aperitivo mit Aussicht empfiehlt sich die Timeo Bar beim Grand Hotel Timeo, von deren Terrasse sich ein spektakulärer Blick auf den Ätna eröffnet.
Übernachtungstipp:
Das Taodomus Boutique Hotel (Partnerlink) liegt direkt an der Fussgängerzone der Altstadt und ist ein idealer Ausgangspunkt, um Taormina zu Fuss zu erkunden. Die Dachterrasse mit Blick auf den Ätna ist besonders schön zum Frühstück.
4. Den Ätna erleben – Europas aktivsten Vulkan besuchen
Eigentlich hatten wir unseren dritten Stopp auf dieser Rundreise bewusst so gewählt, dass wir sowohl einen Ausflug zum Ätna als auch einen Abstecher in die Altstadt von Catania unternehmen können. In der Praxis sind wir in Catania allerdings daran gescheitert, einen offiziellen Parkplatz zu finden, bei dem wir unser Mietauto guten Gewissens hätten stehen lassen können. So blieb uns von der Hafenstadt an der Ostküste, die zumindest aus dem Auto ähnlich chaotisch wirkte wie Palermo, nur ein etwas oberflächlicher Eindruck aus dem Autofenster.
Allen, bei denen ein Besuch von Catania ganz oben auf der Bucket List steht, würde ich deshalb empfehlen, ein Hotel direkt in der Altstadt zu buchen. Wer den Fokus hingegen stärker auf Natur und Erholung legen möchte, ist mit unserer Variante bestens beraten.
Wir haben im wunderschönen Relais San Giuliano (Partnerlink) in Viagrande eingecheckt, einem stilvollen Boutiquehotel in einer restaurierten historischen Residenz aus dem 18. Jahrhundert. Die Lage oberhalb von Catania ist ideal für Ausflüge auf den Ätna, gleichzeitig bietet der grosse Garten mit Pool eine wunderbar ruhige Atmosphäre. Die Tiefgarage hat mich zwar ein paar graue Haare gekostet, ansonsten war aber alles top.
Von Viagrande aus erreicht man die Südseite des Ätna in rund 30 Minuten. Eigentlich hatten wir geplant, mit der Funivia dell’Etna weiter hinaufzufahren, doch aufgrund starker Winde war die Seilbahn an diesem Tag leider ausser Betrieb. Stattdessen nutzten wir die Gelegenheit für eine Wanderung über die schwarzen Lavafelder rund um den Rifugio Sapienza. Die karge Vulkanlandschaft mit ihren erkalteten Lavaströmen und weiten Ausblicken wirkt fast surreal und gehört definitiv zu den eindrücklichsten Naturerlebnissen unserer Sizilienreise. Nehmt unbedingt warme Kleidung und festes Schuhwerk mit!



5. Syrakus und die Altstadt von Ortigia erleben
Syrakus gehört zu den faszinierendsten Städten Siziliens und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Besonders reizvoll ist die Altstadt auf der kleinen Insel Ortigia, die über mehrere Brücken mit dem Festland verbunden ist. Hinter den imposanten Stadtmauern reihen sich barocke Palazzi, kleine Plätze und historische Kirchen aneinander, während immer wieder der Blick aufs Meer aufblitzt.
Ein absolutes Muss bei einem Besuch in Syrakus ist der Parco Archeologico della Neapolis. In diesem weitläufigen archäologischen Park befinden sich einige der wichtigsten antiken Sehenswürdigkeiten Siziliens, darunter das eindrückliche griechische Theater und das berühmte «Ohr des Dionysios», eine in den Fels gehauene Höhle mit aussergewöhnlicher Akustik.


Am Abend entfaltet Ortigia eine ganz besondere Atmosphäre. In den kleinen Gassen füllen sich die Plätze mit Menschen, und zahlreiche Bars und Restaurants laden zum Verweilen ein. Besonders gut gefallen hat uns die Weinbar Cortile Varga Ortigia, die mit ihrem entspannten Ambiente perfekt für ein Glas Wein am frühen Abend ist. Wer es etwas schicker mag, findet in der Bar Barcollo eine stilvolle Adresse für ausgefallene Drinks. Und für einen süssen Tagesabschluss lohnt sich ein Abstecher zu Levante Gelato Artigianale, wo es hervorragendes handgemachtes Gelato gibt.

Übernachtungstipp
Die stilvollen Byssus Suites (Partnerlink) liegen verkehrsgünstig in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Siracusa, wo übrigens auch Nachtzüge halten, sowie neben dem grossen Touristenparkplatz, auf dem auch wir unser Auto abgestellt haben. Die oben genannten Sehenswürdigkeiten sind von hier aus bequem zu Fuss erreichbar.
6. Ragusa, Noto und Modica entdecken – UNESCO-Welterbe im Val di Noto
Der Südosten Siziliens ist berühmt für seine barocken Städte. Nach dem verheerenden Erdbeben von 1693 wurden viele Orte der Region im prachtvollen sizilianischen Barockstil wieder aufgebaut. Heute gehören mehrere dieser Städte zum UNESCO-Welterbe des Val di Noto.
Wir haben unsere Route so geplant, dass wir von Syrakus mit Zwischenstopps in Noto und Modica nach Ragusa gefahren sind. Noto gilt mit seiner Altstadt als eines der schönsten Beispiele des sizilianischen Barocks. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reihen sich entlang des Corso Vittorio Emanuele aneinander. Besonders schön sind die Ausblicke über die honigfarbenen Barockfassaden von der Aussichtsterrasse des Palazzo Ducezio, der heute als Rathaus genutzt wird, sowie vom Campanile di Noto. Für einen Rundgang durch Noto solltest du etwa zwei bis drei Stunden einplanen.


Modica, das sich malerisch über zwei Hügel erstreckt, war unser zweiter Zwischenstopp. Für einen Rundgang durch die Altstadt lohnt es sich, zwei Fixpunkte im Blick zu behalten: den Belvedere San Pietro und die eindrucksvolle Kirche San Giorgio, zu der eine lange Treppe hinaufführt. Für eine kurze Pause empfehlen wir das Martin Cafè, wo wir einen hervorragenden Espresso getrunken haben. Ebenfalls ein Muss ist ein Gelato bei Fargione, das zu den besten der Region gehört. Für den Besuch von Modica solltest du etwa drei bis vier Stunden einplanen.







Am zweiten Tag haben wir auf dem Weg an die Küste einen kurzen Zwischenstopp in Scicli eingelegt. Die kleine Stadt gilt noch immer als Geheimtipp und begeistert mit einer besonders schönen barocken Kirche und einer entspannten Atmosphäre. Anschliessend fuhren wir weiter nach Marina di Ragusa, wo wir im Restaurant Votavota direkt am Meer zu Mittag gegessen haben. Prädikat: sehr empfehlenswert.

Weiterer Restauranttipp in Ragusa
Wer einen besonderen kulinarischen Abend erleben möchte, reserviert einen Tisch im Duomo von Sternekoch Ciccio Sultano.
Übernachtungstipp
Die Ibla Rooms (Partnerlink) in Ragusa haben uns mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Das am Rand des Stadtteils gelegene B&B ist ein idealer Ausgangspunkt, um die barocke Altstadt zu erkunden. Auch mit dem Auto ist die Unterkunft gut erreichbar, da sich der gut zugängliche Parcheggio Repubblica direkt in der Nähe befindet.
7. Das Tal der Tempel in Agrigento besuchen
Nur wenige Kilometer ausserhalb von Agrigento liegt eine der bedeutendsten antiken Stätten Europas: das Tal der Tempel. Die weitläufige archäologische Anlage gehört zum UNESCO-Welterbe und beeindruckt mit mehreren gut erhaltenen Tempeln aus der Zeit der griechischen Kolonisation. Entlang eines rund zwei Kilometer langen Höhenzugs stehen monumentale Bauwerke, die von der einstigen Bedeutung der antiken Stadt Akragas zeugen.

Wir haben die Besichtigung des Valle dei Templi als Zwischenstopp auf der Fahrt von Ragusa zu unserem letzten Etappenstopp an der wilden Südküste Siziliens bei Siculiana Marina nahe Montallegro eingeplant.. Mit rund 170 Kilometern war dies die zweitlängste Fahrstrecke unserer Rundreise. Tickets hatten wir nicht im Voraus reserviert, sondern direkt vor Ort gekauft. Der Besucherandrang hielt sich zum Glück in Grenzen. Aufgrund der Grösse des Geländes verteilt sich das Publikum gut, sodass es selbst bei höherem Andrang selten überfüllt wirkt. Allerdings gibt es auf dem Areal nur wenig Schatten. An heissen Sommertagen kann es deshalb schnell sehr warm werden. Am angenehmsten ist ein Besuch am frühen Morgen oder am späteren Nachmittag.

Extratipp: Auf der Strecke zwischen Agrigento und der Küste liegt auch die berühmte Scala dei Turchi, eine bizarr anmutende weisse Kalksteinformation direkt am Meer. Wir haben diesen Abstecher am Ende zwar ausgelassen, er lässt sich aber gut in die Route integrieren.
8. An der naturbelassenen Südküste Siziliens entspannen
Nach vielen kulturellen Highlights und Stadtbesichtigungen war für uns klar, dass wir die letzten Tage unserer Rundreise bewusst etwas ruhiger angehen möchten. Dafür eignet sich die Südküste Siziliens hervorragend. Im Vergleich zur Ostküste geht es hier deutlich entspannter zu, und vielerorts prägen weite Strände, sanfte Hügel und naturbelassene Landschaften das Bild.
Unser letzter Etappenstopp führte uns an die Küste bei Siculiana Marina nahe Montallegro, wo wir drei Nächte im ADLER Spa Resort Sizilien (Partnerlink) verbracht haben. Das Resort liegt eingebettet in ein Naturschutzgebiet und bietet einen fantastischen Blick über die Küste. Zimmer, Wellnessbereich, Poollandschaft und Küche haben unsere durchaus hohen Erwartungen voll erfüllt. Übrigens gehört das Resort zu den wenigen Ferienanlagen Siziliens, die fast ganzjährig geöffnet sind.


9. Entspannt nach Sizilien reisen – mit Zug und Fähre via Genua
Wir haben uns bewusst gegen eine Anreise mit dem Flugzeug und für die Kombination aus Zug und Fähre entschieden. Dank der direkten Zugverbindung von Zürich nach Genua erreicht man Sizilien mit praktisch nur einmal Umsteigen. Die Fähren nach Palermo legen in der Regel zwischen 21 und 23 Uhr ab und erreichen Sizilien erst am späten Nachmittag des nächsten Tages. Die Überfahrt dauert rund 20 bis 21 Stunden, je nach Verbindung und Wetterbedingungen.
Damit fühlt sich die Reise fast wie eine kleine Mini-Kreuzfahrt an. Man geht abends an Bord, schläft auf dem Schiff und verbringt den nächsten Tag entspannt an Deck, während man am Horizont die Küste Italiens vorbeiziehen sieht. Besonders praktisch: Die Fähre legt direkt im Hafen von Palermo an, nur wenige Minuten von der Altstadt entfernt. Als Fussgänger ist man hier allerdings eher die Ausnahme. Das haben wir auf der Rückreise gemerkt, denn das Hafenterminal ist stark auf Autofahrer ausgerichtet. Offenbar wird derzeit an Verbesserungen gearbeitet, doch bis diese umgesetzt sind, braucht es wohl noch etwas Geduld.
Für die Rückreise empfiehlt es sich, noch eine zusätzliche Nacht in Genua einzuplanen. Direkt neben dem Bahnhof Genova Piazza Principe liegt das elegante Grand Hotel Savoia, das sich perfekt für diesen letzten Zwischenstopp eignet. So konnten wir auch noch eines der Restaurants besuchen, das wir bei unserer letzten Genua-Städtereise nicht mehr geschafft hatten. Und was soll ich sagen: Mit Trofie al pesto in der Trattoria Dell’Acciughetta diese Italienreise ausklingen zu lassen, hätte kaum perfekter sein können.
Praktische Information: wir sind mit einer Fähre von Grandi Navi Veloci (GNV) von Genua nach Palermo und retour geschippert. Die Tickets inkl. Kabine können unkompliziert online über deren offizielle Website gebucht werden: gnv.it



Zu welcher Jahreszeit habt ihr die Reise gemacht?
Liebe Miriam merci für die Nachfrage wir haben die Reise im Frühling (erste Maihälfte) gemacht.