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Genusswochenende in Meran: 3 Tage zwischen Kulinarik und Natur

Werbung: Beitrag in Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung Meran

Im Juli verbrachten wir endlich wieder einmal ein verlängertes Wochenende in Meran. Seit unserem letzten Besuch in der Südtiroler Kurstadt sind tatsächlich schon fast zehn Jahre vergangen. Kaum angekommen, war das besondere Meraner Lebensgefühl aber sofort wieder da: die Mischung aus alpinem Charme und Italianità, aus Palmen, Bergen und ganz viel Genuss. Drei Tage lang haben wir uns durch Meran geschlemmt, neue Lieblingsplätze entdeckt und einmal mehr festgestellt, wie wunderbar sich hier Kulinarik und Natur verbinden lassen.

In diesem Beitrag zeige ich euch die sieben Genussmomente, die unser Wochenende in Meran zu einem ganz besonderen gemacht haben.

Genussmoment #1: Ein Hideaway hoch über Meran

Es ist kein Geheimnis, dass es in und rund um Meran einige wirklich herausragende Hotels gibt. Einige davon haben wir in der Vergangenheit bereits kennengelernt. Auch das Relais & Châteaux Castel Fragsburg, das hoch über Meran zwischen altehrwürdigen Baumwipfeln thront, war mir von früheren Reisen nach Meran bereits ein Begriff. Diesmal durften wir im ehemaligen Jagdschlösschen aus dem 16. Jahrhundert einchecken und diesen besonderen Ort als Basis für unser Genusswochenende nutzen. Und ja: Das Castel Fragsburg wird den vielen Vorschusslorbeeren mehr als gerecht. Unsere entsprechend hohen Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Was für ein fantastischer Ort!

Seit den 1950er-Jahren hat die Familie Ortner hier ein Refugium geschaffen, das eine Ruhe ausstrahlt, wie ich sie bisher nur selten erlebt habe. Im Jahr 2019 konnte die Familie auch die mächtige, auf einer Felskuppe oberhalb des Hotels gelegene Burg aus dem 14. Jahrhundert erwerben und damit wieder zusammenführen, was ursprünglich zusammengehörte. Das Resultat ist ein zusammenhängender, über 50’000 m² grosser Schlosspark mit zahlreichen Rückzugsorten, verwunschenen Ecken und einer herrlichen Aussicht über das Meranerland bis zur Texelgruppe.

Im einstigen Jagdschlösschen verteilen sich gerade einmal 20 Suiten, die allesamt individuell mit antiken Möbeln, Art-déco-Fundstücken und raffinierten Details eingerichtet sind. So entsteht ein stimmiges Wohngefühl, das den historischen Charakter des Hauses aufgreift, ohne altmodisch zu wirken.

Castel Fragsburg Zimmer
Castel Fragsburg Pool
Castel Fragsburg Relaxing Area

Genussmoment #2: Sterneküche mit Weitsicht

Im Castel Fragsburg kann man sich nicht nur prima erholen, sondern auch köstlich speisen. Der Fragsburger Küchenchef Egon Heiss ist mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und Herr über die zwei Restaurants des Hauses: das Gourmetrestaurant Prezioso und das Restaurant Orangerie. Verbunden sind die beiden Restaurants durch eine von üppigem Grün umrankte Holzterrasse. An schönen Sommertagen lässt es sich hier im angenehmen Schatten, begleitet von einem lauen Lüftchen und mit herrlicher Weitsicht, genussvoll in den Abend starten.

Die Küchenphilosophie der Fragsburg ist wie der Ort selbst stark in den Traditionen Südtirols und der italienischen Esskultur verwurzelt. Ein Teil des in der Küche verarbeiteten Gemüses sowie Kräuter und Früchte wachsen direkt auf dem Gelände des Schlossparks im «Soul Garden». Darüber hinaus arbeitet das Küchenteam eng mit Produzenten und Bauern aus der Region zusammen.

Wir hatten das Glück, während unseres Aufenthalts an einem ganz besonderen kulinarischen Anlass teilzunehmen. Zu Ehren der Aufnahme der italienischen Küche in die Liste des immateriellen UNESCO-Kulturerbes gestaltete Egon Heiss gemeinsam mit Silvia Baracchi, Sterneköchin und Besitzerin des Relais & Châteaux Il Falconiere in Cortona (Toskana), ein exklusives Vier-Hand-Dinner. Die Kellerei Terlan & Andrian begleitete den Abend mit lokalen, auf das Menü abgestimmten Weinen. Ein besonderes Kränzchen möchte ich aber auch dem Barteam der Fragsburg winden, das passend dazu ein richtig kreatives Mocktail-Menü zusammengestellt hat.

Castel Fragsburg Abendessen
Fine Dining Castel Fragsburg

Genussmoment #3: Frühstück deluxe

Und so genussvoll der Tag auf der Fragsburg endet, so startet er auch. Ich habe ja wahrlich schon viele tolle Frühstücksbuffets gesehen – aber das Setting der Fragsburg schafft es locker in meine persönliche Top Ten der schönsten Frühstücksorte. Und ich glaube, da sprechen die Bilder durchaus für sich, oder?

Frühstück im Castel Fragsburg

Genussmoment #4: Ein Bummel durch Meran

Von der Fragsburg führt eine recht schmale, kurvenreiche Strasse in rund 20 Minuten mitten ins Zentrum von Meran. Für den Weg in die Stadt stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl. Wer ohne eigenes Auto unterwegs ist oder die Strecke lieber auf zwei Rädern zurücklegen möchte, kann sich im Hotel kostenlos ein E-Bike ausleihen. Mit dem Auto steuert man fürs Parkieren am besten die Parkgarage unter der Therme Meran an. Von hier sind es nur wenige Gehminuten bis zu den Meraner Lauben, die auf eine über 800-jährige Geschichte zurückblicken.

Für einen genussvollen Stadtbummel lohnt es sich, einen Samstagvormittag einzuplanen. Dann finden gleich zwei Märkte mit regionalen Produkten statt. Am Bauernmarkt in der Galileistrasse verkaufen Südtiroler Bauern saisonales Obst und Gemüse sowie regionale Erzeugnisse wie Säfte, Konfitüren, Käse und Wurstwaren. Der Meraner Markt in der oberen Freiheitsstrasse nahe dem Sandplatz steht wiederum ganz im Zeichen von Regionalität und Nachhaltigkeit. Hier werden ausschliesslich Südtiroler Natur- und Handwerkserzeugnisse angeboten.

Nach dem Marktbesuch empfehle ich euch, einfach etwas Zeit für einen ausgedehnten Bummel durch Meran einzuplanen. Besonders schön ist die Runde entlang der Passer. Hier verlaufen auf gegenüberliegenden Flussufern die Winter- und die Sommerpromenade. Während die sonnige und windgeschützte Winterpromenade mit ihrer historischen Wandelhalle punktet, führt die Sommerpromenade unter mächtigen, schattenspendenden Bäumen dem Fluss entlang. Welche Seite die bessere Wahl ist, verrät damit eigentlich schon der jeweilige Name.

Meran Stadtrundgang

Von beiden Seiten gelangt ihr auf Höhe des Franz-Tappeiner-Stegs ins Steinach Viertel, einen der ältesten Teile Merans. Hier ist es deutlich ruhiger und es gibt einige richtig malerische Gassen zu entdecken. Bei einem früheren Besuch habe ich in diesem Viertel in der Villa Bergmann übernachtet. Direkt daneben befindet sich mit dem Steinach Townhouse eine weitere empfehlenswerte Unterkunft.

Wer der Ortsteingasse weiter bis zum Passeiertor folgt und anschliessend über den Krallinger-Weg einige Höhenmeter überwindet, gelangt auf den Tappeinerweg. Die rund vier Kilometer lange Höhenpromenade zieht sich oberhalb der Stadt dem Küchelberg entlang und eröffnet immer wieder schöne Ausblicke auf Meran und die umliegende Bergwelt. Mediterrane und teils exotische Pflanzen säumen den Weg und sorgen einmal mehr für diesen spannenden Kontrast zwischen alpin und mediterran, der Meran so besonders macht.

Und weil so ein Stadtbummel bekanntlich hungrig macht, führt der Weg danach am besten zu Pur Südtirol. Der Genussmarkt befindet sich im Meraner Kurhaus und vereint Laden, Weinbar und Bistro unter einem Dach. Auf der Terrasse lässt sich bei einer Südtiroler Marende wunderbar eine kleine Pause einlegen und gleichzeitig das Treiben in der Stadt beobachten.

Pur Südtirol

Genussmoment #5: Sich durch Meran schlemmen

Neben dem Abstecher zu Pur Südtirol und zum modern gestalteten Bauernladen Meran, der sich etwas ausserhalb des Zentrums direkt an der SP165 befindet, haben wir noch zwei weitere kulinarische Adressen ausgekundschaftet. Eine davon ist das «357 Pizza and Food», wo richtig gute Pizza auf den Tisch kommt. Meine Wahl fiel auf die sehr empfehlenswerte Summerpizza mit Mozzarella, getrockneten Tomaten, Pesto, Stracciatella di Burrata und knusprigen Grana-Padano-Chips. Auf der Karte finden sich aber auch Kreationen mit einem unverkennbar lokalen Touch, wie etwa die Pizza «Prosciutto Cotto Pur Südtirol» mit Südtiroler Kochschinken. Dazu gibt es hauseigenes Bier.

Ebenfalls einen Abstecher wert ist die Gelateria Seta. Die lange Warteschlange vor dem Eisladen spricht eigentlich schon für sich und das Anstehen lohnt sich: Das Eis ist wirklich hervorragend.

Abendstimmung in Meran

Genussmoment #6: Durch Apfelwiesen zum Fragsburger Wasserfall

Nach so viel feinem Essen ist es Zeit für etwas Bewegung. Und Möglichkeiten dafür gibt es rund um Meran mehr als genug: Zahlreiche Wanderwege und aussichtsreiche Ausflugsziele wie etwa das Knottnkino laden dazu ein, die Umgebung zu Fuss zu erkunden. Wer es gemütlich angehen möchte, findet direkt vor der Haustür des Castel Fragsburg ein lohnendes Ziel: den Fragsburger Wasserfall mit einer Fallhöhe von beeindruckenden 135 Metern.

Für Hin- und Rückweg sollte man rund eine Stunde einplanen. Einfach dem Wegweiser «Waterfall» folgen: Der Weg führt zunächst der Fragsburgstrasse entlang bis zum Waldrand und von dort auf einem Kiesweg durch den Wald bis zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Wasserfall. Eine wunderbare kleine Verdauungsrunde nach all den kulinarischen Genussmomenten.

Wanderung zum Fragsburger Wasserfall
Morgenstimmung hoch über Meran

Genussmoment #7: Ein Blütenbad für alle Sinne

Zurück im Castel Fragsburg steht noch ein letzter Genussmoment auf dem Programm. Zum Hotel gehört das «Castellum Natura», ein Spa, dessen Konzept auf traditionellem Wissen über Kräuter, Pflanzen und deren Verwendung basiert. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Südtiroler Naturheilkundlerin Renate De Mario Gamper. Wer sich mit ihr unterhält, merkt schnell, wie tief sie mit der Natur verbunden ist und welch beeindruckendes Wissen sie über Kräuter, Blüten, Wurzeln und deren Verwendung mitbringt.

Vieles davon wächst direkt vor der Haustür: Kräuter und Blüten werden im Fragsburg Soul Garden von Hand gepflückt oder in der Umgebung gesammelt und bilden die Grundlage für Essenzen und Pflegeprodukte, die im Castellum Natura frisch hergestellt werden. Auch die Behandlungen orientieren sich an dieser Philosophie und werden nach einem persönlichen Vorgespräch auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt. Ergänzt wird das Angebot durch einen lichtdurchfluteten Ruhe- und Saunabereich mit finnischer Sauna, Kräuter-Biosauna, türkischem Dampfbad und Infrarotkabine.

Mein persönliches Highlight wartet allerdings in der Panorama-Lodge: ein basisches Blütenbad mit hauseigenem Quellwasser, alkalischen Salzen sowie frisch gepflückten Blüten und Blättern. Schon das Setting macht die Anwendung zu etwas Besonderem. Umgeben vom Duft der Blüten und mit Blick ins Grüne fällt es leicht, abzuschalten und einfach einmal nichts zu tun. Ein ziemlich perfekter Abschluss für unser Genusswochenende in Meran.

Praktische Tipps für dein Genusswochenende in Meran

  • Anreise nach Meran: Meran liegt in Südtirol im Norden Italiens und ist von Zürich aus sowohl mit dem öffentlichen Verkehr als auch mit dem Auto in rund 4,5 Stunden erreichbar.
  • Übernachten: Das Castel Fragsburg ist ein saisonal geführtes Hotel und jeweils ungefähr von April bis Anfang November geöffnet. Weitere Informationen findet ihr auf der Hotelwebsite.
  • Unterwegs in Meran: Das Zentrum von Meran lässt sich bestens zu Fuss erkunden.
  • Sehenswürdigkeiten in Meran: Neben den im Beitrag vorgestellten Promenaden, den Meraner Lauben und dem Tappeinerweg gibt es in Meran noch einiges mehr zu entdecken. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen bspw. die Gärten von Schloss Trauttmansdorff. Einen guten Überblick über alle Sehenswürdigkeiten und aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten bietet die offizielle Website der Kurverwaltung Meran.
  • Markttage: Der Bauernmarkt in der Galileistrasse findet ganzjährig samstags von 8 bis 12 Uhr statt. Der Meraner Markt in der oberen Freiheitsstrasse nahe dem Sandplatz wird 2026 vom 28. März bis 31. Oktober jeweils samstags von 9 bis 13 Uhr durchgeführt.
Über den Autor

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Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.
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