Bella Tola: der Charme von anno dazumal

Bella Tola: der Charme von anno dazumal

Seine Frau sei für den modernen Touch zuständig und er für die historischen Elemente, erzählt uns Claude Buchs. Ohne Zweifel, der gelungene Mix und vor allem die Liebe zum Detail sticht mir im Grandhotel Bella Tola sofort ins Auge. Hier in St-Luc wird eine über 150 jährige Hoteltradition mit Leidenschaft gelebt und den Gästen ein wunderbarer Stützpunkt geboten, um das vielseitige Val d’Anniviers zu entdecken. Ich bin ein grosser Fan der Swiss Historic Hotels, weil alle Mitgliedshäuser eine einzigartige Ausstrahlungskraft haben und mich jedes einzelne mit seinem reichen Fundus an Geschichten und Anekdoten in den Bann zieht.

Hotel mit Seele

Auch das Hotel Bella Tola blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück und noch heute erinnert die Bel Etage an die glorreiche Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Auch unser Zimmer versprüht den Charme von anno dazumal und wirkt trotzdem nicht verstaubt. Im Gegenteil. Das Haus ist hier verwurzelt und in dem Moment, wo ich vom Zimmerbalkon auf die gegenüberliegende Talseite des Val d’Anniviers blicke weiss ich, dass kein Ort perfekter sein könnte, als dieses heimelige Zimmer im Bella Tola.

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Schlechtes Wetter gibt’s nicht

Der Hotelgründer Pierre Pont benannte sein Hotel, wie damals üblich, nach der nahen Bergspitze „Bella Tola“. Der Gipfel gilt als Aussichtsberg schlechthin. Mit knapp über 3‘000 m ü. M. bietet er ein fantastisches Panorama auf das Weisshorn, Gabelhorn, Matternhorn und Dent Blanche. Die verhältnismässig einfach Zugänglichkeit für einen 3‘000er verlieh der Bella Tola den ehrenwerten Übernamen „Rigi des Wallis“. Für uns war klar, wenn wir schon in der Bella Tola nächtigen, dann wollen wir uns auch das hochgelobte Panorama vom Gipfel der Bella Tola ansehen.

Lange sahen die Wetteraussichten vielversprechend aus, doch am Vorabend die jähe Enttäuschung. Die dicken, regenbringenden Wolken krallen sich doch noch etwas länger in den Alpen fest. Nun ja, wie sagt man so schön „es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“. So machten wir uns am grauen Samstagmorgen voller Zuversicht auf den Weg zur Standseilbahn St-Luc Tignousa. Doch das Glück war an diesem Tag nicht auf unsere Seite. Kaum losgefahren klatschte bereits der erste Regentropfen auf die Frontscheibe der Standseilbahn. So ein bisschen Regen? Kein Grund die Wanderung abzubrechen, oder? Und so nahmen wir bei widrigem Wetter den langen Aufstieg zur Bella Tola in Angriff. Hierzu braucht es einen langen Schnauf. Der Weg schlängelt sich nämlich gemächlich den Alpweisen entlang bergwärts. Abenteuerlich wird’s jeweils bei den Bachüberquerungen. Normalerweise, zahme Rinnsale, sprudeln sie an diesem Tag weit ausserhalb ihres üblichen Bachbetts durch die Wiesen. Steil wird’s erst kurz vor dem Lac de la Bella Tola. Das Wetter verschlechtert sich mit jedem Schritt. Schneefelder müssen durchquert werden und der Nebel nimmt uns die Sicht. Bei der Abzweigung zum Zickzack-Weg in Richtung Gipfel beschliessen wir eine Planänderung. Der Gipfelaufstieg macht bei diesem Wetter wenig Sinn. Und so folgen wir dem Wanderweg in Richtung Lac de L’Armina und Meidenpass. Kurz vor la Roja stoppt der Regen, die Nebelschwaden verziehen sich und wir sehen endlich, durch welch schöne Berglandschaft wir wandern.

Die letzten Kilometer bis zum Zwischenstopp beim Hotel Weisshorn, das mit seiner Lage hoch über St-Luc ein beeindruckender Anblick bietet, ziehen sich zäh in die Länge. Belohnt werden die Strapazen mit einer köstlichen Croûte mit Eierschwämmen und anschliessend nehmen wir bei Sonnenschein die letzte Etappe zurück nach St-Luc in Angriff.

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Fürs kleine Glück

Zurück im Hotel gönnen wir unseren müden Beinen im kleinen, feinen Spa des Hotels Bella Tola eine Verschnaufpause. Bei schönem Sommerwetter kann man auf der Sonnenterrasse verweilen. Die zügige Bise hält uns davon ab und so machen wir es uns stattdessen hinter den Glasscheiben gemütlich und geniessen den Ausblick ins Val d’Anniviers.

Anschliessend lassen wir es uns im Restaurant La Véranda „Chez Ida“ gut gehen. Nebst diesem à la Carte Restaurant steht den Hotelgästen während der Hochsaison in der Bel Etage auch ein Halbpensions-Menu zur Auswahl. Im Chez Ida wird kreativ gekocht und die Gerichte kommen wunderschön mit Alpenblumen angerichtet daher. Als Vorspeise kann ich auch den Salat mit warmem Ziegenkäse, Honig und Wiesenblumen empfehlen. Burger-Fans wird beim Cheese Buger d’Anniviers das Herz aufgehen und als Nachspeise unbedingt das „Trio Sorbet Maison“ bestehend aus je einer hausgemachten Kugel Sorbet Walliser Aprikose mit Rosmarin, Walliser Himbeeren mit Kümmel und Apfel „Granny Smith“. Und den durchwegs perfekten Abend lassen wir bei live Klaviermusik in der Bar ausklingen. Prädikat „formidable“!

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Praktische Infos zur Wanderung Tignousa  – Bella Tola – St-Luc

Die Karte zeigt unseren Routenverlauf. Die Strecke ist rund 16 km lang und beinhaltet ein Aufstieg von 700 Höhenmetern sowie ein Abstieg von 1’350 Höhenmetern. Die reine Laufzeit beträgt 5 Stunden. Wer vom Lac de la Bella Tola auf den Gipfel hinaufsteigt, muss weitere 300 Höhenmeter überwinden und die Wanderzeit verlängert sich um ca. 1.5 Stunden. Wer die Strapazen auf sich nimmt, wird auf 3’000 m ü. M. mit einem sagenhaften Fernblick belohnt.

Der Ausgangspunkt Tignousa erreicht man mit der Standseilbahn ab  St-Luc (Einzelfahrt Erwachsene 10 CHF). Ein schöner Zwischenstopp ist das Hotel Weisshorn, das hoch über St. Luc thront.

Wanderkarte_Bella_Tola

Kartengrundlage Schweiz Mobil

Weitere Tipps für die Region:

  • Unbedingt einen Ausflug ins Bilderbuchdorf Grimentz unternehmen
  • Biker finden rund um St-Luc ein gut ausgebautes Routennetz sowie einen Bike Park für die ganz Verrückten
  • Einen sehr schöner Blick ins Rhonetal gibt’s vom Illhorn (Wanderung ab Chandolin oder St-Luc)

Hinweis: Ich wurde vom Gd Hôtel Bella Tola & St-Luc zu diesem Aufenthalt eingeladen – Vielen Dank hierfür. Meine Leser dürfen wie immer sicher sein, dass ich hier stets meine Ansichten und Begeisterung vertrete.

Anita Brechbühl

Anita Brechbühl

<p>Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.</p>

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