Ein bisschen Rio in Lissabon

Okay, der Titel ist eigentlich falsch. Rio befindet sich nämlich nicht in Lissabon, sondern in Almada – Lissabon’s unmittelbarer Nachbar auf der Südseite des Tejo.

Wahrzeichen von Almada ist unübersehbar die weithin sichtbare Christkönigstatue „Cristo Rei“. Da die Statue aber optisch untrennbar mit Lissabon verbunden ist, lasse ich jetzt diesen Titel grosszügig gelten. Ich hoffe, ihr verzeiht mir.

Die Inspiration zum Bau des insgesamt rund 110 m hohe Kunstwerk (80 m hoher Sockel und 28 m hohe Statue) holten sich die Portugiesen tatsächlich in Rio de Janeiro. Nach einem Besuch in Brasilien überzeugte der damalige Erzbischof die portugiesischen Behörden, eine Nachbildung der Statue zu bauen, sollte Portugal vom Zweiten Weltkrieg verschont bleiben. Nach dem Zweiten Weltkrieg, 1949, wurde mit dem Bau der Statue begonnen und 1959 war das imposante Kunstwerk fertiggestellt.

Almada, respektive dessen Fährhafen Cacilhas erreicht man ab Cais do Sodré mit dem regulären Fährbetrieb (Abfahrt rund alle 15 Minuten, Überfahrt dauert ebenfalls 15 Minuten). Zur Statue gelangt man am bequemsten mit dem Bus (Nr. 101). Der Busbahnhof befindet sich gleich neben dem Fährhafen, dennoch ist es gar nicht so einfach, die richtige Haltestelle zu finden, da es unzählige Anlegekanten hat. Einfach einmal rundherum laufen und alle Schilder gut lesen (einfacher lässt es sich leider nicht erklären).

Cristo-Rei

Vom „Park“ rund um die Statue geniesst man einen unglaublich beeindruckenden Blick auf Lissabon und die benachbarte Brücke Ponte 25 de Abril. Wem die Aussicht von unten noch nicht reicht, der kann den Lift hoch hinauf auf die Aussichtsplattform zuoberst auf dem Sockel nehmen. Von da oben überblickt man dann auch noch die südlich des Tejo gelegenen Gebiete. Ich persönlich finde, dass es sich nicht lohnt, mit dem Lift hinauf auf die Aussichtsplattform zu fahren. Die Aussicht von unten ist beeindruckend genug.

Ponte-25-de-Abril lissabon-tejo-bruecke lissabon-tejo

Den Weg zurück zum Fährhafen haben wir zu Fuss absolviert. Es führt ein toller Weg entlang der langen Kaimauer des Cais do Ginjal zurück zum Fährhafen. Zum Kai hinunter kommt man entweder mit einem Panoramalift oder über Treppenstufen. Da man für den Lift extra zahlen muss, haben wir uns für die Treppenstufen entschieden. Unten angekommen, befindet sich gleich neben dem Treppenaufgang ein tolles Restaurant direkt am Ufer des Tejo – Ponto Final. Fantastische Lage, idyllisches Ambiente und gute Mischung zwischen heruntergekommen-stylisch-chic (Ihr wisst, was ich meine! oder?). Meiner Meinung nach der hipste Platz in ganz Lissabon.

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Anita Brechbühl

Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.

Kommentare

  • Elke März 18, at 09:24

    Danke für den Tipp, Anita - gefällt mir sehr gut! Zumal wir fast auf dieser Seite übernachtet hätten. Aber dass du keine Pasteis magst... :-D LG, Elke P.S.: Da sehe ich gerade, ich muss noch mal wiederkommen, denn du hast Istanbul im Portfolio. Da geht's nämlich im Mai hin...

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    • Anita Brechbühl März 18, at 13:03

      Super! und tja, das mit den Pasteis ging einfach gehörig schief... bei Istanbul kann ich dir einen Abstecher auf die asiatische Seite empfehlen, das fand ich ganz besonders toll und überhaupt nicht touristisch.

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  • almeidadepaulo November 03, at 18:21

    So beautiful Anita!!!

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