Winter Roadtrip mit Budget – unsere Wintertipps fürs Engadin

Winter Roadtrip mit Budget – unsere Wintertipps fürs Engadin

– dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Budget –

Der Januar stand bei uns im Zeichen unseres Buchprojekts für die Swiss Historic Hotels. Unsere Tour führte uns für insgesamt zehn Tage ins Engadin, Valposchiavo und ins Münstertal. Da wir für die Fotoshootings viel Material von A nach B transportieren müssen, sind wir jeweils mit einem Mietauto unterwegs. Ich habe letzten Spätsommer grob überschlagen, ob sich Mobility oder Mietauto mehr lohnt, und bin zum Schluss gekommen, dass wir bei unserem Nutzungszweck mit einem Mietauto preislich besser fahren. Als mich anfangs Wintersaison der Autovermieter Budget kontaktierte, ob ich Lust hätte, mit einem ihrer Mietautos einen Winter Roadtrip zu unternehmen war für mich klar: das lässt sich bestens mit unserer sowieso geplanten Engadin Fototour kombinieren. Und so haben wir nicht nur einige neue tolle Hotels fotografiert (wie im wunderbaren Hotel Fex, das ihr in den zwei «behind the scenes» Handybilder seht) und Food-Fotos gemacht, sondern euch auch noch sieben winterliche Engadin Tipps mitgebracht.

Speisesaal Hotel Fex Fexer Nusstorte

#1 im Val Fex entschleunigen

Petrus meinte es dieses Mal gut mit uns. Als wir am Donnerstag 12. Januar zum ersten Mal über den Julierpass fuhren, präsentierte sich das Engadin eher herbstlich als winterlich. Selbst im Fextal gab es nur da und dort spärliche Schneeflecken. Wie bestellt setzte aber am Donnerstagabend der Schneefall ein und verwandelte die Landschaft in einen Wintertraum. So nutzten wir die Zeit zwischen den Fotoshootings für einen zweiten Abstecher ins Fextal. Diesmal zu Fuss. Der Winterwanderweg von Sils Maria bis zum Hotel Fex dauert rund 1.5 Stunden und führt leicht bergauf durch das romantische Oberengadiner Seitental. Zum Aufwärmen kehrt man in die Stüva vom Hotel Fex ein und geniesst ein feines Stück hausgemachte Fexer Nusstorte.

Val Fex Winter Fextal Hotel Fex

#2 Auf Glatteis spazieren

Anfangs Wintersaison waren einige Seen im Oberengadin (prominentestes Beispiel der Lago Bianco) schwarz gefroren und zogen scharenweise Ausflügler in den Bann. Der lang ersehnte Neuschnee setzte diesem Schauspiel zwar ein Ende, dafür bieten die Seen nun ein tolles Terrain für gemütliches Winterwandern. Quer über die Seen von Maloja bis Silvaplana verlaufen ausgesteckte Winterwanderwege.

Weitere Tipps für die Winterwanderwege rund um Sils findet ihr hier: Winterwandern im Oberengadin

Silsersee Winter

#3 Hoch hinaus zum Ersten

Ob mit oder ohne Ski, der Ausflug zum Corvatsch lohnt sich in jedem Fall! Ich bin jedes Mal ab der tollen Aussicht begeistert. Wer mehr als einmal in einem Hotel übernachtet, erhält die Tagesskikarte für 35 CHF. Ein tolles Ski-in Ski-out Erlebnis bietet übrigens das Nira Alpina, wo wir im Sommer 2013 zu Gast wahren.

Corvatsch Skigebiet

#4 Hoch hinaus zum Zweiten

Zu den absoluten Klassikern der Engadiner Aussichtspunkte gehört der Muottas Muragl (über den wir hier auf dem Blog schon einmal berichteten). Nebst dem Panoramablick übers Oberengadin gibt es hier oben die Möglichkeit rasant mit dem Schlitten ins Tal zu fahren. Da lohnt sich übrigens der Kauf der Tageskarte. Ich persönlich finde ja die Einzelfahrt mit 35 CHF (ohne GA/Halbtax Vergünstigung) schon eher gesalzen.

Muottas Muragl Winterstimmung Muottas Muragl

#5 Foodie Hot Spots

Das Tolle am Engadin ist, dass Gäste auch von einem breiten kulinarischen Angebot von der einfachen Beiz bis zum Sternerestaurant profitieren. Ein Highlight während der Wintersaison ist das St. Moritz Gourmet Festival, das nächste Woche (Montag 30.1.2017 bis Freitag 3.2.2017) läuft. Auch wir durften in spannende Hotelküchen hineingucken. Zudem folgte ich einem Tipp eines Arbeitskollegen, der mir den «Kuhstall» empfahl. Wo im Sommer Kühe stehen, wird im Winter chic aufgedeckt. Das Restaurant liegt mitten im Skigebiet Furtschellas und ist von der Talstation aus zu Fuss in dreissig Minuten erreichbar. Ein schöner Spaziergang durch die verschneiten Tannenwälder ob Sils. Tagsdurch geht es hier leger zu und her. Wir haben ein Plättli bestellt und gleichzeitig die Skigruppe beim Einkehrschwung mit der Einwegkamera fotografisch festgehalten.

Winterwandern Engadin Kuhstall Sils Maria Plättli Kuhstall

 

Wer sich ein besonderes Essen gönnen möchte, dem empfehle ich einen Abstecher ins Talvo by Dalsass. Die Küche von Martin Dalsass ist mit 18 Gault Millau Punkten und einem Michelin Stern ausgezeichnet. Wir haben spontan zum Mittagessen dort gestoppt und uns durchs ganze Menü probiert. Fazit: Formidable. Eine raffinierte, mediterrane Küche ohne unnötigen Schnickschnack.

Talvo by Dalsass Restaurant Talvo by Dalsass Lunch

#6 Zum Aufwärmen

Wer im Engadin mal einen Tag mit Schneegestöber erwischt (die lassen sich diese Saison an einer Hand abzählen) oder der beissenden Kälte entfliehen möchte, der ist im Waldhaus Sils bestens aufgehoben. Das legendäre Hotel besticht durch einen tollen Lobbybereich mit Blick auf die frisch verschneiten Lärchen. Pünktlich auf diese Wintersaison hat das Waldhaus zudem einen neu konzipierten Spabereich eröffnet, der zum Entspannen einlädt.

Waldhaus Sils Maria Lobby Waldhaus Sils Maria

#7 Valposchiavo Abstecher

Leider waren aufgrund des Weltwirtschaftsforums in Davos bei Budget alle 4×4 Fahrzeuge ausgebucht. Der Autovermieter stellte mir für den Engadin Winter Roadtrip ein Auto der F-Klasse (Automatik) zur Verfügung. Bei Mietwagenanbieter ist es jedes Mal eine Lotterie, welches Fahrzeug schlussendlich bereit steht. Für mich gab es in diesem Fall einen BMW 118d. Ein Auto, das zum Autobahnfahren super ist, aber auf Schnee aufgrund des Hinterradantriebs schnell ins Rotieren kommt. Da ich wusste, dass wir über den Berninapass müssen, hatte ich im Vorfeld extra Schneeketten reserviert. Zum guten Glück. Auf der Fahrt von Pontresina nach Poschiavo hatte ich zwar kaum Probleme. Auf dem Rückweg bekundete das Auto aber in einigen Kurven Mühe. Und so kam der Freund doch noch zu seinem Einsatz: Schneeketten montieren olé! Er bewältigte dies übrigens so souverän wie unser Radwechsel-Malheur in Island.

Das Nachhaltigkeitsprojekt 100% Valposchiavo wurde kürzlich mit dem Milestone ausgezeichnet. Deshalb lohnt sich beim Besuch im Valposchiavo einen Stopp bei regionalen Produzenten. Wer hätte gedacht, dass der Coop Naturaplan Tee auf den sonnenverwöhnten Feldern in Le Prese gedeiht. Wobei mir Reto Raselli Recht gibt, dass sich sein Tee viel besser verkaufen würde, wenn im Coop anstelle der langweiligen Naturplan-Verpackung sein eigenes Design ins Regal käme. Und wem der Magen knurrt, der sucht sich im Restaurant Albrici einen gemütlichen Tisch und beobachtet Pizzaiolo Pasquale aus Napoli bei der Arbeit mit dem Holzofen.

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