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Meine top Tipps für 48 Stunden in Genf

Internationales Flair gepaart mit einer Portion Westschweizer «savoir vivre» machen die «kleinste Metropole der Welt» zu einem attraktiven Ziel für einen Städtetrip. Insbesondere in den Sommermonaten – dann kommt nämlich das Leben rund ums Genfer Seebecken zum Pulsieren. Bei unserem letzten Genf-Abstecher war es zwar noch etwas zu frisch, um mit dem Stand Up Paddle Board eine Wassertour zu unternehmen, dafür haben wir einen Abstecher nach Carouge unternommen und den Genfer Hausberg «erzwungen». Welche weiteren Attraktionen ihr euch bei einem Abstecher in den westlichsten Zipfel der Schweiz auf keinen Fall entgehen lassen solltet, zeige ich in diesem Beitrag.

15:00 Uhr: Check in im legendären Hôtel des Bergues

Seit 1834 ist das Hôtel des Bergues Platzhirsch am gleichnamigen, direkt am Genfersee gelegenen «Quai des Bergues». Das im neoklassischen Stil erbaute Hotel gilt damit als eines der ältesten Luxushotels der Schweiz und ist gleichzeitig eine der besten Adressen – sowohl was die Lage als auch was den Service anbelangt – der Stadt. Von hier aus liegen sowohl die Genfer Stadtstrände als auch die Altstadt in Gehdistanz.

Nach einer umfassenden Renovation übernahm im Jahr 2005 die internationale Luxushotelkette «Four Seasons» den Betrieb des Hôtel des Bergues. Damit ist es das erste und bisher auch einzige Four Seasons in der Schweiz. Die Innenarchitektur trägt die Handschrift des Franzosen Pierre-Yves Rochon, der bei Renovation mitgewirkt hat. Gleichzeitig finden sich im Innern zahlreiche historische Elemente aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts – darunter das prächtige Treppenhaus als auch der imposante Salle des Nations.

Wer wie ich Joël Dickers neuster Roman «das Geheimnis von Zimmer 622» gelesen hat, der kann eigentlich gar nicht anders, als im Hôtel des Bergues einzuchecken. Die Mehrheit der Zimmer und Suiten sind im klassischen Grandhotel-Stil gestaltet und überzeugen mit einem grosszügigen Grundriss. Und wer wie wir ein Zimmer auf der Südseite erwischt, der profitiert von einem herrlichen Blick über die Altstadt bis zum Mont Salève.

16:00 Uhr: Spaziergang durch die grösste Altstadt der Schweiz

Und da die Altstadt auch wirklich nur einen «Katzensprung» entfernt ist, begeben wir uns direkt nach der Ankunft auf Erkundungstour. Hierfür überqueren wir die Pont des Bergues und folgen danach den schmalen Altstadtgassen hinauf Richtung Kathedrale St. Peter. Direkt dahinter befindet sich der Place du Bourg-de-Four, der als ältester Platz der Stadt gilt und das eigentliche Zentrum der Altstadt bildet. Für 7 CHF kann man die 157 Stufen (jep, das spürt man in den Oberschenkeln) auf die Türme der Kathedrale hinaufsteigen und von oben den Blick über die Stadt schweifen lassen. Definitiv ein «must» für alle, welche Genf zum ersten Mal besuchen.  

19:00 Uhr: Dinner & Sunset im Sommerhotspot Izumi

Beim gemütlichen Flanieren durch die Gassen der Genfer Altstadt vergeht die Zeit schneller, als man denkt. Spätestens zum Sonnenuntergang lohnt es sich, ins Hôtel des Bergues zurückzukehren. Wer die prunkvolle Lobby durchschreitet und im Anschluss über die ausladenden Treppen ins oberste Stockwerk aufsteigt, erreicht das trendige Restaurant Izumi.

Dieses befindet sich im Dachgeschoss des Hotels und hat mich mit seinem lässigen Raumkonzept begeistert. Sobald es die Temperaturen und auch das Wetter erlauben, verlagert sich das Izumi auf die Dachterrasse des Hauses. Beste Nikkei-Küche gepaart mit einer phänomenalen Aussicht und fantastischen Drinks – kein Wunder, zählt die Dachterrasse des Hôtel des Bergues zu einer der Genfer Topspots schlechthin. Des Izumi-Team unterstützt euch übrigens gerne bei der Auswahl der Signature Gerichte. Mein Favorit: das Tartare de Thon mit  Gochujang sur riz croustillant.

09:00 Uhr: Tagesauftakt mit fluffy Frenchtoasts

Den nächsten Tag starten wir genauso genussvoll, wie der vorangegangene endete: mit einem weiteren Signature Gericht des Hauses – den Frenchtoasts. Diese befinden sich auf der Frühstückskarte der Bar des Bergues im Erdgeschoss. An schönen Tagen ist übrigens auch hier rausgestuhlt und Passanten willkommen.

10:00 Uhr: Abstecher ins Trendquartier Carouge

Gestärkt mit Kaffee und den sündig-süssen Frenchtoasts machen wir uns im Anschluss auf den Weg nach Carouge. Carouge ist eine südwestlich der Arve liegende eigenständige Gemeinde und Vorort von Genf – von der Wahrnehmung her geht Genf aber fliessend in Carouge über. Vom Quai des Bergues aus sind es rund 3 Kilometer (ca. 30 bis 45 Minuten Gehzeit) ins Zentrum von Carouge. Wir haben die Strecke zu Fuss absolviert und können diese kleine «Stadtwanderung» sehr empfehlen. Unterwegs kommt man so nämlich noch an der einen oder anderen Sehenswürdigkeit vorbei und entdeckt gleichzeitig «en passant» die unbekannteren Ecken von Genf mit,

Dass man sich mitten im Herzen von Carouge – rund um den Place du Marché und den Place du Temple – in Italien wähnt, kommt nicht von ungefähr. Carouge wurde im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts von der sardinischen Monarchie von Grund auf neu errichtet, um Genf zu konkurrenzieren. Heute lädt Carouge zum gemütlichen «Lädälä» (es hat einige schöne, kleine Boutiquen), gemütlichen Kaffeetrinken rund um den Marktplatz und Flanieren ein. Wer rund um die Mittag in Carouge unterwegs ist, dem kann ich einen Zwischenstopp im alteingesessenen Bistrot Lion d’or empfehlen. Hier gibt es eine kleine Karte mit frischen saisonalen Gerichten und eine Auswahl an Genfer Weinen im Offenausschank.

14:00 Uhr: Architektour durch die Genfer Innenstadt

Im Anschluss begeben wir uns auf Architektur-Pirsch. Vom avantgardistisches denkmalgeschütztes Corbusier-Werk «La Clarté» über die auffällige «La Tulipe » von Jack Vicajee Bertoli (ein übrigens in der Schweiz rares Beispiel des Brutalismus) bis hin zum modernen Erweiterungsbau des Musée d’Ethnographie (Graber Pulver Architekten) oder der 2012 eröffneten Pont Hans-Wilsdorf gibt es viel Spannendes zu entdecken. Ein weiteres Genfer Beispiel, an dem sich seit Jahrzehnten die Geister scheiden, ist zudem der markante SIchtbetonbau der Uni Dufour (1968 – 1975 von den Architekten Werner Francesco, Gilbert Paux und Jacques Vicari entworfen).

Wir haben uns im Vorfeld eine Auswahl an interessanten Bauten rausgesucht, auf Google Maps markiert und unseren Fussweg zwischen der Innenstadt und Carouge auf dem Hin- und Rückweg so ausgerichtet, dass wir an den entsprechenden Gebäuden vorbeikommen. Sehenswert ist dabei auch der grosszügig ausgestaltete Plaine de Plainpalais – jeweils am Mittwoch, Samstag sowie jeden ersten Sonntag im Monat findet hier einer der grössten Flohmärkte der Schweiz statt.

17:00 Uhr: Entspannung im Four Seasons Spa

Wir haben bei unserer Erkundungstour durch Genf locker 20’000 Schritte zurückgelegt. Höchste Zeit, den Füssen und Beinen etwas Entspannung zu gönnen. Hierfür begeben wir uns wiederum ins oberste Geschoss des Hôtel des Bergues. Hier- mit Blick über die Dächer von Genf – befindet sich nämlich nicht nur das Izumi, sondern auch der Mont Blanc Spa. Besondere Entspannungsmomente bieten die verschiedenen Spa-Behandlungen. Mein verspannter Nacken wurde im Rahmen einer 50-minütgen Massage ordentlich durchgeknetet und gelockert.

20:00 Uhr: Drinks in der besten Hotelbar der Stadt

Die Bar des Bergues schaffte es 2019 in die illustre Runde der «the world’s 44 best hotel bars» des Forbes Magazine. Die Cocktails hier sind echt eine Wucht und sollte man sich bei einem Genf-Besuch auf keinen Fall entgehen lassen. Aber auch sonst ist die Bar des Bergues einen Abstecher beziehungsweise ein Abendessen wert.

Das Menü wird nämlich vom Küchenchef Massimiliano Sena mitgestaltet, dessen Fine Dining Restaurant il Lago (das dritte Restaurant im Four Seasons) mit einem Michelin Stern ausgezeichnet ist. Leider hatte das il Lago bei unserem Besuch noch geschlossen, aber es stellte sich heraus, dass die Bar des Bergues keinerlei als «zweite Wahl» abgestempelt werden kann. Im Gegenteil – wir waren begeistert! Artischocken-Carpaccio, hausgemachte Tagliolini mit Trüffel und il Lago Tiramiso – was für ein Gaumenschmaus!

10:00 Uhr: Abstecher auf den Genfer Hausberg Mont Salève

Den besten Blick auf Genf gibt es entweder vom Turm der Kathedrale oder vom Mont Salève. Die Besonderheit am Genfer Hausberg ist, dass er ännet der Grenze in Frankreich liegt. Wer wie wir mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs ist, der begibt sich zur Bushaltestelle «Mont Blanc» (direkt neben dem Four Seasons Hôtel des Bergues) und nimmt dort den Bus Nr. 8 nach Veyrier, douane (Fahrzeit rund 15 min).

In Veyrier überquert man zu Fuss die Grenze und folgt dem ausgeschilderten Weg zur Talstation der Salève-Seilbahn (Gehzeit vom Zoll bis zur Talstation ebenfalls ca. 15 Minuten). Obwohl sich die Seilbahnstation in Frankreich befindet, sind hier GA/Halbtax netterweise gültig und der Preis für die Berg- und Talfahrt dementsprechend preiswert (wir haben pro Person für Hin-/retour mit GA 7 CHF bezahlt). Auf dem Aussichtsberg war uns das Wetter leider nicht so hold – trotz wolkenverhangenem Himmel lässt sich das grossartige Panorama aber erahnen. Bei guter Sicht lohnt sich zudem der kurze Fussmarsch zum ausgeschilderten «Mont Blanc Panorama».

13:00 Uhr: Der Genfer Uferpromenade entlang flanieren

Zu einem Genf-Besuch gehört für mich ein Spaziergang der Uferpromenade entlang, durch den Jardin Anglais bis zum Jet d’eau einfach dazu. Zwischen Jardin Anglais und dem Wahrzeichen von Genf erwarten euch am Quai auch nette, einfache Beizli, wo man etwas trinken oder sich mit einer Zwischenstärkung verpflegen kann. Weitere sommerliche Eindrücke von der Genfer Uferpromenade und noch mehr Tipps zu Genf findet ihr in unserem Beitrag aus dem Jahr 2015: ein Sommerweekend in Genf

Praktische Tipps für deinen Citytrip nach Genf

  • Die Übernachtungspreise starten im Four Seasons Hôtel des Bergues bei rund 600 CHF pro Nacht im Doppelzimmer (Standard) für 2 Personen.
  • Das Restaurant Izumi auf der Dachterrasse des Four Seasons ist im Sommer einer der Topspots der Stadt – dementsprechend lohnt es sich, frühzeitig einen Tisch zu reservieren (hat jeweils am Mittag zwischen 12:00 bis 14:00 Uhr als auch am Abend ab 19:00 Uhr (mit zwei Seatings) geöffnet.
  • Die Bar des Bergues hat eine schöne Sonnenterrasse direkt am Quai des Bergues wo bei schönem Wetter auch der ganze Tag Aussensitzplätze angeboten werden.
  • Stand Up Paddling, Genfs historisches Strandbad «Bains des Pâquis» besuchen, das Genfer Umland (inkl. der Weinberge) mit dem Velo erkunden oder Segeln – an vielfältigen Sommeraktivitäten mangelt es in Genf definitiv nicht.

Hinweis: dieser Aufenthalt wurde vom Four Seasons Hotel des Bergues unterstützt. Alle Eindrücke und Meinungen sind wie immer die unseren.

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