AmerikaZentralamerika

Guatemala – Drei Sehenswürdigkeiten und eine Busfahrt

Meine Reise durch Zentralamerika ist schon einige Jahre her, aber ich erinnere mich noch oft an diese unglaublichen sieben Wochen zurück. Völlig planlos sind wir damals mit dem Rucksack nach Costa Rica geflogen und haben einzig gewusst, dass wir sieben Wochen später von Mexico-City zurückfliegen werden. Vielleicht war es auch ein Segen, dass wir uns im Vorfeld nicht zu viele Gedanken gemacht haben, sonst hätten wir wohl einige Abenteuer ausgelassen. Wir waren beispielsweise in der gefährlichsten Stadt der Welt – San Pedro de Sula, sind immer Chicken Bus gefahren und haben die Grenzen zu Fuss überquert. Während den ganzen sieben Wochen hatten wir nie irgendwelche Probleme, es ist uns nichts gestohlen worden und alle Busverbindungen haben geklappt. Soweit so gut.

Busfahrt in Guatemala

Die schönsten Erinnerungen habe ich an Guatemala. Ein unglaublich vielfältiges Land, in dem die Maya-Kultur noch tief verwurzelt ist und gelebt wird. Aber auch ein Land, wo Busfahren wirklich manchmal brenzlig wird. Problematisch ist die Kombination aus halsbrecherischen Strassen und Bussen in schlechter Qualität. Auf der Fahrt von Quetzaltenango nach Antigua Guatemala musste der Fahrer alle halbe Stunde anhalten und die Räder anziehen. Sehr beruhigend.

Dennoch (oder gerade deswegen) möchte ich euch meine drei Top Sehenswürdigkeiten in Guatemala vorstellen:

Antigua Guatemala:

Die Kleinstadt ist seit 1979 Weltkulturerbe, befindet sich im zentralen Hochland von Guatemala und war lange Zeit die Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika. Das zeigt sich noch heute an den wunderschönen Häuser, die die Strassen säumen. Highlights sind auf jeden Fall der chaotische und farbenfrohe Markt und die schöne Kathedrale. Im Vergleich zum restlichen Guatemala ist Antigua ziemlich touristisch, da es auch eine beliebte Destination zum Spanisch lernen ist.

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Lago de Atitlàn

Der zweitgrösste See in Guatemala präsentiert sich unglaublich majestätisch. Der See befindet sich in einem Vulkankrater und ist von Vulkanen umgeben. Wir nahmen in Panajachel die Fähre nach San Pedro La Laguna, das auf der gegenüberliegenden Seite liegt. Dort haben wir wie so oft auf dieser Reise in einer etwas provisorischen Unterkunft übernachtet. Ich meine, wieso muss man ein Haus fertig bauen, wenn man schon Zimmer vermieten kann? Ein einmaliges Erlebnis war hier der Aufstieg zum El Nariz del Indio (übersetzt soviel wie die Indionase). Morgens um vier ging die Wanderung los, damit man zum Sonnenaufgang weit oberhalb des Lago de Atitlàn steht und das Panorama geniessen kann. Das sind diese Momente, wo einem in der Tat die Worte fehlen.

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Tikal

Die einst so mächtige Maya-Städte liegt inmitten der Regenwälder des Petén im nördlichen Guatemala. Die meisten Touristen nehmen einen Inland-Flug nach Tikal. Wir haben die ganze Strecke mit dem Bus zurückgelegt und sind anschliessend dann weiter nach Belize gereist (was mehr oder weniger um die Ecke liegt). Tikal erstreckt sich insgesamt über 65 Quadratkilometer. Die Stufentempel verteilen sich über das gesamte Gebiet und von einigen kann man den Regenwald überblicken. Ganz tolle Anlage, die definitiv einen Besuch wert ist.

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Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade „Reisende am Rande der Welt“ von Creativelena teil.

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