Hotel Palafitte Neuchâtel – auf Stelzen relaxen

Hotel Palafitte Neuchâtel – auf Stelzen relaxen

Schmucke Bungalows, die auf filigranen Stelzen hoch über dem türkisfarbenen Wasser stehen, kennen wir alle aus Reiseprospekten. Zu finden sind sie auf exotischen Inseln wie den Malediven, Seychellen und Mauritius. Ein Abbild dessen, was wir uns unter «Traumferien» vorstellen. Mir kribbeln zumindest jedes Mal die Füsse und am liebsten würde ich auf und davon. Ab auf die Insel. Heute gibt es eine gute Nachricht, für alle, denen es ähnlich geht. Man muss für dieses Feriengefühl nicht um die halbe Erdkugel reisen. Am Ufer des Neuenburgersees, stehen Bungalows, die es locker mit der Konkurrenz im Indischen Ozean aufnehmen können.

Ein Hotel auf Stelzen

Zugegebenermassen, für einen Sprung von der Terrasse in den Neuenburgersee, wäre es mir an diesem Aprilwochenende trotz strahlender Abendsonne noch zu kalt. Und statt Türkis schimmert der See in dunklen Blautönen. Dafür begrüsst uns ein Schwanenpaar, das neugierig schnatternd vor unserer Terrasse vorbei schwimmt. Ansonsten vermitteln die 24 Seepavillons des Hotels Palafitte, die alle auf Pfählen über dem Wasser thronen, das Gefühl, wie wir es aus den Prospekten exotischer Destinationen kennen. Ferienfeeling pur. Das 5-Sterne Hotel Palafitte wurde 2002 im Rahmen der schweizerischen Nationalausstellung gebaut. Die spezielle Architektur nimmt einerseits die regionale Thematik der Pfahlbauer. Andererseits sind die Baukörper so ausgerichtet, dass von jeder Stelle eine uneingeschränkte Aussicht über den Neuenburgersee bis hin zur Spitze des Mont Blanc gewährleistet ist. Mit einer Fläche von beinahe 60 m2 sind die Zimmer der Bungalows grosszügig gehalten und von der Terrasse könnt man – wenn die Temperaturen stimmen – direkt ins kühle Nass des Neuenburgersees hüpfen.

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Prost!

Anstelle der Abkühlung im See stossen wir mit einem Gläschen lokalem Weisswein an und geniessen den Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Danach lassen wir uns im Restaurant «La Table de Palafitte» verwöhnen. Für die schöne, direkt am Wasser gelegene Terrasse ist es noch zu kühl. Die lauen Sommerabende lassen aber nicht mehr lange auf sich warten. Hinter der Glasfront ist es nicht minder gemütlich. Das Restaurant ist in hellen Farben gehalten und angenehm locker bestuhlt. Nach Cheviche zur Vorspeise, gefolgt von einem wahnsinnig feinen Spargel-Morchel-Risotto als Hauptgang und einer süsse Krönung vom Dessertwagen, „rollen“ wir kugelrund in unseren Seepavillon zurück und schlummern begleitet vom sanften Wellenschlag ruckzuck ein.

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Neuenburg zu Fuss entdecken

Das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen lässt kaum Wünsche offen. Käseliebhaber und Müeslifans kommen gleichermassen auf ihre Kosten. Wir wollen uns heute die Altstadt von Neuenburg zu Fuss anschauen. In rund vier Minuten Gehdistanz vom Hotel befindet sich eine Bushaltestelle der Linie 101, die in uns in 10 Minuten Fahrzeit direkt ins Zentrum von Neuenburg bringt. Dem Charme der engen Altstadtgassen kann ich mich trotz des düsteren Wetters und den dunkel drohenden Regenwolken nicht entziehen. Es gibt aber auch schampar viel zu sehen. Vorwitzige Streetart-Kunstwerke, herrschaftliche Gebäudefassaden, bunt bemalte Brunnen, kleine Lädeli mit lokalen Köstlichkeiten und Hausdurchgänge, die an «Traboules» erinnern.

Der Abstecher zum Schloss hinauf gehört bei einem Spaziergang durch die Altstadt Neuenburgs zum Pflichtprogramm. Die paar Treppenstufen sind es Wert und danach gönnen wir uns zur Belohnung eine Crêpe in der Crêperie du Château vis-à-vis vom Fontaine du Banneret. Neuenburg ist eine lebhafte Stadt und das welsche Flair ist unbestritten spürbar. Wer nach dem Spaziergang durch die Altstadt noch genügend Schnauf übrig hat, kann dem Uferweg entlang zurück zum Palafitte marschieren.

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Was tun bei Regenwetter?

Bei Regenwetter kann man sich entweder in den Seepavillon zurückziehen und durchs Fenster den Regentropfen beim Aufprall auf die raue Seeoberfläche zuschauen. Das hat meditative Effekte. Oder sich auf eine Museumstour begeben. Sehenswert ist das von Stararchitekt Mario Botta geschaffene Centre Dürrenmatt oberhalb des Bahnhofs neben dem botanischen Garten. Gleich neben dem Hotel Palafitte befindet sich das grösse Museum für Archäologie der Schweiz. Im Laténiums werden Zeitreisen durch Jahrtausende visuell erlebbar gemacht. Liebhaber moderner Kunst kommen im CAN auf ihre Kosten.

Für einen gemütlichen Kaffeklatsch empfehle ich euch das CofteArt an der Rue du Seyon. Ein lässiger Kaffee-/Teeshop in der Altstadt. Und selbstverständlich hat Neuenburg auch sein süsses Aushängeschild. Die Confiserie Wodey Suchard legte in der Altstadt den Grundstein ihrer globalen Erfolgsgeschichte.

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Tipps rund um das Hotel Palafitte und Neuenburg

  • Übernachtung im Seepavillon inkl. Frühstück ab rund 600 CHF für zwei Personen (Preis saisonabhängig)
  • Jeden Sonntag wird ab 12:30 Uhr im Hotel Palafitte einen Brunch aufgetischt (Kosten 82 CHF pro Person)
  • Für ein romantisches Wochenende zu zweit, bietet das Palafitte verschiedene Arrangements
  • Im Zentrum kann man sich im Restaurant Hôtel DuPeyrou in die Zeit von Louis XVI zurückversetzen lassen. Das Essen ist fein. Der Service dagegen hat uns nicht zu 100% überzeugt
  • Bei schönem Wetter einen Ausflug auf den Hausberg Chaumont unternehmen. Die Standseilbahn fährt ab le Coudre alle halbe Stunde hoch
  • Den Kopf durchlüften und gesunde Waldluft einatmen? Dafür bietet sich die Wanderung durch die Areuse-Schlucht südöstlich von Neuenburg an.

Hinweis: Wir wurden vom Hotel Palafitte zu diesem Aufenthalt eingeladen. Vielen Dank hierfür! Meine Leser dürfen wie immer sicher sein, dass ich stets meine Ansichten und Begeisterung vertrete.

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