Japan Geheimtipp: Das grüne Paradies auf Yakushima

Japan Geheimtipp: Das grüne Paradies auf Yakushima

Wer eine Reise tut, der kann was erzählen. Mein Reiseanekdoten-Repertoire umfasst mittlerweile einige amüsante Geschichten. Auf unserer letzten Japan-Reiseetappe nach Yakushima ist eine weitere dazugekommen. Wir sind nämlich beinahe auf der falschen Insel gelandet. Dazu später mehr. Einleitend noch ein paar Worte, wie ich überhaupt auf die Idee kam, nach Yakushima zu reisen und wieso ich mir anmasse, dies als «Geheimtipp» anzupreisen.

Ich hatte im New York Times Artikel «52 Places to Go in 2017» zum ersten Mal von diesem grünen Paradies gelesen, das die UNESCO 1993 zum Weltnaturerbe erklärte. Und irgendwie ist dieser Ort in meinem Hinterkopf haften geblieben. Als wir im Herbst 2017 unsere detaillierte Routenplanung angingen, sah ich am Schluss unserer Japan-Reiseetappe vorerst «provisorisch» zwei Tage für Yakushima vor. Nachdem ich auf Booking auch noch eine sehr nette, preiswerte und gut bewertete Unterkunft fand, war für mich dieser Part vorläufig erledigt. Im Notfall kann ich ja «stornieren». so die Devise.

Yakushima gehört zu den Nansei-Inseln, die sich zwischen Kyushu und Taiwan erstrecken. Viele Japan-Reisende konzentrieren sich auf die Hauptinsel Honshu – zumindest bei der ersten Tour. Yakushima dagegen befindet sich an der Südspitze von Kyushu, der südwestlichsten der japanischen Hauptinseln. Das liegt abseits der gängigen Reiserouten und genau deshalb ist Yakushima ein Geheimtipp für alle, die sattgrüne Wälder ebenso lieben wie ich und gerne Neues entdecken.

Wo ist denn dieses Yakushima und wie komm ich da hin?

Selbstverständlich hatte ich im Vorfeld auf Google Maps geschaut, wo sich denn diese phänomenale Insel befindet (als Geografin interessiert mich das). Mir waren aber zum damaligen Zeitpunkt die Distanzen nicht in ihren effektiven Ausmassen bewusst. Ansonsten hätte ich den Detailplanungsprozess wohl nicht derart unbeschwert auf «später» verschoben. Yakushima liegt nämlich gut 670 Kilometer (Luftliniendistanz) inklusive einem guten Stück Ostchinesischem Meer von unserem zweitletzten Stopp Hiroshima entfernt. Zum Glück hat Japan nicht nur sehr schnelle Züge, sondern auch blitzgeschwinde Fähren. Somit ist es gar nicht so abwegig, einen Abstecher nach Yakushima auch bei einem Fokus auf die Hauptinsel Honshu ins Reiseprogramm einzubauen.

Exakt zwei Monate vor unserem Aufenthalt auf Yakushima kontaktierte mich die Gastgeberin unserer gebuchten Unterkunft und fragte, ob Sie uns bei der Reservation der Fährtickets sowie des Mietwagens behilflich sein könne. Das erste Angebot nahm ich sofort dankbar an. Auf dem Meerweg gibt es drei verschiedene Optionen, um nach Yakushima zu gelangen: Mit der schnellen Toppy Hydrofoil Fähre, die für Strecke Kagoshima – Yakushima sagenhafte zwei Stunden benötigt. Mit der Yaku 2 Autofähre (vier Stunden Fahrzeit) sowie die Nachtfähre Hibiscus. Die schnellste Verbindung ist mit einem Ticketpreis von 15’000 Yen (Hin- und Rückfahrt) auch die Teuerste. Aber bei unserem Zeitbudget war klar, dass dies die einzig sinnvolle Option ist. Ich überwies die Ticketkosten per Paypal an unsere Gastgeberin, die im Anschluss unsere Fährtickets reservierte. Da die Website der Toppy Fähre nur auf Japanisch existiert, war dies natürlich schampar praktisch.

In Bezug auf die Organisation eines Mietwagens haderte ich zuerst. Yakushima lässt sich zwar mit dem Bus erkunden. Es sind jedoch nicht alle Inselteile mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen und mit dem Auto ist man deutlich flexibler unterwegs. Zudem schienen mir die Preise der organisierten Tagestouren (ca. 130 CHF pro Person) im Vergleich zu einem Mietwagenpreis von rund 50 CHF pro Tag verhältnismässig teuer. Überdenken musste ich das Angebot daher, weil ich mit meinem Schweizer Führerausweis in Japan eine beglaubigte Übersetzung benötige. Diese lässt sich entweder von der Schweiz via Agentur oder aber direkt bei der Japan Automobile Federation (JAF) in Japan anfertigen. Das JAF gibt als Zeitrahmen für die Anfertigung einer Übersetzung 2 Stunden bis eine Woche an. «Würde die Zeit in Tokyo reichen, um eine Übersetzung anzufertigen?». Das konnte mir niemand mit Sicherheit bestätigen. Trotzdem gab ich mir schlussendlich einen Ruck und liess unsere Gastgeberin auch den Mietwagen reservieren.

Mit meiner verbleibenden Pendenz, mich um die Übersetzung zu kümmern, hatten wir zwei Monate vor der Anreise die wichtigsten Eckpunkte für unseren Abstecher auf die Insel Yakushima organisiert: Fährtickets, Unterkunft und Mietwagen.

Ups, falsche Fähre erwischt!

Unser Anreisetag nach Yakushima startet in Hiroshima. Mit dem Shinkansen fahren wir 2.5 Stunden bis zur Endstation Kagoshima-Chuo. Direkt vor dem Bahnhof fahren Strassenbahnen Richtung Hafen (bei der Haltestelle Izurodori aussteigen), so dass wir nur noch eine Strecke von ca. 500m zu Fuss bewältigen müssen. Alternativ besteht die Möglichkeit, ein Taxi zu unternehmen. Am Fährterminal beziehe ich via Zahlencode am Schalter unsere Tickets und bin soweit beruhigt: Das hat ja bestens funktioniert. Bis zur Abfahrt unserer Fähre verbleibt uns noch eine knappe Stunde. Es ist Mittagszeit, der Magen knurrt – da kommt das im Fährterminal integrierte Ramen-Restaurant gerade gelegen.

Gut 20 Minuten vor der Abfahrt unserer Fähre beobachte ich, wie sich einige Personen mit ihrem Gepäck Richtung Schiffsteg begeben. «Wollen wir auch mal?», frage ich den Freund. Dieser nickt, packt seine Tasche und wir marschieren ebenfalls zum Steg. Vor der Fähre präsentieren wir unsere Tickets, die gescannt werden. An Board zeige ich diese nochmals einer Stewardess, die uns zu unseren Sitzplätzen weist. Kaum haben wir unsere Plätze eingenommen, startet der Schiffmotor und wir legen ab. «Hä?!» Unsere Abfahrtszeit ist doch 13:20 Uhr. Jetzt ist erst 13:05 Uhr. «Sind wir auf dem richtigen Schiff?» Die kurze Nachfrage bei der Stewardess bestätigt das mulmige Gefühl. Wir haben fälschlicherweise das Schiff auf die Nachbarinsel Tanegashima geboardet. Wie das trotz Scanning-System passieren konnte, ist uns schleierhaft. Aber der Crew ist es scheinbar ebenfalls nicht Recht, denn der Kapitän legt subito eine 180° Wendung ein und bringt uns an den Hafen zurück. Die damit verbundene Durchsage sorgt bei den mitreisenden JapanerInnen für Erheiterung und meine Kopffarbe macht jeder Tomate Konkurrenz. Die Lehre aus der Geschichte: Begebt euch frühestens zehn Minuten vor Abfahrt zum Schiffsteg und kontrolliert den Schiffsnamen.

Beim zweiten Anlauf zehn Minuten später erwischen wir das richtige Schiff. Da die Fähre mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h unterwegs ist, müssen wir uns anschnallen und während der Fahrt sitzen bleiben. Nach knapp zwei Stunden legen wir am Hafen Miyanoura auf Yakushima an. Hier steht ein Herr mit Schild bereit, der uns zu unserem kleinen kompakten Mietwagen geleitet. Diese eckige Autoform ist in Japan weit verbreitet und ich finde es total witzig, dass ich hier nun zum Abschluss unserer Japan-Reise zwei Tage mit so einem «Wägeli» rumdüsen darf. Mit vorgeklappten Rücksitzen bringen wir unsere beiden grossen Taschen problemlos rein und steuern danach unsere Unterkunft im Inselsüden an. 45 Minuten später erreichen wir die Pension Blue Drop, wo uns Gastgeberin Yuki herzlich begrüsst. Der Baustil ist ein Mix aus westlichen und japanischen Elementen und die drei Gästezimmer teilen sich Bad und Dusche. Nach einem kurzen Augenschein lockt uns die Abendsonne wieder nach draussen. Die verbleibende Zeit bis zum Abendessen nutzen wir für einen Ausflug zu den imposanten Ohko-no-taki Wasserfällen im Inselwesten. Die Küste Yakushimas erinnert uns im Abendlicht an Kauai. Grün so weit das Auge reicht!

Später geniessen wir in unserer Pension ein leichtes Kaiseki-Abendessen mit einer riesigen Portion hervorragendem Sashimi – eigener Tagesfang, wie uns Yuki bestätigt.

Kagoshima Toppy Ferry Yakushima Yakushima Japan Ohko Taki Waterfall Yakushima Yakushima Südküste bei Nakama

Geheimtipp Yakushima #1: Seibu Rindo Forest Path

Am nächsten Morgen starten wir zeitig mit der Inselumrundung. Auf Anraten unserer Gastgeberin steuern wir zuerst den Seibu Rindo Forest Path an. So heisst der Strassenabschnitt im Inselwesten, der durch einen Teil des Yakushima-Nationalparks führt. Der öffentliche Verkehr bedient diese Strecke nicht. Der Entscheid, ein Auto zu mieten erweist sich schon nach wenigen Kilometern als goldrichtig. Wir sind früh dran, es hat keinen Verkehr und bald einmal sichten wir die erste Japanmakaken-Gruppe, die es sich direkt auf der Strasse bequem gemacht hat. Nirgends sonst auf Yakushima haben wir so viele Affen und Hirsche gesehen, wie auf dem Seibu Rindo Forest Path. Dazu kommt die abenteuerliche – meist einspurige – Strassenführung und die tollen Ausblicke über das dicht begrünte Blätterdach auf die Meeresküste. Wir benötigen für die Strecke Hirauchi – Miyanoura an diesem Morgen mit zahlreichen Stopps gut zwei Stunden.

Seibu rindo Forest Path Yakushima Brücke Westküste Yakushima Seibu Rindo Forest Drive Affen auf Yakushima Hirsch auf Yakushima Yakushima Westküste

Geheimtipp Yakushima #2: Wanderglück im Shiratani Unsuikyo Tal

Direkt im Anschluss zweigen wir kurz nach Miyanoura linker hand ab und fahren bergwärts ins Shiratani Unsuikyo Tal. Der Grossteil von Yakushima ist von einem immergrünen Zederwald überwuchert, der wunderbare Wander- und Trekkingoptionen bietet. Bei zwei Tagen ist die Zeit leider zu knapp, um quer durch die Wälder zu trekken. Wir halten uns daher an die populären Spots für Tageswanderungen – dazu zählt Shiratani Unsuikyo Ravine. Gegen eine Eintrittsgebühr von 500 Yen pro Person erhalten wir eine Übersichtskarte mit den verschiedenen Trails. Insgesamt stehen drei unterschiedliche lange Rundkurse zur Auswahl, die miteinander verbunden sind. Wir steuern zuerst den Taikoiwa Rock Round Trip an, der mit 5,6 Kilometern der längste Trail ist und zum höchsten Punkt führt. Die angegebenen Wanderzeiten sind sehr grosszügig gerechnet. Wir starten die Wanderung kurz nach 11 Uhr. In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit ist auf der Hauptstrecke zum Taikoiwa Rock Aussichtspunkt auf 1’050 m ü. M. ordentlich was los. Wir kommen dennoch zügig voran und geniessen den Blick über das scheinbar endlos reichende Grün einen kurzen Moment für uns alleine. Auf dem Rückweg verlängern wir die Wanderung indem wir sowohl den Yayoisugi sowie Bugyosugi Cedar Course anhängen. Auf diesen beiden Loops treffen wir nur noch vereinzelt auf andere Wanderer und erfreuen uns ab den wunderbaren Sujets, die dieser zauberhafte Wald bietet. Wie aus einem Märchen entsprungen.

Blick auf Miyanoura Yakushima Shiratani Unsuikyo Ravine Yakushima Vegetation auf Yakushima Taikoiwa Rock Round Trip Yakushima Shiratani Unsuikyo Tal Moos Yakushima Moss covered Forest Yakushima Taikoiwa Rock Round Hike Zedernwald Yakushima Yakushima Traumwald Yayoisugi Cedar Course Yakushima

Geheimtipp Yakushima #3: Knorrige Baumgiganten bewundern

Ich hatte die Fährzeiten so gewählt, dass uns volle 48 Stunden auf Yakushima zur Verfügung stehen und dank später Rückfahrt nach Kagoshima auch am zweiten Tag noch eine Wanderung drin liegt. Auf dem Weg zum Yakusugi Land machen wir einen Abstecher zu den Senpiro-no-taki Wasserfällen. Ein kurzer Trail führt zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die etwas entfernt liegenden Wasserfälle. Um näher ran zu kommen, müsste man dem ausgeschilderten Mocchomudake Mountain Trail folgen. Fast imposanter als die Senpiro-no-taki Wasserfälle scheint der Blick auf den Toroki Fall, den wir auf dem Weg dorthin passieren.

Um Yakusugi Land zu erreichen, muss ich mich wie am Vortag einer schmalen Serpentinenstrasse entlang bergwärts schlängeln. Dankbarerweise hat es kaum Gegenverkehr, sodass wir trotz einspurigen Abschnitten zügig vorankommen. Auch hier bezahlen wir 500 Yen pro Person Eintritt und erhalten im Gegenzug die Übersichtskarte mit den Trails. Hier stehen vier Trails zur Auswahl. Die kürzeste Runde ist mit 30 Minuten beschildert, die längste Runde mit 150 Minuten. Diese Zeitangaben sind ähnlich positiv gerechnet wie in der Shiratani Unsuikyo Ravine. Wir benötigen für die längste Runde knappe zwei Stunden und nutzen die verbleibende Zeit für eine Fahrt zum sechs Kilometer entfernten Kigensugi Zedernbaum. Entlang der Trails sind zahlreiche markante Zedernbäume mit Informationstafeln versehen. Mit stolzen 3’000 Jahren auf dem Buckel, gehört der knorrige Kigensugi jedoch zu den Yakushima Highlights, die wir uns nicht entgehen lassen wollen.

Senpiro no Taki Waterfall Kohana Hiking Trail Yakushima Yakusugi Land Tokimekinomichi Trail Yakushima Yakushima Japan Geheimtipp Yakushima Zedernbaum

Yakushima für Foodies

Nachdem Japan für uns mit Ausnahme des Abstechers in die japanischen Alpen sehr städtelastig war, genoss ich diese zwei Tage auf Yakushima ausserordentlich. Meeresrauschen und endlos scheinende Märchenwälder. Diese Insel ist echt was ganz Besonderes und der kulinarische Aspekt kommt auch nicht zu kurz. Sei es die vorzügliche Hausmannskost mit selbstgefangenem Fisch in unserer Pension, oder aber auf Sterneniveau im Restaurant Okas. Den Restauranttipp entnahm ich einem Japan-Reisebericht, der im November 2017 im Migros Magazin abgedruckt war. Reisejournalist Reto Wild schwärmt in diesem Artikel ebenfalls vom einzigartigen Ökosystem Yakushimas und erwähnt die geniale Küche des oben genannten Restaurants.

Spontan, wie ich bin, fahre ich auf dem Rückweg der Wanderung zu unserer Unterkunft beim Sankara Hotel & Spa vor und frage an der Rezeption, ob es im Okas fürs Abendessen noch freie Tische hat. Offensichtlich kommt es nicht häufig vor, das externe Gäste den Weg zum Hotel extra wegen des Restaurants auf sich nehmen – aber ich werde unglaublich freundlich bedient und nach einer kurzen Wartezeit bestätigt man mir einen Platz für zwei Personen fürs Abendessen. Ich kann die Ausführungen im Migros Magazin unterstreichen! Ein spitzenmässiges Degustationsmenü, das die lokalen Produkte zu Stars auf dem Teller macht. Das 10-gängige Abendessen kostete uns inklusive Getränke (hausgemachtes Ginger Ale für mich, zwei lokale Biere für den Freund; Da der Grenzwert fürs Autofahren bei maximal 0.03g Alkohol im Blut liegt – quasi Nulltoleranz – trinke ich lieber nichts) umgerechnet knapp 300 CHF. Hunderprozentige Hingehempfehlung! Das Hotel sowie das dazugehörende Infinity Pool sehen übrigens auch ganz schick aus und müssten wir unser Budget nicht auf sechs Monate aufteilen, hätten wir uns hier wohl ein, zwei Nächte gegönnt.

Fine Dining Restaurant Okas Yakushima Sankara Hotel Restaurant Okas Yakushima Dessert

Praktische Tipps für deinen Aufenthalt auf Yakushima

  • Wir haben in der Pension Blue Drop im Inselsüden übernachtet und für 2 Nächte mit Frühstück 170 CHF bezahlt. Gastgeberin Yuki ist phänomenal und unterstützt einem hilfreich bei der Reiseplanung für Yakushima (Fährtickets / Mietwagen etc.)
  • Auf Voranmeldung bietet die Pension Blue Drop auch verschiedene Abendessenoptionen an. Wir haben am ersten Abend für das Kaiseki-Menü mit selbstgefangenem Fisch 5’200 Yen bezahlt.
  • Der Mietwagen (kompakter Kleinwagen mit Automatikschaltung) hat uns für 2 Tage 10’260 Yen gekostet. Yuki hat diesen bei einem lokalen Mietwagenanbieter reserviert, der kaum Englisch sprach. Hat aber alles tadellos funktioniert.
  • Um in Japan Autofahren zu dürfen, benötigen Personen mit einem Führerschein aus Deutschland, Schweiz, Frankreich, Belgien, Monaco, Slowenien und Taiwan eine beglaubigte japanische Übersetzung. Ein internationaler Führerschein ist nicht ausreichend. Der Grund dafür ist, dass die oben erwähnten Länder ihre Führerscheine nicht nach dem Genfer Abkommen von 1949 ausstellen, sondern nach dem Modell der Konvention von Wien (mehr Infos dazu).
  • Die Übersetzung lässt sich entweder via Agentur von der Schweiz aus organisieren (rund 80 CHF) oder ihr könnt sie direkt in Japan beim JAF (rund 30 CHF) beziehen. Hierfür muss man mit einem ausgefüllten Antragsformular sowie dem geforderten Bargeldbetrag von 3’000 Yen in einem der hier verlinkten JAF-Stellen mit Übersetzungsservice (Achtung – das bieten nicht alle an) vorbeigehen. Ich habe den Antrag beim JAF-Büro in Tokio gestellt und konnte die Übersetzung bereits nach zwei Stunden abholen. Es besteht seitens JAF jedoch keine Garantie, dass die Übersetzung in jedem Fall in zwei Stunden angefertigt wird. Wenn ihr am Morgen kurz nach der Schalteröffnung vorbeischaut, stehen die Chancen jedoch gut. Nutzt hierfür am besten einer euren ersten Tage in Tokio, damit bei Verzögerungen etwas Spielraum bleibt.
  • In Japan herrscht Linksverkehr und meist wird innerorts 40 km/h gefahren. In Yakushima war die schnellste ausgeschilderte Höchstgeschwindigkeit 50 km/h. Insofern ist das Autofahren hier sehr gemütlich.
  • Es wird empfohlen, die Fährtickets mit der Toppy im Vorfeld zu reservieren. Bei unserer Hinfahrt hatte es noch viel freie Plätze auf der Fähre. Auf der Rückfahrt war sie bis auf den letzten Platz voll besetzt. Fragt am besten eure Unterkunft um Hilfe.
  • Eine Übersicht der verschiedenen Anreiseoptionen (mit Preisen) für Yakushima sowie Busfahrpläne etc. findet ihr beim Yakushima Hostel Network. Ebenfalls viele Tipps und Infos zur Insel findet ihr auf der Seite des Touranbieters Yes Yakushima.
  • Zu den «must dos» auf Yakushima gehört eigentlich auch ein Bad in einer der zahlreichen heissen Onsenbäder am Meer. Hierzu reichte uns die Zeit leider nicht.
  • Direkt neben dem Flughafen Yakushima befindet sich die sympathische Pizzeria il Mare (für alle, die Abwechslungs zur japanischen Küche suchen).

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