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Reiseschnappschuss – aqui podia viver gente!

Den heutigen Reiseschnappschuss widme ich einem Thema, das mich in Lissabon stark beschäftigt hat. Lissabon lebt, doch hinter den Fassaden bröckelt es. Auf den ersten Blick erscheint die Stadt lebendig, fröhlich, belebt und zwar nicht nur von Touristen sondern auch von Einheimischen. In der Altstadt jedoch wurde ich beim Anblick der Gebäude stutzig. Der zweite Blick offenbart nämlich einen tristen Zustand der Bauten. Insbesondere in der Baixa stehen Gebäude zum Verkauf, viele davon sind verwaist. Die Erdgeschosse werden zwar meistens noch als Ladenflächen genutzt, doch darüber herrscht gähnende Leere.

„Woran liegt das wohl?“ fragte ich mich und war gedanklich schon wilde Entwicklungspläne am zeichnen. Überlegt euch mal dieses ungenutzte Potenzial an zentralster Lage, das nun vor sich hinmodert, bis es schliesslich in Staub zerfällt. Wunderschöne Häuser im Zentrum mit einem immensen Leerstand und draussen in der Peripherie bauen sie billige Betonwohnblöcke…

Am letzten Tag passierten wir dann zufälligerweise dieses bunt bemalte Haus inklusive Spruch, der den aktuellen Zustand besser nicht beschreiben könnte „Aqui podia viver gente“ – Hier könnten Leute wohnen – jawohl!

Gern wüsste ich mehr über die Gründe dieses Problems – zu hohe Mietzinsen, zu wenig Investitionskapital, zu viele Schulden… ? Falls ich mal nach Portugal auswandern sollte, werde ich mir ein Haus im Zentrum kaufen, darin wunderschöne Mietwohnungen erstellen und es mit vielen fröhlichen Menschen neu beleben. Dafür sind Häuser nämlich gemacht. Versprochen.

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