Die Tage sind endlich wieder länger und es dauert nicht mehr lange, bis die Landschaft in sattes Frühlingsgrün getaucht ist. Bei mir weckt das jedes Jahr aufs Neue die Lust auf Frühlingsausflüge. Geht es dir auch so? In den fast 14 Jahren, in denen es diesen Blog nun gibt, (wo ist bloss die Zeit hin?!) ist eine veritable Sammlung an Ausflugstipps zusammengekommen.
Für die kommenden sonnigen Frühlingstage habe ich deshalb 10 Ideen für dich zusammengestellt, die richtig Lust aufs Draussensein machen. Von Wanderungen durch grüne Rebberge über Schifffahrten auf Tessiner Seen bis hin zu Velotouren am Bodensee oder Architekturstreifzügen im Bregenzerwald ist bestimmt auch etwas für dich dabei.
1. Ausflug an den Hallwilersee
Das Seetal zwischen Lenzburg und Emmen ist mit seiner von Obstbäumen und Rebhängen geprägten Landschaft im Frühling ein besonders attraktives Ausflugsziel. Auf der Wanderung von Mosen am südlichen Ende des Hallwilersees über Aesch und Hitzkirch bis zum Schloss Heidegg in Gelfingen lässt sich die Blütenpracht besonders schön erleben. Die Strecke ist genau richtig für einen Frühlingstag, flach genug für einen entspannten Spaziergang und gleichzeitig abwechslungsreich genug für einen genussvollen Halbtagsausflug.
Der Weg führt an drei Weingütern vorbei, dem Klosterhof in Aesch, dem Weinbau Kaiserspan in Hitzkirch und dem Weingut Heidegg, und eröffnet immer wieder freie Sicht auf den Hallwilersee und die Zentralschweizer Alpen. Ein besonderes Highlight ist das barocke Schloss Heidegg mit seinem romantischen Rosengarten, der meist ab Mai bis in den Juni hinein in voller Blüte steht.
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2. Schifffahrt zu den Brissago-Inseln
Wenn auf der Alpennordseite der Frühling noch zögerlich in die Gänge kommt, lohnt sich ein Abstecher ins Tessin. Die Schifffahrt auf dem Lago Maggiore zu den Brissago-Inseln gehört zu meinen liebsten Frühlingsausflügen überhaupt. Der Botanische Garten auf der Isola Grande zeigt sich im März und April von seiner schönsten Seite, wenn subtropische Pflanzen, Palmen und Blumenpracht rund um die historische Villa wetteifern.
Noch mehr Frühlingszauber gibt es bei einer Schifffahrt auf dem Luganersee nach Morcote: Das kleine Dorf am Seeufer zählt zu den schönsten der Schweiz und lässt sich wunderbar mit einem Abstieg über die terrassierten Gassen und einem Espresso auf der Uferpromenade verbinden. Für Sonnengarantie einfach den Wettercheck vorab nicht vergessen.
→ Mehr Infos: https://www.travelita.ch/schifffahrten-tessin-brissago-morcote/


3. Ein Frühlingstag in Stans
Wieso nicht mal einen Ausflug in eine Zentralschweizer Kleinstadt unternehmen? Stans liegt bspw. nur einen Katzensprung vom Vierwaldstättersee entfernt und wird doch oft übersehen. Dabei hat der Nidwaldner Hauptort einiges zu bieten, von charmanten Gassen über überraschende Geschichten bis hin zu genussvollen Entdeckungen. Auf verschiedenen «Höhrgängen» lässt sich Stans aus unterschiedlichen Perspektiven erleben. Die kurzweiligen Routen führen durch den Ortskern und vermitteln spannende Einblicke in den Alltag und die Geschichte. Dazwischen lohnt sich eine Kaffeepause im Kafiversum oder etwas Action beim Disc Golf auf dem Gelände des Kollegi St. Fidelis. Zum Abschluss bietet sich ein Besuch im Culinarium Alpinum an, wo ein Spaziergang durch den essbaren Garten und ein saisonales Menü den Ausflug genussvoll abrundet.
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4. Aussicht und Panorama im Drei-Seen-Land
Zwischen dem Murten- und dem Neuenburgersee ragt der Mont Vully als markantes Wahrzeichen aus der weiten Landschaft des Drei-Seen-Landes heraus. Mit seinen 653 Metern ist er zwar kein alpiner Riese, dafür bietet er eine der schönsten Aussichten im Mittelland. Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Murtensee über die Jurakette bis hin zu den Gipfeln der französischen Alpen.
Die Wanderung auf dem Trans Swiss Trail von Murten via Sugiez über den Mont Vully bis nach Cudrefin gehört zu den schönsten Touren im Drei-Seen-Land. Zunächst führt der Weg flach dem Murtensee entlang, bevor bei Sugiez der Anstieg durch die Rebberge auf den Mont Vully folgt. Ein Abstecher in die mittelalterliche Altstadt von Murten mit ihrer fast vollständig erhaltenen Ringmauer lohnt sich ebenfalls.
→ Mehr Infos: https://www.travelita.ch/mont-vully-wanderung/

5. Frühlingsausflug an die Riviera der Ostschweiz
Das autofreie Weindörfchen Quinten am Südufer des Walensees ist nur per Schiff oder zu Fuss erreichbar, und genau das macht den besonderen Charme dieses Ortes aus, der nicht umsonst als «Riviera der Ostschweiz» bekannt ist. Dank der windgeschützten Lage herrscht hier bereits im März ein mildes Mikroklima. Weinreben, blühende Pflaumenbäume und Feigenbäume lassen fast vergessen, dass man sich noch in der Schweiz befindet.
Die Wanderung von Quinten nach Weesen gehört zu den eindrucksvollsten Frühlingswanderungen der Deutschschweiz. Der Felsenweg führt an den imposanten Seerenbachfällen vorbei, die mit einer Gesamthöhe von fast 600 Metern zu den höchsten Wasserfällen Europas zählen. Zum Startpunkt gelangt man mit dem Schiff ab Murg. Alternativ kann man den Ausflug auch mit einer Rundfahrt über den Walensee kombinieren.
→ Mehr Infos: https://www.travelita.ch/walenstadt-quinten-weesen-wanderung/

6. Ein Abstecher in eine (fast) unbekannte Ecke des Waadtlands
Lucens im waadtländischen Broyetal ist für Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer so etwas wie ein echter Geheimtipp. Das imposante, auf einem Felssporn thronende Château ist dann aber vermutlich doch nicht Grund genug für eine Reise dorthin. Zum Glück lässt sich der Ausflug bestens mit einer Wanderung kombinieren.
Der Sentier Aventures führt durch einen Laubmischwald auf eine Hochebene rund um den Weiler Cremin. Spätestens Ende März duftet es hier intensiv nach Bärlauch, und kurz bevor man die Hochebene erreicht, sorgt eine Hängebrücke für den nötigen Nervenkitzel. Oben in Cremin wartet ein Swingolf-Platz (Loisirs à la Ferme), der sich bestens mit der Wanderung kombinieren lässt. Eine kurzweilige Halbtagesunternehmung für die ganze Familie.
→ Mehr Infos: https://www.travelita.ch/wandertipps-fuer-ostern/

7. Mit dem Velo auf dem Bodensee-Radweg unterwegs
260 Kilometer, drei Länder, kaum Höhenmeter und immer das Blau des Sees im Blick: Der Bodensee-Radweg gehört zu den schönsten mehrtägigen Velotouren in Mitteleuropa. Kein Wunder, zählt die Route rund um den flächenmässig drittgrössten See Europas zu den beliebtesten Radfernwegen überhaupt. Dank der guten Signalisation lässt sich die Runde entspannt in drei bis fünf Tagen fahren – je nach Tempo und Lust auf Pausen.
Der Frühling ist besonders reizvoll: Die Ufer sind noch angenehm ruhig, die Obstbäume stehen in voller Blüte und auf den sonnigen Seeterrassen hält der regionale Spargel Einzug in die Speisekarten. Wenn die Zeit knapp ist, lohnt sich vor allem der Abschnitt Überlingen – Meersburg – Friedrichshafen mit seinen charmanten Orten und kulturellen Highlights wie den Pfahlbauten in Unteruhldingen. Ebenso empfehlenswert ist die Strecke zwischen Romanshorn und Kreuzlingen, die sich während der Apfelblüte von ihrer schönsten Seite zeigt.
→ Mehr Infos: https://www.travelita.ch/bodensee-radweg-velotour/


8. Ein Tag auf dem Vitra Campus bei Basel
Einen Steinwurf von Basel entfernt liegt in Weil am Rhein einer der aussergewöhnlichsten Architekturorte Europas: der Vitra Campus mit Bauten von Zaha Hadid, Frank Gehry, Tadao Ando, Herzog & de Meuron oder SANAA – eingebettet in eine weitläufige, öffentlich zugängliche Parkanlage. Ein besonderes Highlight ist der von Piet Oudolf gestaltete Garten, dessen naturnahe Bepflanzung einen spannenden Kontrast zur ikonischen Architektur bildet. Im Frühling zeigt sich der Campus von seiner schönsten Seite: Kirschbäume blühen, Oudolfs Garten erwacht in immer neuen Farbschichten und die Terrassen laden zum Verweilen ein.
Der Campus ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ob ein Rundgang durchs Schaudepot, eine geführte Architektur-Tour oder ein Kaffee im Depot Deli – am besten plant man mindestens einen halben Tag ein, denn es gibt mehr zu entdecken, als man zunächst vermutet.
→ Mehr Infos: https://www.travelita.ch/vitra-campus-tagesausflug/

9. Der Baukultur im Bregenzerwald auf der Spur
Wer Natur und Baukultur verbinden will, ist im Bregenzerwald genau richtig. Die 23 Dörfer der Vorarlberger Region haben sich zu einem bemerkenswerten Labor für zeitgenössische Holzarchitektur entwickelt. Bushaltestellen von Sou Fujimoto, Kapellen, Gemeinschaftsbauten und Wohnhäuser zeigen den sorgfältigen Umgang mit Material und Landschaft.
Der Architekturweg Bregenzerwald verbindet auf fünf Tagesetappen von Krumbach nach Au herausragende Baubeispiele mit abwechslungsreichen Wanderungen. Wer nur ein Wochenende Zeit hat, wählt ein bis zwei Etappen, etwa die erste Etappe, die von Krumbach durch Moorlandschaften, Waldtobel und über den aussichtsreichen Schweizberg nach Lingenau führt.
→ Mehr Infos: https://www.travelita.ch/bregenzerwald-architekturwanderweg/


10. Auf historischen Pfaden am Urnersee entlang
Zum 700-Jahr-Jubiläum der Eidgenossenschaft im Jahr 1991 angelegt, führt der Weg der Schweiz in vier Etappen über 35 Kilometer von Seelisberg rund um den Urnersee nach Brunnen. Besonders reizvoll sind im Frühling die Etappen drei und vier von Flüelen via Sisikon und die Tellskapelle bis nach Brunnen: Das Wasser leuchtet tiefblau, die Bergflanken zeigen sich in sattem Grün und die Gipfel im Hintergrund sind oft noch schneebedeckt.
Der Weg wechselt zwischen Uferpfaden, Waldwegen und kürzeren asphaltierten Abschnitten. Die Etappen sind bewusst kurz gehalten, sodass sich zwei davon gut an einem Tag kombinieren lassen. Wer mag, ergänzt den Ausflug je nach Startort mit einer Schifffahrt zurück nach Brunnen oder Flüelen.
→ Mehr Infos: https://www.travelita.ch/weg-der-schweiz-wanderung/




Ich werde einen Teil der vorgeschlagenen Wanderungen gerne ausprobieren.
Gruss A.Behringer
Das freut mich, vielen Dank fürs Feedback!
U dir, Anita, schöni Oschtere mit Has u Eier näb de Wanderschue
Danke gleichfalls! :)