Hoch über Meran – Pferde, Kino und Natur pur

Hoch über Meran – Pferde, Kino und Natur pur

Obwohl mich das Panorama im Miramonti für einen kurzen Moment sprachlos machte, hatte ich mich nach einiger Zeit so weit erholt, um die tolle Landschaft rund ums Hotel in all ihren Facetten zu entdecken.

Hoch zu Pferd

Wie man die Natur am Besten entdecken kann? Natürlich, hoch zu Pferd, ist es doch am Schönsten. Als Pferdeliebhaberin war für mich zu Beginn weg klar, wenn ich schon in Hafling bin, dann ist ein Ausritt mit einem waschechten Haflinger Pflicht. Die stämmigen, kleinen Haflinger sind echte Südtiroler und gute Gebirgspferde. Zum Glück befindet sich gleich neben dem Miramonti der Reiterhof Sulfner, wo verschiedene Ausritte angeboten werden. Noch vor der Anreise habe ich mich für einen 2-Stunden Ausritt angemeldet (Kosten: 27 Euro mit Gästekarte „Meranerland“). Haflinger sind verfressen und langsam. Das passt somit perfekt für einen gemütlichen Samstagsmorgen-Ausritt.

Eine halbe Stunde vor dem Ausritt werden die Pferde zugeteilt – ich bekam Nizza – und müssen selbst geputzt und gesattelt werden. Prima, um sich etwas zu beschnuppern. Auf die Ausritte dürfen nur geübte Reiter mit. Der Freund hielt dann auch respektvoll Distanz ;).

Anschliessend ritten wir in einer 5er Gruppe gemütlich durch Hafling und Umgebung. Meistens in zügigem Schritttempo, zwischendurch in flotten Trab und zweimal konnten wir uns auf Galoppstrecken so richtig austoben (wobei Galopp nicht Nizza’s liebste Gangart war). Die Reitwege führen entlang von Wanderwegen, fern von Verkehr, durch Wälder und Alpweiden. Sehr schöner Auftakt.

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Knottnkino

Im Südtiroler Dialekt bedeuten „Knottn“ Felsen. Die Aussicht von diesen Felsen ist teilweise so beeindruckend, dass man dort oben stundenlang die stetig wechselnden Umgebungsstimmungen betrachten könnte. Der Bozner Künstler Franz Messner liess sich davon inspirieren und erstellte auf dem Rotsteinkogel zwischen Hafling und Vöran das Knottnkino. Natur anstelle einer Kinoleinwand – tolle Idee!

Wir sind vom Miramonti bis zum Knottenkino hochgewandert. Für den abwechslungsreichen Weg benötigten wir rund zwei Stunden. Kurz nach Hafling waren wir kurz unsicher, ob die Wegrichtung stimmt, da der Wanderweg auf einem kurzen Abschnitt direkt auf der Strasse geführt wird. Ansonsten verläuft die Wanderung auf Naturwegen und ist gut beschildert. Unterwegs trifft man auf Kühe, Pferde, andere Wanderer und sonstige Kuriositäten. Insbesondere das Hirschschädel-Schild sorgte für Verwirrung und Erheiterung. Der Sinn uns Zweck (falls dieser vorhanden sein sollte) blieb uns leider bis heute unklar.

Nach dem Passieren des Restaurants Grüner Baum, müssen auf dem letzten steilen Abschnitt einige Schweisstropfen geopfert werden. Oben angekommen, setzten wir uns mit einem zufriedenen Seufzer auf einen der Kinostühle, enstpannten die Füsse und liessen die Aussicht einen Moment lang so richtig intensiv auf uns wirken.

Für den Rückweg wählten wir die bequeme Variante: Mit dem Bus von Vöran nach Hafling, dort in den Bus in Richtung Meran (bis Haltestelle St. Kathrein) umsteigen.

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Sulfner Weiher

Direkt hinter dem Miramonti beginnt ein lauschiger Wald. Darin versteckt sich in nur etwa 20 Minuten Gehdistanz der idyllische Sulfner Weiher. Ideal, um noch vor dem Frühstück den Kopf mit frischer Waldluft einmal richtig kräftig „durchzulüften“. Der kurze Wanderweg führt vorbei an der romantisch gelegenen Kirche St. Kathrein und verschwindet anschliessend hinter dem Reitstall Sulfner im Wald. Der kurze Aufstieg führt über weichen Waldboden. Laub raschelt unter den Schuhen und in der Nase kitzelt der würzige Waldduft. Und schon steht man am Ufer des kleinen Sulfner Waldweihers. So früh am Morgen hatten wir den Ort ganz für uns alleine.

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Ein Wochenende reicht bedauerlicherweise bei Weitem nicht, um all die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten auszuprobieren. Von Meran haben wir leider nur bei der Durchfahrt einen Blick erhascht. Nach Meran 2000, dem Hochplateau hoch über Meran, haben wir es ebenfalls nicht geschafft. Die zwei Tage Südtirol haben in mir aber die Lust geweckt, mehr zu sehen und erleben. Lassen wir uns überraschen, wann sich zum nächsten Mal eine Gelegenheit ergibt.

Was sind eure Top-Aktivitäten-Tipps für’s Südtirol?

Hinweis: Die Reise ins Südtirol wurde von Perfectfor2 und dem Miramonti Boutique Hotel unterstützt – Vielen Dank hierfür. Meine Leser dürfen wie immer sicher sein, dass ich hier stets meine Ansichten und Begeisterung vertrete. Die hübschen Schuhe, die mit mir das Südtirol entdeckt haben, habe ich von PanamaJack erhalten – da ich sie mag, werden sie mich noch auf einigen Abenteuerreisen begleiten. 

 

Anita Brechbühl

Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.

Kommentare

  • Anika September 16, at 14:21

    Hallo Anita, jeden Tag diese herrlichen Fotos von Dir. Findest Du es eigentlich auch immernoch so überwältigend, diese tollen Landschaften zu geniessen oder "gewöhnt" man sich daran? Danke herzlichst!

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  • Ronald September 26, at 12:24

    Ach Meran geht eigentlich immer, oder? Bin ab und zu mal zum Biken da wenn Freunde aus DE vorbeischauen :)

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  • Rafael Oktober 04, at 09:42

    Südtirol ist doch immerwieder eine Reise wert. Zusätzlich zu der einzigartigen Landschaft sollte aber auch die Vielzahl an Freizetmöglichkeiten nicht unterbewertet werden. Ich verreise seit Jahren nur noch in diese wunderschöne Ecke

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