Madrid – Stadtgärten der anderen Art

Madrid – Stadtgärten der anderen Art

Ich mag grün in der Stadt und ich mag alternative Begrünungsmethoden. Wenn man mit offenen Augen durch die Strassen läuft, sieht man eine Vielzahl von urbanen Gartenformen. Madrid bietet sogar zwei ganz spezielle „Stadtgärten“, die ich mir natürlich ansehen musste.

Ein Stadtgarten befindet sich beim 2008 eröffnete Caixa Forum, einem Museum und Konferenzzentrum, welches sich in der „Triangulo del Arte“ in unmittelbarer Nähe zum Prado befindet. Die Architekten des Gebäudes waren Herzog und de Meuron aus Basel. Die Architekten haben es geschafft, eine gelungene Verbindung zwischen alt und neu und verschiedenen Materialien herzustellen. Das meiner Meinung nach spannendste am Gebäude ist aber der vertikale Garten von Patrick Blanc mit einer Vielzahl an Pflanzen, die vertikal an die Hauswand gepflanzt wurden. Unter Landschaftsarchitekten und Ökologen besteht jedoch ein grosser Disput, ob eine solche grüne Wand überhaupt einen positiven Einfluss auf die Stadtökologie nimmt oder rein ein künstlerischer Beitrag ist, da das ganze Konstrukt wenig Rücksicht auf den Einsatz von standortgerechten Pflanzen und Langlebigkeit nimmt und intensive Pflege benötigt. Ich finde den Ansatz, Hauswände aufwendig zu begrünen, aber durchaus positiv, um alternative Standorte für urbane Grünräume auszutesten.

In der Nähe des Caixa Forum befindet sich der Bahnhof Madrid Atocha. Dort lohnt es sich einen Blick in die alte eindrückliche Bahnhofshalle zu werfen, die heute als Wartehalle und Treffpunkt genutzt wird. Darin befindet sich nämlich ein unglaublich toller Palmengarten. Ich finde, es sollte mehr Bahnhofshallen in diesem Stil geben. Man fühlt sich wie in einem tropischen Mikrokosmos.

Stadtgarten Madrid

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