Sommer verlängern in der Villa Principe Leopoldo

Sommer verlängern in der Villa Principe Leopoldo

Zaghaft hebt sich die Herbstsonne hinter der steil abfallenden Hügelkette empor und lässt Strahl für Strahl den Lago di Lugano in einem sanften Licht erstrahlen. Wir geniessen die ersten Sonnenstrahlen des Tages auf dem Balkon unserer Suite der Villa Principe Leopoldo. Das geschichtsträchtige Haus thront zuoberst auf der „Collina d’Oro“ mit einem Panoramablick über die Bucht von Lugano. Die Villa wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Sommerresidenz für die Familie von Prinz Friedrich Leopold gebaut, der hier bis zu seinem Tod 1931 lebte. 1986 wurde die Villa zum 5-Sterne Hotel umfunktioniert und hat heute 37 geräumige Zimmer in der Villa und weitere 38 Zimmer in der benachbarten Residence im Angebot.

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Unsere Suite liegt direkt unterhalb der Villenterrasse mit einer breiten Fensterfront zu See, Stadt, Bergen und ganz viel Grün im Vordergrund. Beinahe kommt beim Blick aus dem Fenster Dschungelfeeling auf. Das Zimmer ist in eine Schlaf- und Wohnzone unterteilt. Schwere Stoffe und goldige Farbakzente erinnern an die royalen Zeiten, wo die Villa Schauplatz einer illustren Gästeschar war. Interessantes Detail ist die beidseits verspiegelte Wand im Wohnbereich, die gleichermassen irritiert wie eine quasi unendliche Tiefe des Raumes suggeriert.

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Wenn auf der Alpennordseite die lauen Sommerabende vom Morgennebel verdrängt werden, ist es wieder so weit. Der Herbst steht vor der Tür. Nicht so in der Sonnenstube der Schweiz. Ein Herbsttag startet in der Villa Principe Leopoldo wie bei uns ein Sonntag im Hochsommer. Mit einem Frühstück auf der Terrasse mit Blick auf den Pool und die sattgrünen Hügel.

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Im Anschluss die Qual der Wahl. Was sollen wir heute unternehmen? Einen Shoppingausflug nach Lugano? Eine Fahrt auf den San Salvatore? Oder doch eine Schifffahrt auf dem Luganersee? Wir entscheiden uns für Letzteres und fahren mit Schiff von der Station Lugano Paradiso für eine Wanderung zum nahe gelegenen UNESCO Welterbe Monte San Giorgio. So prächtig die Lage der Villa ist, so umständlich ist sie für Fussgänger erreichbar. Ich erlebe hier in Lugano nämlich zum allerersten Mal in der Schweiz die paradoxe Situation, dass den Autofahrern der direktere Weg zur Verfügung steht als den Fussgängern. Schlichtweg deshalb, weil der Bau eines Trottoirs entlang der stark befahrenen kurvenreichen Strasse von Paradiso zur Collina hoch wohl vergessen ging. Wobei, wen wundert’s, wir befinden uns hier ja auch in der Stadt mit dem höchsten Motorisierungsgrad der Schweiz. Unter Autofans ist die Villa besonders beliebt. Das zeigt sich darin, dass auf der Vorfahrt einige – sagen wir einmal – „rassige Schlitten“ parkiert sind. Für Fussgänger wie ich einer bin, bietet die Villa Principe Leopoldo fünfmal täglich einen Shuttlebus ins Stadtzentrum von Lugano. Das ist nicht wirklich oft und deshalb nehmen wir die Strecke trotz den Widrigkeiten zu Fuss in Angriff. Übrigens, das Hotelmanagement hat uns dann noch verraten, dass es scheinbar doch einen Fussweg gibt, aber der sei nur mit Machete begehbar. Das passt doch bestens zum Dschungelfeeling ;).

Im Anschluss an die Wanderung flanieren wir entlang der hübschen Uferpromenade von Paradiso in Richtung Zentrum. Der häufig genannte Vergleich von Lugano mit Rio de Janeiro könnte nicht treffender sein – zumindest landschaftlich. Von der Promenade hat man die markanten Gipfel wie den San Salvatore und den Monte Brè bestens im Blick.

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Zurück in der Villa steht der Genuss im Vordergrund. Wir stärken uns auf der Sonnenterrasse mit dem legendären Clubsandwich (zum Glück habe ich in Anbetracht der Menge auf die Bestellung der Pommes Frites verzichtet) und einem leichten Salat. Danach habe ich endlich – zum allerersten Mal in dieser Saison – die Gelegenheit, meinen neuen Bikini auszuführen. Den Rest des Nachmittags haben wir nämlich ein Date mit dem Pool. Wir tricksen den Herbst aus und verlängern den Sommer.

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Auf der Terrasse werden nicht nur leckere Lunchgerichte sondern auch hervorragende Gelati serviert. So kommt’s, dass wir den Nachmittag am Pool mit zwei Eisbechern krönen.

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Vor dem Nachtessen füllt sich die Terrasse ein zweites Mal mit Hotelgästen und auswärtigen Gästen, die dem Sonnenuntergang mit einem Glas Aperol Spritz zuprosten und die wunderbare Abendstimmung mit allen Sinnen geniessen. Im Anschluss begeben wir uns in den Wintergarten des Principe Leopoldo. Das mit 16 Gault Millau Punkten ausgezeichnete Gourmet-Restaurant des Hauses serviert hier einen Mix aus italienischer und französischer Küche. Wir entscheiden uns für das 5-gängige Menu (125 CHF) und schlemmen uns durch Octopus-Salat (nicht ganz mein Fall), Ravioli mit Crevetten und ein hervorragendes Châteaubriand. Im Hinblick auf den gut gefüllten Magen und die süsse Nachspeise lassen wir den Käse aus.

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Wir konnten uns an diesem Wochenende überzeugen, dass man für eine Sommerverlängerung nicht zwingend in südliche Gefilde fliegen muss, sondern das sonnenverwöhnte Tessin da durchaus mithalten kann. Die Villa Principe Leopoldo bildet dabei mit ihrer Lage zwischen Lugano und den grünen Hügeln eine ideale Ausgangslage für anspruchsvolle Leute, die gerne Shopping, Kultur und Natur kombinieren und das Dolcefarniente am Pool gleichermassen zu geniessen wissen.

  • Die nächste ÖV-Haltestelle befindet sich rund 600 m entfernt (Gentilino, Rubiana Postauto Nr. 436 ab Lugano Bahnhof)
  • Deluxe Zimmer (Villa) ab rund 400 CHF (saisonal)
  • Den Kiso Spa der Villa Principe Leopoldo kann man auch als externer Gast besuchen

Hinweis: Ich wurde von der Villa Principe Leopoldo zu diesem Aufenthalt eingeladen. Vielen Dank hierfür! Meine Leser dürfen wie immer sicher sein, dass ich stets meine Ansichten und Begeisterung vertrete.

Anita Brechbühl

Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.

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