The Cambrian – Adelboden ganz entspannt

Ich stehe mit meinen Lederschuhen tief im Schnee. Wer hätte das gedacht, dass sich der Winter nach dem frühlingshaften Wetter der letzten Wochen nochmals aufrafft und die Schweiz gegen Ende März mit einer wunderschön pudrigen Schneedecke überzieht. Uns kommt der Schnee jedoch gerade richtig. Wir verbringen das Wochenende in einem meiner liebsten Winterorte. Adelboden zieht sowohl im Winter wie auch im Sommer mehrheitlich Schweizer Feriengäste an. Auch ich verbinde mit dem Ort lebhafte Erinnerungen: An wilde Jugendskilager, an tolle Wintertage mit Freunden, an stundenlanges Snowboarden neben dem „Gran Masta“ Park, um die coolen Jungs zu bestaunen und an erste Flirtversuche in der Alten Taverne. Adelboden ist mein Stück Winterheimat im Berner Oberland.

Hallo Herr Winter

Umso schöner ist es, dass wir an diesem Wochenende in ein tief verschneites Adelboden zurückkehren. Obwohl wir ohne Skiausrüstung unterwegs sind, steigen wir bei der Bushaltestelle Mineralquelle aus. Wir wollen die weisse Pracht von der Gondelbahn aus bestaunen und im Bergrestaurant Sillerenbühl einen Kaffee trinken. Dieser kurze Abstecher entpuppt sich als kostspieliges Unterfangen. Gäste ohne Ski müssen eine Tageskarte für die Bergbahnen kaufen (es gibt keine Einzelfahrten). Das bedeutet, man darf den ganzen Tag unbegrenzt Gondelbahn fahren (auch das haben wir in Adelboden schon gemacht) zahlt aber stolze 28 CHF (inkl. Ermässigung GA).

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Wo Design auf Bergwelt trifft

Positiv an diesem Ticket ist, dass wir damit auch den Verbindungslift Talstation Sillerenbühl – Adelboden Dorf benützen dürfen und so ohne grosse Anstrengungen zu unserem Ziel gelangen. Das Schneegestöber und die schlechte Sicht sind eine ideale Ausrede, um Adelboden einmal ganz entspannt zu geniessen. Der perfekte Ort dafür ist das Design Hotel The Cambrian, das sich mitten im Zentrum von Adelboden in Gehdistanz zu den Bergbahnen (Tschentenalp in nächster Nähe) befindet. Das stilvolle Hotel, das 2007 seine Pforten geöffnet hat, birgt einige kleine Geheimnisse.

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Wir beziehen erst einmal unser lichtdurchflutetes Eckzimmer. Die Aussicht auf das Bergpanorama ist selbst bei diesem trüben Wetter beeindruckend. Das Zimmer selbst ist komfortabel eingerichtet, aber es fehlt etwas an Keckheit. Dies soll sich in naher Zukunft ändern, denn das The Cambrian ist stetig bemüht, sich weiter zu entwickeln und im Berner Oberland eine einzigartige Wohlfühloase zu schaffen. „Wohl“ fühlen wir uns schon jetzt. Das ist auch nicht schwierig, wenn auf dem Zimmer Schoggi bereitsteht und uns ein Nachmittag voller Entspannungsmomente bevorsteht.

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Chillen

Ganz nach der Aufforderung im Zimmer „to chill“ schnappen wir uns den Bademantel und begeben uns in den Spa-Bereich des The Cambrian. Wir hüpfen zuerst in den gewärmten Aussenpool und machen es uns auf der Sprudelliege bequem. Dieser Aussenpool bietet eigentlich auch eine der besten Pool-Aussichten, die es gibt. Die wolkenverhangenen Berghänge und das starke Schneegestöber lassen uns nur erahnen, wie majestätisch das Bergpanorama an klaren, sonnigen Tagen wirken muss. Wir schliessen die Augen, spüren die kalten Schneeflocken auf unserem Gesicht und lassen uns friedlich im warmen Wasser treiben. Die Alltagshektik ist in diesem Moment komplett aus den Gedanken gestrichen.

Nebst dem Innen- und Aussenpool bietet der Wellnessbereich noch eine Finnische Sauna, ein Dampfbad, Erlebnisduschen und Kneippbecken. Nachdem wir richtig geschwitzt haben, ziehen wir uns auf die Ruheliegen zurück, bestaunen den vielen Neuschnee durch die grossen Fenster und lesen uns durch die Klatschmagazine. Zu Recht gehört das The Cambrian zu den Top 20 Wellnesshotels der Schweiz. Ein solcher Spa-Nachmittag hilft, Energie für den Alltag zu tanken.

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Tea time

Für den Rest des Nachmittags machen wir es uns im Wintergarten, dem Herzstück des The Cambrian, gemütlich. Der Raum ist wunderbar einladend. Grosse Fensterfronten bieten einen uneingeschränkten Blick auf das Alpenpanorama. Leider sind wir 15 Minuten zu spät für den Traditional Cambrian Afternoon Tea, der von 14:00 bis 17:00 serviert wird. Zu Schade! Dass hier dem Afternoon Tea eine solche Bedeutung zugeschrieben wird, kommt nicht von ungefähr. Der Name „Cambrian“ ist vom lateinischen Wort für „Wales“ abgleitet. Falls ihr einmal in Adelboden sein solltet, dann nehmt euch etwas Zeit für den Afternoon Tea. Für 32 CHF pro Person wird man mit wunderbaren Mini-Sandwiches, Scones, Adelbodner Früchtebrot und Schokoladespezialitäten verwöhnt. Aber auch nach 17:00 Uhr stehen einige Highlights auf der Barkarte (unter anderem auch Burger :)). Wir bestellen Bier, einen alkoholfreien „San Francisco“ und ein Adelbodner Plättli. Danach kuscheln wir uns in die Loungesessel und lassen die Seele baumeln.

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Nebst dem Wintergarten lädt auch die Lobby mit einem knisternden Feuer zum Verweilen ein. Bemerkenswert finde ich hier die gelungene Kombination aus dunklem Schieferboden und hellen Holzmöbeln.

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Alpine Küche

Wir sind hungrig – kristallklarer Bergluft, Schnee und Wellness sei Dank. Bevor wir uns aber Hals über Kopf ins Restaurant stürzen, werfen wir noch einen Blick in die neu gestalteten „Club Rooms“, die als Tagungs- und Workshop – Räumlichkeiten dienen oder für andere Gruppenanlässe genutzt werden können. Die Gestaltung erfolgte mit einem Augenzwinkern. Die Räume beinhalten tolle gestalterische Details.

Im Restaurant wird uns das tagesaktuelle 4-Gang-Menu serviert, das vorzüglich schmeckt und mich aufgrund der Verwendung von saisonalen Produkten überzeugt. Das Menu mit vier Gängen kostet ohne Weinbegleitung 89 CHF. Es könne auch Menus à la Carte bestellt werden.

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Den nächsten Morgen starten wir ausgeschlafen mit einem reichhaltigen Frühstück und mit Blick auf den Pool, in dem schon die ersten Gäste den frühmorgendlichen Sprudelspass frönen. Das Frühstücksbuffet ist umfangreich und bietet eine erlesene Auswahl an regionalen Käsesorten und frischen, saisonalen Früchten. Kaum zu glauben, dass ich wenige Stunden später wieder mitten in der Stadt im Büro sitzen werde – das hier ist der wahrgewordene Tagtraum.

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Das The Cambrian präsentiert eine gelungene Mischung aus modernem Design, Britischem Chic und alpiner Verwurzelung. Um den Gästen auch in Zukunft ein einmaliges Erlebnis in den Alpen zu bieten, sind einige Projekte geplant. Ziel ist, im und um das Hotel noch weitere herausragende Akkzente zu setzen. Wir sind gespannt und freuen uns auf die nächste Auszeit im schönen Berner Oberland.

Infos und Tipps:

  • Die Tagesraten für ein Deluxe Zimmer beginnen bei 290 CHF / Nacht – hier gibt es aktuelle Frühlingsangebote
  • Die Wintersaison im Gebiet Silleren-Hahnenmoos dauert noch bis zum 21. April – die Schneebedingungen sind phänomenal!
  • Auf der Englistenalp (super zum Frühlingsskifahren) haben die Anlagen sogar bis zum 4. Mai geöffnet.
  • Im Sommer gibt es rund um Adelboden mehr als 320 km Wanderwege zu entdecken. Viele dieser Wege können auch mit dem Mountain Bike abgefahren werden.

Hinweis: Mein Aufenthalt in Adelboden wurde vom The Cambrian unterstützt – Vielen Dank hierfür. Meine Leser dürfen wie immer sicher sein, dass ich hier stets meine Ansichten und Begeisterung vertrete.

Anita Brechbühl

Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.

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