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Ein köstlicher Tag in New Orleans

Zum Glück war ich nur 3 Tage in New Orleans, ansonsten wäre meine Bikinifigur arg in Bedrängnis geraten. New Orleans ist ein Paradies für Geniesser und Freunde des deftigen Essens, hungrig muss keiner nach Hause und eine leichte Küche darf nicht erwartet werden. New Orleans ist eine der wenigen Städten Amerikas mit einer ganz eigenen kulinarischen Kultur. Viele Restaurants servieren Gerichte, die auf der Kreolischen und Cajun-Küche der französischstämmigen Einwanderern aufbaut. Die Cajun-Küche ist dabei eine eher einfach und rustikal ausgerichtete Küche und Gumbo – ein Fleisch- oder Meeresfrüchte Eintopf – eines der typischen Gerichte. Die Kreolische Küche dagegen orientiert sich eher an der gehobenen französischen Küche.

Wir probierten uns währen den drei Tagen durch die kulinarischen Highlights, probierten Traditionelles und Modernes und fühlten uns wie im 7. Schlemmerhimmel. Ein köstlicher Tag kann so aussehen:

Frühstück: Stanley, 547 St Ann Street

Das traditionelle Stanley befindet sich gleich neben dem Jackson Square im Erdgeschoss des Pontalba Gebäudes. Man geht hier nicht hin, um leicht zu essen. Das Bananas Foster French Toast übertrifft dann auch all meine Erwartungen eines deftig süssen Frühstücks. Einzig der Kaffee hat reine Filterqualität und lässt zu wünschen übrig – aber was will man schon mit Kaffee, wenn man Eis zum Frühstück bekommt?

Stanleys_Breakfast

Zwischendurch: Bittersweet, 725 Magazine Street / Sucré 3025 Magazine Street

Nach einem solch deftigen Frühstück verspüre ich gegen Mittag keinen grossen Hunger. Wer aber dennoch für den kleinen „Gluscht“ zwischendurch was möchte, dem kann ich diese beiden zuckersüssen Cafés/Confiserien empfehlen. Im Bittersweet hat es zudem free wifi und gemütliche Tische.

Sucré

Bittersweet

Apéro: Sylvain, 625 Chartres Street

Wer New Orleans – like in den Abend starten will, der ist im Sylvain an der richtigen Adresse. Inmitten des French Quarter mit einem schwer auffindbaren Hintereingang findet man sich in einem historischen Ambiente wieder. Ich fühlte mich a) unglaublich cool, dort an der Bar etwas zu bestellen und erwartete, dass sich b) gleich Louis Armstrong neben mich setzt. Letzteres ist leider nicht passiert. Damit euch der erste Drink nicht gleich aus den Socken haut, empfehle ich, dazu den delikaten Southern Antipasti Teller zu bestellen (17$).

Silvains_Antipasti

Abendessen: Cochon, 930 Tchoupitoulas Street

Wer im Cochon essen will, der sollte sich im Vorfeld um eine Reservation kümmern. Wir hatten nicht reserviert und bekamen mit viel Glück und nach einer halben Stunde Wartezeit an der Küchenzeile einen Platz über. Gemütlich ist anders, dafür kann man den Köchen beim kochen zuschauen. Das Restaurant ist aber sonst sehr stilvoll eingerichtet und Schwein ist Trumpf. Die Küche ist vom Cajun-style beeinflusst und das Menu bietet eine tolle Auswahl von vielen kleinen Gerichten bis hin zu den grossen Fleischstücken. Ich war mutig und probierte zur Vorspeise frittierten Alligator. Wie er schmeckt? Nun, wie ein „gummiges“ Huhn. Ich hab’s probiert, umgehauen hat’s mich nicht. Zur Hauptspeise gab’s dann Schwein (Louisiana Cochon) und das war himmlisch!

Dank Französischkenntnissen war mir immer klar, was mit „Cochon“ gemeint ist. Wir mussten jedoch feststellen, dass dies für die Amerikaner nicht unbedingt klar ist. Der amerikanische Herr, der neben uns plaziert wurde, fragte uns beim Studieren der Karte nämlich, was den „Cochon“ sei – wir konnten ihm zum Glück weiterhelfen. Vor lauter Euphorie bestellte der Herr übrigens rund 4 Vorspeisen und 2 Hauptspeisen. Ob er alles aufgegessen hat, wissen wir leider nicht.

Cochon_Starter

Cochon_MainCourse

Absacker:

Nach soviel Essen, hilft der Alkohol beim Verdauen. Deshalb ging es zu guter Letzt zurück ins Frech Quarter ins legendäre French 75. Der Barkeeper ist übrigens extrem experimentierfreudig. Erzählt ihm einfach nach was euch ist – und er wird was zusammen mixen.

French75Entrance

French75_Drink

In dem Sinne „Guten Appetit“

 

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