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Ein Weekend in Graz: das sind die TopSpots der GenussHauptstadt Österreichs

Werbung: Beitrag in Zusammenarbeit mit der Österreich Werbung

Graz hat sich bei meinem ersten Besuch im Dezember 2015 im Nu einen Platz in meiner Favoritenliste für Städtereiseziele in Europa ergattert. Weltkulturerbestätte, GenussHauptstadt Österreichs, designaffin, offen für Innovation und eine richtig lässige Kaffeehauskultur. Tradition, modern interpretiert. Das macht Graz zu einem ganzjährig lohnenden Ziel für einen Weekendtrip.

Logo, dass die steirische Hauptstadt deshalb auch in meiner Österreich Sommer Bucket List nicht fehlen durfte. Ende August war es dann auch für uns so weit – ein Wochenende in Graz stand an. Eigentlich war der Zeitpunkt unserer Reise auf den jährlichen Event-Höhepunkt der GenussHauptstadt, die «Lange Tafel», abgestimmt. Diese wurde – situationsbedingt – zwar leider zum zweiten Mal in Folge abgesagt. Nichtsdestotrotz erwarteten uns mit dem parallel laufenden Food Festival sowie dem bunten Rahmenprogramm der GenussHauptstadt Partnerbetriebe rundum köstliche Tage. Ihr dürft euch dementsprechend über eine geballte Ladung erstklassiger Tipps freuen. Die beste Vorbereitung für einen genussvollen Graz-Besuch.

Grazer Kaffeehauskultur neu interpretiert

Bereits 2015 habe ich nach meiner Rückkehr von den zahlreichen tollen Cafés geschwärmt. Umso schöner zu sehen, dass das Café Tribeka, welches mir damals besonders positiv aufgefallen ist, zwischenzeitlich weitere Filialen eröffnen konnte. Der morgendliche Gang ins Café liessen wir uns auch diesmal nicht entgehen. Denn nichts ist mehr Graz, als mindestens zwei Stunden fürs ausgiebige Frühstücken einzuplanen.

Breakfast Club im Café Fotter

Meine Empfehlung für den Samstagmorgen: Reserviert euch einen Tisch im Café Fotter. Das über 80-jährige Traditionshaus kombiniert den Charme von anno dazumal mit «hipster vibes» und begeistert an schönen Tagen mit einem lauschigen Garten. Der Wochenendauftakt ist hier ein Hauch verwegener als anderswo. Das Frühstücksmenü startet nämlich mit einem Cocktail. Darf’s ein Bellini sein? Alternativ kann man sich natürlich auch einen Mocktail oder einen frisch zubereiteten Smoothie bestellen. So oder so – das dreigängige Breakfast Club Konzept bestehend aus einem Drink, etwas herzhaftem sowie einem süssen Schlussbouquet hat mich von A bis Z überzeugt. Weitere Pluspunkte gibt’s fürs Ambiente und den frisch gerösteten Kaffee.

Graz Cafe Fotter Breakfast Club

Das Café Fotter liegt östlich des Stadtparks im Grazer Univiertel. Perfekt, um dieses nach dem ausgiebigen Frühstücken zu Fuss zu erkunden. Nebst hübschen Quartierstrassen mit Blockrandbebauung aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gibt es hier nämlich auch die eine oder andere interessante moderne Fassade zu entdecken. So zum Beispiel die Gebäude des Instituts für Molekularbiologie oder Zaha Hadids Entwurf «Argos» an der Burggasse.

Graz Zaha Hadid Architektur

Frühstück im Das Promenade

Im Gegensatz zum Café Fotter ist das Café Promenade beim Stadthaus-Pavillon im Stadtpark ein Neuzugang in der Grazer Frühstücksszene. Auch hier kann man sowohl gemütlich drinnen wie auch – bei entsprechendem Wetter – draussen essen. Die Frühstückskarte ist etwas umfangreicher als im Café Fotter und beinhaltet eine grosse Auswahl an Kuchen und Mehlspeisen, aber auch köstliche belegte Sauerteigbrote, Rohkost oder Granola mit Joghurt und frischen Früchten.  

Das Promenade Graz Frühstück

Das Café Promenade ist eines von aktuell 28 Partnerbetrieben der GenussHauptstadt. Damit sind sie seit diesem Jahr auch mit dem Gütesigel der AMA Genuss Region zertifiziert. Das Kredo: Hier werden qualitätsvolle regionale Lebensmittel produziert bzw. verarbeitet.

Genussorte in der Grazer Altstadt

Das Café Promenade befindet sich wenige Meter vom Burgtor, eines der mittelalterlichen Stadttore, entfernt. Von hier aus ist es nur einen Katzensprung in die historischen Altstadtgassen. Nutzt die Gelegenheit und erkundet auf dem Rückweg vom Café in die Innenstadt die berühmte Doppelwendeltreppe im Burghof. Wir lassen uns von hier aus der Nase nach durch die Altstadtgassen von Graz treiben. Zu entdecken gibt es so einiges; die Domkirche, die mit Boutiquen gesäumte Sporrgasse, die verwinkelte Färbergasse, den Stadtbauernladen an der Hamerlinggasse (perfekt, um ein Mitbringsel zu kaufen) hübsche Innenhöfe und belebte Plätze.

Frankowitsch – Brötchen all day long

Egal welchen Weg ihr wählt, früher oder später werdet ihr am Delikatessengeschäft Frankowitsch vorbeispazieren. Ein Zwischenstopp im traditionsreichen Grazer Feinkostladen ist meiner Meinung nach Pflicht. Und was hier der Kenner/die Kennerin bestellt, weiss ich seit meinem letzten Graz-Besuch: ein Brötchen und ein Pfiff. Prost!

Der Frankowitsch ist gleich ums Eck von der Herrengasse. Gesäumt von zahlreichen Prachtbauten zwischen Hauptplatz und Jakominiplatz bildet sie den Mittelpunkt des öffentlichen Lebens der Grazer Altstadt. Hier befindet sich auch das Landhaus mit seinem sehenswerten Innenhof. Die Arkaden gelten als Meisterwerk der italienischen Renaissance. Südländisches Lebensgefühl versprühen auch die zwei hier ansässigen Partnerbetriebe der GenussHauptstadt: der Landhauskeller sowie das el Gaucho.

Graz Landhaushof

Cocktails im Katze Katze

Dazwischen versteckt sich eine der der angesagtesten Cocktailbars der Stadt – das Katze Katze. Mein Tipp: Für einen Pré-Dinner-Drink findet sich in der Regel ohne Reservation einen Platz. Wer sich hingegen nach dem Abendessen hier einen Absacker zugute tun möchte, sollte im Vorfeld einen Tisch reservieren.

Freiblick – anstossen mit Aussicht

Eine weitere hervorragende Apéro-Location versteckt sich auf dem Dach des Kaufhauses Kastner & Öhler. Das Café Freiblick habe ich bereits bei meinem letzten Graz-Besuch angesteuert und den Blick über die denkmalgeschützte Dächerlandschaft von Graz genossen. Bevor wir dort mit einem fruchtigen Glas Weisswein aus der Steiermark auf das herrliche Wetter anstossen, nutzen wir die Nähe zum Joanneumsviertel, um einen Blick in die Neue Galerie zu werfen.

Die anfangs der 2000er Jahre durchgeführte Neugestaltung des Platzes scheint ein gelungenes Beispiel für den gelebten Dialog zwischen Stadt und Museum. Einziges Manko: Der eine oder andere schattenspendende Baum würde die Aufenthaltsqualität auf dem Platz an einem sonnigen Sommertag massgeblich aufwerten. An regnerischen und kühlen Tagen ist das unterirdisch zusammenhängende Museumskonstrukt dafür ein wahrer Segen.

Graz Joanneum

citylunch im dreizehn by Gauster

Unser Rundgang endet an diesem Tag auf dem Franziskanerplatz, wo wir einen der begehrten Tische im dreizehn by Gauster ergattern. Hier gibt’s klassische steirische Gerichte, modern interpretiert und sehr schön angerichtet. Wer später am Abend der Besuch an einer kulturellen Veranstaltung plant – der profitiert im Gauster zudem von einem 3-gängigen Überraschungsmenü inkl. Aperitif und Gedeck zu einem attraktiven Preis (gültig vor 19:30 Uhr).

Sei es, um nach dem Abendessen einer Vorstellung in der Oper oder dem Schauspielhaus Graz beizuwohnen oder schlicht und einfach von einer Sitzbank an der Mur das Spektakel rund um und auf der Murinsel zu beobachten. So oder so: Graz scheint zur Blauen Stunde so richtig aufzublühen.

Graz Erherzog Joann Brücke
Murinsel Graz

Über den Dächern der Stadt dem Genuss frönen

Wieso ihr mindestens zwei Nächte in Graz verbringen solltet? Damit ihr nach einem gemütlichen Abend unten in der Altstadt auch noch einen Abend auf dem Schlossberg verbringen könnt. Mehrere Aufstiegsmöglichkeiten führen auf den markanten Hügel. Die Repräsentativste davon ist die Schlossbergstiege, auch wenn ihre Entstehungsgeschichte (sie wurde von Kriegsgefangenen des 1. Weltkrieges in den Fels gehauen) alles andere als romantisch ist. Bequemer und in raschen vier Minuten geht’s mit der Schlossbergbahn oder mit dem gläsernen Schlossberglift hinauf auf den Schlossberg. An schönen Tagen lohnt es sich, den Schlossberg zum Sonnenuntergang anzusteuern.

Graz Schlossberg Ausblick

Restaurant das Schlossberg

Diesen geniesst man entweder von den weitläufigen Parkanlagen rund um den Uhrturm aus, von der Panoramaterrasse des aiola upstairs direkt daneben oder aber vom Restaurant Schlossberg aus. Hinter raumhohen Fensterfronten diniert es sich hier in gediegenem und gleichzeitig modernem Ambiente. Das kompakt gehaltene Menü (hat auf einer Seite Platz, was wir sehr zu schätzen wissen), finden sich saisonale Klassiker der österreichischen Küche. Stattet unbedingt auch der Skybar einen Stock darüber einen Besuch ab. Und wer mehr über die Geschichte des Schlossberges erfahren möchte, der plant vor dem Abendessen einen Abstecher ins Graz Museum Schlossberg (Eintrittspreis 2 Euro für Erwachsene) ein. Das im Herbst 2020 eröffnete Museum ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Graz Schlossberg Nachtpanorama

Wo in Graz Kunst auf Kulinarik trifft

Graz ist nicht nur mit seiner hervorragend erhaltenen Altstadt Teil der Unesco Welterbestätten, sondern auch Unesco City of Design. Kunst und Kultur ist – nebst der Kulinarik, versteht sich von selbst – übers gesamte Stadtgebiet spür- und erlebbar. Solche Dinge offenbaren sich mancherorts im Kleinen. Zum Beispiel durch den Einsatz von kreativen Möblierungselementen im öffentlichen Raum. An anderen Stellen – wie beim nächtlich erleuchteten Kunsthaus Graz – dem «friendly alien» – sind sie unübersehbar.

Kunstmuseum Graz

Wer Graz während des Food Festivals besucht, der kommt zudem in den Genuss, Kulinarik in Verbindung mit Kunst zu erleben. Die Eventreihe startete dieses Jahr in der Bakerhouse Gallery mit einer Art Kitchen. Die Besichtigung der grössten Kunstgalerie der Steiermark kann ich den Kunstinteressierten unter euch aber auch ausserhalb der Food Festival Woche bzw. anderweitigen Events empfehlen.

Bakerhouse Gallery Graz

Mit dem Cabriobus auf Exkursion: Kulinarische Stadtrundfahrt Graz

Kunst und Kultur bildet auch im Kunsthaus Graz eine Symbiose. Das Kunsthauscafé als auch das Kunsthaus gehört für mich zum Pflichtprogramm bei einem Graz-Besuch. Die Ausstellungen sind hervorragend kuratiert und behandeln stets aktuelle Themen. Das Kunsthaus Graz ist auch der Ausgangspunkt für einen von verschiedenen kulinarischen Rundgängen, welche Graz im Rahmen des GenussHauptstadt Programms im Angebot hat. Vom Veggie Walk über den Bierrundgang bis zur Genussfahrt mit dem Cabriobus werden hierbei unterschiedliche Geschmäcker und Interessen abgedeckt.

Wir haben uns diesmal mit dem Cabriobus auf Genussfahrt begeben. Während die kulinarischen Rundgänge durch die Grazer Innenstadt etabliert sind und sich grosser Beliebtheit erfreuen, wurde mit dem Cabriobus ein Angebot geschaffen, welches es innerhalb eines Nachmittags ermöglicht, ausgewählte Betriebe ausserhalb des Stadtzentrums kennenzulernen.

Die Genussfahrt startet mit einem Glas Sekt und einem belegten Brötchen als Apéro-Häppchen im Kunsthauscafé. Von hier geht’s zum Restaurant Nova Air, wo die Vorspeise in luftiger Höhe in einer Original-Boeing 727-200 serviert wird. Ein bisschen verrückt – und ich würd behaupten, derjenige Stopp, der den meisten Teilnehmenden am längsten in Erinnerung bleiben wird.

Graz Novapark

Der Hauptgang wird anschliessend im St. Veiter Schlössl serviert. Eine gediegene Location, die am Wochenende aber auch recht gut besucht ist. Und zum Abschluss gibt’s ein wunderbares Stück Zwetschgenstrudel in der über 300-jährigen Gaststätte «Kirchenwirt» in Mariatrost. Ein lohnender Ausflug für alle, die den Blick sprichwörtlich über den Tellerrand der Grazer Innenstadt werfen möchten.

Graz Mariatrost Dessert

Und ab ins Bett: Aiola Living Graz

Und wo schläft es sich nach einem genussvollen Tag in Graz am besten? Wir haben diesmal im Aiola Living an zentralster Lage an der Landhausgasse in Gehdistanz zu fast allen in diesem Beitrag erwähnten kulinarischen top Spots eingecheckt. Die Zimmer des Boutique Hotels sind zwar in kompakter Grösse gehalten, aber zum schlafen, duschen und zwischen ausgiebigem Erkunden und Schlemmen kurz die Beine hochzuhalten perfekt!

Graz Aiola Living

Praktische Tipps für deinen Städtetrip nach Graz

  • Graz ist von Zürich aus täglich mit dem Nachtzug (ÖBB Nightjet) direkt, bequem und umweltfreundlich erreichbar.
  • In der Grazer Altstadt kann man die Strassenbahn zwischen Hauptplatz und Jakominiplatz bzw. je eine Station darüber hinaus kostenlos benutzen. Jede Haltestelle im Freifahrtsbereich ist mit «Altstadt Bim» gekennzeichnet.
  • Für alle, die ein Wochenende in Graz verbringen und dabei die eine oder andere Sehenswürdigkeit ausserhalb der Altstadt besichtigen möchten, lohnt sich der Kauf des Graz-72-Stunden-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr. Kostenpunkt: 13.10 Euro pro Person. Darin ist unter anderem auch die Fahrt mit der Schlossbergbahn inkludiert.
  • Mit dem 72-Stunden-Ticket profitierst du zudem von zahlreichen Ermässigungen bei Sehenswürdigkeiten und Museen – z.B beim Eintrittspreis ins Universalmuseum Joanneum oder ins Graz Museum
  • Die Genussfahrten mit dem Cabriobus finden jeweils von Juli bis September statt. Kostenpunkt: 95 Euro pro Person für 4 Gänge inklusive Getränkebegleitung
  • Ein kulinarisches Highlight im Herbst bildet das Trüffelfestival Ende Oktober / anfangs November. Nebst geführten Trüffelwanderungen kann man am internationalen Trüffelmarkt im Paradeishof Trüffel aus den verschiedensten Ländern erwerben.
  • Und zum Vormerken für nächsten Sommer: Die lange Tafel soll am 22. August 2022 nach zweijähriger Pause umso fulminanter wieder durchgeführt werden.
  • Falls ihr vor Ort Informationen benötigt, dann wird euch bei der Tourismus Information an der Herrengasse 18 (direkt neben dem Grazer Landhaus) kompetent Auskunft gegeben.
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