Miami Downtown – ohne Auto

Ich habe so die angewohnt in jeder Stadt entweder stundenlang zu Fuss rumzulaufen bis mir am Schluss die Füsse weh tun und ich am Abend total erschöpft ins Bett falle oder ich benützte den öffentlichen Verkehr (egal wie schlecht der ist). Bei unserer Florida-Reise-Planung wurde mir von der Dame im Reisebüro mitgeteilt, dass man in Miami zwingend ein Auto benötige, da man sonst nirgends hin kommt.

Zum Glück hörte ich nicht all zu fest auf diese Dame und beschloss, trotz der Vorwarnung Miami mit dem öffentlichen Verkehr zu besichtigen. Von Miami Beach, wo unser Hotel war, kommt man bequem mit einem Metrobus (so heissen die Busse dort) bis nach Miami Downtown. Die Fahrt kostet einen Dollar und die Busse fahren regelmässig. In Miami Downtown ist dann eine Sehenswürdigkeit gleichzeitig auch ein super Transportmittel – nämlich der Metromover. Dies ist eine Hochbahn, die die Zonen Downtown, Brickell und Omni bedient. Das Beste an der ganzen Sache: der Metromover ist gratis! Da man sozusagen über Miami dahinschwebt, kann man die Fahrt gleichzeitig zum Sightseeing benutzen (definitiv besser als jede Underground-Metro). Sobald man dann aber aussteigt und auf Strassenebene zurückkehrt hat mich Miami nicht ganz überzeugt. Ich fand es vor allem irritierend, dass so wenig öffentliches Leben entlang der Strassen stattfindet. Die meisten Gebäude bestehen aus Garagenzufahrten (die Garagen gehen dann hoch bis in den 10. Stock und ab dem 11. Stock beginnen die Wohnungen…).

Wir sind dann zu Fuss entlang der Calle Ocho durch ganz Little Havanna, dem Zentrum der kubanischen Immigranten, gewandert und fanden das ganze zwar hübsch, aber nicht so wirklich fussgängerfreundlich. Die Strassen sind im Vergleich zu den Gehwegen so überdimensioniert, dass du dir etwa so vorkommst, als würdest du entlang einer Autobahn wandern. Dies bessert, je mehr man in die Wohngegenden vordringt. Wir sind dann zu Fuss bis zur Villa Vizcaya, welche sich an der Biscayne Bay befindet, geloffen (und dies dauerte deutlich länger als geplant). Einen Besuch der Villa Vizcaya empfehle ich jedem, der gerne italienischen Renaissance-Stil und schöne Gärten mag. Die Villa wurde im frühen 20. Jahrhundert gebaut und war mal als Winterwohnsitz von James Deering (Landmaschinenfabrikant) angedacht. Die Anlage ist wunderschön und überall sieht man Modefotografen und Models, die vor der tollen Kulisse ihre Fotoshootings machen.

Anschliessend nahmen wir den Metromover zurück bis zum Bayside Marketplace, wo wir uns beim Eisessen von den „Strapazen“ der Stadtwanderung erholten.

Die Bilder sind alle von der Villa Vizcaya, dem dazugehörenden Park und der angrenzenden Umgebung.

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Anita Brechbühl

Hallo ich bin Anita, leidenschaftliche Weltenbummlerin und Hobby-Fotografin. Ich liebe es, neue Flecken auf unserer wunderbaren Welt zu entdecken. Dabei gilt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür! So bin ich nicht nur in exotischen Ländern sondern auch oft in der Schweiz unterwegs.

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