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Update: Das Ende der grossen Reise und wie es hier weiter geht

Verrückt, oder? Der Moment, als ich am 27. Dezember 2017 in ein Flugzeug Richtung Chile steige, scheint mir nur einen Wimpernschlag entfernt zu sein. Ein halbes Jahr, sechs Monate, 180 Tage – so lange war unsere Reise vorgesehen und heute ist er da: Der letzte Reisetag! So rasend schnell die Zeit vergeht – so viele tolle Momente haben wir auf unserer sechsmonatigen Reise erlebt.

Das Schöne am Reisen ist ja, dass man die Reise bis zu dreimal erleben kann: Beim Planen, beim Unterwegs sein und bei der nachträglichen Erstellung von Fotobüchern oder Blogposts. Dem ersten Part – dem Planen – habe ich mich im Vorfeld der Reise intensiv gewidmet. Für mich ist die Planungsphase wichtig, um mich auf eine Reise und ein Land einzustimmen. Um beim letzten Part – dem Erstellen der Blogposts – nicht all zu arg ins Hintertreffen zu geraten, hatte ich mir für diese Reise vorgenommen, jede Woche einen Blogbeitrag zu schreiben. Dieser Vorsatz hat sich bewährt und mit einigen wenigen internetbedingten «Zwangspausen» konnte ich den anvisierten Rhythmus durchziehen. Viele Reiseerlebnisse sind somit bereits auf dem Blog verarbeitet. In den kommenden Wochen folgen noch die Beiträge zur letzten Reiseetappe, die uns von Xi’an bis nach Nukus in Usbekistan führte. Es gibt für mich also noch die eine oder andere Gelegenheit, in Reiseerinnerungen zu schwelgen.

Meine Gefühle schwanken aktuell zwischen Wehmut, dass dieses Abenteuer bereits zu Ende ist, und Vorfreude auf all dass, was in den kommenden Wochen und Monaten ansteht. Die Reiselust ist uns nämlich noch lange nicht vergangen – aber dazu später mehr.

Zuerst möchte ich die vergangenen sechs Monate hier mit einem kurzen, knackigen «Best of» Revue passieren lassen.

Die tollste Reiseetappe:

Unser vierwöchiger Roadtrip durch Patagonien – tolles Wetter, fantastische Landschaften!

Torres del Paine

Die spannendsten Momente:

Die Reise entlang der Seidenstrasse – viel gelernt und Neues entdeckt

Die schönste Unterkunft:

Unbestritten: die drei Inkaterrahotels rund um Cusco, die wir auf Einladung von Green Pearls® besucht haben. Und fürs kleinere Portmonnaie das Península Petit Hotel in Bariloche mit dem besten Frühstücksbuffet weit und breit.

Inkaterra

Die lässigste Wanderung:

Der viertägige Cerro Castillo Trek in Chile – nur wir und die Wildnis.

Die imposanteste Landschaft:

Die argentinische Puna – off the beaten path und traumhaft schön.

Puna

Der beeindruckendste Sonnenuntergang:

Weil’s drei Anläufe gebraucht hat: vom Gipfel des Mauna Kea auf Big Island, Hawaii.

Mauna Kea

Das überraschendste Reiseland:

Kasachstan – unglaublich vielfältige Landschaften und der schönste Bergsee dieser Reise.

Kasachstan Highlights

Meine liebste Stadt:

Seoul in puncto Kultur und Architektur – Lima in puncto Kulinarik und Lässigkeit

Die feinste Küche:

Ich sag nur Pisco Sour und Ceviche!

Ceviche

Das beste Kaffeeerlebnis:

Das Higashide Coffee in Kanazawa (retro-Charme inklusive).

Kanazawa

Der peinlichste Moment:

Die Lautsprecherdurchsage des Kapitäns auf der Fähre bei Kagoshima, die die Passagiere darüber informiert, dass zwei Touristen auf dem falschen Boot sind und man daher nochmals zurück an den Hafen fährt. Schlussendlich hat uns dann das richtige Schiff auf die idyllischte Insel dieser Reise gebracht.

Yakushima

Ach, und was euch bestimmt auch interessiert:

Haben wir unser Budget eingehalten?
Nein; wir konnten einigen Restaurantverlockungen nicht widerstehen und haben daher kurzerhand die Flüge aus dem Budget rausgenommen, was uns mehr Spielraum gab 😉. Wobei wir uns von unterwegs Dank dem Interesse an unseren Bildern und Texten auch einen Zustupf für die Reisekasse verdienten.

Wo haben wir am meisten Geld ausgegeben und welche Länder waren besonders Portemonnaie-schonend?
Hawaii war am teuersten und Bolivien am günstigsten. Ebenfalls kostengünstig sind wir in Usbekistan, Kirgistan und Kasachstan gereist.

Habe ich etwas «Unnötiges» eingepackt?
Dank überraschend gutem Wetter in Patagonien benötigte ich weder Regenhosen noch die lange Merino-Unterwäsche.

Und wie geht es weiter?

Wie sagt man so schön? «Nach der Reise ist vor der Reise». Und auch wenn ich ab Juli wieder an meinem Bürotisch erwartet werde, haben wir fürs zweite Halbjahr fleissig Reisepläne geschmiedet. Zuerst einmal freuen wir uns aber auf die Schweiz und den herrlichen Bergsommer! Langjährige Travelita-LeserInnen wissen, dass wir im Juli und August gerne die Wanderschuhe schnüren, um den Alpenraum zu Fuss zu erkunden; so auch heuer. Es ist noch nicht alles niet- und nagelfest, aber so viel sei verraten: Die erste Schweiz-Reise in diesem Jahr führt mich anfangs Juli in den Jura. Danach besuche ich im Rahmen einer Kooperation mit der Schweizer Berghilfe drei verschiedene Projekte der diesjährigen Berghilfetrophy (mehr dazu folgt in Kürze). Im August «erklimme» ich in Zusammenarbeit mit RailAway vier verschiedene Ausflugsberge und gleichzeitig steht die viertägige Umrundung der Dents du Midi auf dem Programm.

Und dann ruft auch schon wieder das Fernweh! Ende August steht eine spannende Reise an, die mich in eine Destination führt, die rund 16’000 Kilometer Luftliniendistanz von Zürich entfernt ist. Bis es soweit ist, lass ich euch noch ein bisschen rätseln.

Im Herbst geht es bestimmt noch einmal in die Berge, bevor wir Ende Oktober den Sommer mit einem Roadtrip durch Portugal verlängern. Dazwischen wird vermutlich noch den einen oder anderen Kurztrip eingeschoben – ich liebäugle mit Italien und Osteuropa.

Fürs vierte Quartal steht noch vieles offen. Fix ist eine Städtereise nach Moskau, auf die ich mich sehr freue.

Ihr seht, nachdem hier in den letzten Monaten Reiseberichte aus fernen Ländern in den Fokus rückten, geht es nun zurück zum bewährten Travelita-Mix: Vielfältige Ausflugsideen und Wandertipps für die Schweiz, abwechslungsreiche Cityguides sowie Reiseinspiration für die eine oder andere weiter entfernt liegende Feriendestination. Und ich freue mich natürlich, wenn ihr auch weiterhin zwischendurch vorbeischaut.

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