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10 Reisefehler und was wir daraus gelernt haben

Pleiten, Pech und Pannen. Im letzten Blogbeitrag zur grossen Reise habe ich über unsere Highlights berichtet. Doch auch wir waren unterwegs nicht vor Missgeschicken, Fehler und Pannen gefeit. Während unserer sechsmonatigen Reise erlebten wir den einen oder anderen unschönen Moment. Und da wir ja bekanntlich aus Fehler lernen, möchte ich euch diese «dunkle Seite» des Reisens nicht vorenthalten. Das sind unsere zehn grössten Reisefehler der vergangenen sechs Monaten:

p.s. Achtung – für einmal gibt es keine Bilder zum durchscrollen ;)

#10 Die Sache mit dem Geld

Ein Szenario, das ich unterwegs vermeiden wollte, war plötzlich ohne Geld dazustehen. Aus diesem Grund hatte ich ein ganzes Arsenal an möglichen Geldbezugsmöglichkeiten eingepackt; Kreditkarten, Maestrokarten, Travel Cash Karte sowie als Notreserve Bargeld (in Dollar und Euro). Für mich ist die kostengünstigste Variante an Bargeld in der jeweiligen Landeswährung zu kommen, der Bargeldbezug mit der Maestrokarte am Bankomat. Und so suchten wir uns in der Regel gleich am Flughafen einen Geldautomat, der Maestrokarten akzeptiert. Damit der Bargeldbezug mit der Maestrokarte im Ausland funktioniert, musste ich im Vorfeld die jeweiligen Länder freischalten. Je nach Bank kann man das Freischalten im Online Banking vornehmen oder der Bank die gewünschten Anpassungen telefonisch melden. Da ich für die sechsmonatige Reise einige Länder freischalten musste und diese Änderung nur temporär sein sollte, erledigte ich dies im Vorfeld telefonisch.

Blöderweise vergass ich ein Land: Südkorea! Am Flughafen Seoul war ich dann im ersten Moment auch ziemlich irritiert, als meine Karte nicht funktionierte. Bald dämmerte mir, dass ich dieses Land vermutlich am Telefon nicht aufgezählt hatte. «Kein Problem», dachte ich, öffnete mein Online Banking und wollte Südkorea manuell hinzufügen. Doch Fehlanzeige – wenn man einmal eine temporäre Freischaltung via Bank vorgenommen hat, sind während des entsprechenden Zeitraumes keine manuellen Änderungen mehr möglich (zumindest bei meiner Bank). Mit Kreditkarten und Travel Cash Karten als Alternative sassen wir zum Glück nicht auf dem Trockenen. Dennoch ärgerte ich mich, dass ich fürs Freischalten via Telefon nicht alle Länder fein säuberlich aufgelistet hatte. Bei einem nächsten Mal würde ich die Freischaltung via Online Banking vorziehen. Dort muss ich mir zwar für nach der Reise einen Reminder zum wieder Ausschalten machen, dafür bin ich unterwegs flexibler und erspare mir einen teuren Telefonanruf in die Schweiz.

#9 Feiertage nicht beachten

Wenn ich über Ostern, Auffahrt oder Pfingsten verreise, ist mir bewusst, dass dies Feiertage sind und berücksichtige das bei der Planung (viele Reisende, überfüllte Züge, geänderte Öffnungszeiten, höhere Preise…). Bei der Organisation unserer sechsmonatigen Reise überprüfte ich jedoch kein einziges Mal, ob in den von uns besuchten Destinationen besondere Feierlichkeiten stattfinden werden. Und so tüpfte ich mit meinem anvisierten Reisezeitraum für Bolivien exakt die Karnevalswoche. In vielen bolivianischen Städten wird der Karneval ausgiebig gefeiert – Restaurants und Museen haben während mehrerer Tage geschlossen und an manchen Tagen fahren auch keine Busse. Diese Tatsache erforderte von uns das kurzfristige Umplanen der Reiseroute. Der geplante Abstecher nach Uyuni fiel ins Wasser, weil am entsprechenden Tag keine Busse fuhren.

Mehr Glück hatte ich in Japan – ich realisierte nämlich erst unterwegs, dass unser Abreisetag von Japan nach China genau der erste Tag der berüchtigten Golden Week ist, die man als Tourist nach Möglichkeit meidet. Somit unbewusst alles richtig gemacht.

Ebenfalls nicht bewusst war ich mir, dass wir Nordchina, Kirgistan, Kasachstan und Usbekistan während des Ramadans bereisen werden. Der Ramadan wird in dieser Gegend zwar nicht gleich strikt wie im Iran oder Saudi-Arabien durchgeführt und doch ist das Thema natürlich präsent.

Es lohnt sich also, bei der Reiseplanung kurz die wichtigsten Feiertage des jeweiligen Reiseziels zu konsultieren und je nachdem die Route oder Zeitplanung darauf abstimmend zu justieren.

#8 Ohne Rücksicht auf Öffnungszeiten planen

Gleiches gilt für die Öffnungszeiten von Sehenswürdigkeiten und Museen. Es ist nämlich doof, wenn man wegen einer ganz bestimmten Sehenswürdigkeit einen Ort besucht und dann feststellt, dass die Attraktion ausgerechnet an diesem Tag geschlossen hat. Genau das wäre uns beinahe in Nukus (Usbekistan) widerfahren. Meine Motivation für den Abstecher nach Nukus war das Karakalpakstan Museum of Art. Als ich in der Planungsphase unseren Zeitplan durchging, realisierte ich, dass wir Sonntag/Montag in Nukus sein werden und Montag bei Museen kritisch ist. Der kurze online Check als auch der Blick in den Reiseführer beruhigte mich. «Montags geöffnet» las ich dort.

Auch unser usbekischer Reiseleiter war der Ansicht, dass wir am Sonntag nach Nukus fahren und am Montagnachmittag das Museum besichtigen sollen (so sein Programmvorschlag). Doch irgendwie war mir das nicht geheuer. Einen Tag vor der Abreise nach Nukus durchforstete ich das Internet erneut nach verlässlichen Informationen. Und siehe da: nach mehreren Suchschlaufen fand ich die aktuelle Version der Website (im Internet sind vom Museum zwei Versionen auffindbar und nur eine davon ist up to date) und dort stand: «Monday – day off». Dank meiner akribischen Recherche ersparte ich unserem Reiseleiter einen ziemlich peinlichen Moment…

#7 Fiese Steine beim Autofahren

Ich war ja so stolz, dass ich unseren einmonatigen Roadtrip durch Patagonien ohne Panne oder zerplatzten Reifen (meine Spezialität) überstand. Wer hätte gedacht, dass mir wenige Tage später in San Pedro de Atacama ein läppischer Stein in die Quere kommt. Eigentlich wollte ich mir nur die endemischen Kakteen angucken und manövrierte hierfür abseits der gekiesten Strasse. Blöderweise touchierte ich beim Rückwärtsfahren einen höheren Stein. Der kleine Aufprall hatte zur Folge, dass sich der Auspuff nach oben verschob. Da ich dies nicht sofort realisierte und weiter fuhr, verbrannte die Hitze des Auspuffs einen Teil des Plastikschutzes und beschädigte einen der beiden Rückwärtsfahrsensoren. Der damit verursachte Schaden hätte mich 500 CHF gekostet. Zum Glück habe ich für solche Fälle eine Reiseversicherung (über meine Miles & More Kreditkarte), die diesen Fall verhältnismässig zügig bearbeitete und mir das Geld nach gut einem Monat zurückerstattete.

#6 Die Tücken liegen im Detail. Jiayuguan ist nicht Jiuquan

Zugfahren in China ist grundsätzlich keine extrem komplizierte Geschichte. Die wichtigsten Eckdaten (Zugnummer und Zeit) sind entzifferbar und in den Schnellzügen wird auch die jeweilige Haltestelle in Englisch eingeblendet. Fehler passieren dann, wenn zwei Ortschaften sehr nah beieinanderliegen und man nur einen flüchtigen Blick auf die englische Anzeige wirft.

Jiayuguan und Jiuquan liegen keine zehn Zugminuten auseinander, und da der Freund meinte «wir sind hier» und das GPS-Signal meines Smartphones irgendeinen Standort in der Pampa anzeigte (in China war das GPS oft gestört) folgte ich ihm mit Sack und Pack ohne entsprechenden Kontrollblick auf die Anzeigetafel. Just in dem Moment, als unser Zug wieder anfährt, entdecke ich die Ortstafel und lese «Jiuquan» statt «Jiayuguan». Dieses Missgeschick erforderte einen Telefonanruf bei der Reiseagentur, da wir in Jiayuguan von einem lokalen Reiseleiter erwartet wurden und den Einsatz von 100 Yuan für die Taxifahrt von Jiuquan nach Jiayuguan. Immerhin wissen wir jetzt, dass man auch mit null chinesisch Kenntnissen fernab von Shanghai und Peking problemlos einem Taxifahrer verständlich machen kann, wohin man möchte.

#5 Wieso fährt die Fähre zu früh ab?

Sowohl beim Zug als auch bei der Fähre – wenn wir etwas gelernt haben, dann ist es, dass der öffentliche Verkehr in der Regel einen Ort nicht vor der planmässigen Zeit erreicht oder verlässt. Selbst im pünktlichen Japan ist es ein Alarmzeichen, wenn die Fähre 15 Minuten vor der geplanten Abfahrtszeit in See sticht. Über diesen Fehler (der nicht nur auf unserem Mist gewachsen ist, schliesslich haben zwei Personen unsere Tickets kontrolliert), habe ich bereits im Yakushima-Blogbeitrag berichtet. Netterweise hat der Kapitän eine Extrarunde an den Hafen eingelegt, damit wir noch rechtzeitig die richtige Fähre erwischten.

#4 Hilfe, wir sind am falschen Flughafen!

Stell dir vor du betrittst einen Flughafen, schaust auf die Abflugtafel um den Check-in-Schalter ausfindig zu machen und findest deinen Flug nicht. Du guckst und guckst und guckst und … es gibt ihn einfach nicht! «Hä?!» Genau das ist uns am Flughafen Incheon passiert. Sicherheitshalber habe ich mein Smartphone konsultiert, um die Flugdaten zu überprüfen und da meinte der Freund plötzlich «der fliegt gar nicht von hier!».

Ich hatte den Flug Shanghai-Seoul-Peking direkt auf der Website von China Southern gebucht und bin automatisch davon ausgegangen, dass wir in Seoul (logischerweise) dort abfliegen, wo wir ankamen. Hätte ich mein Ticket genau studiert, dann hätte ich realisiert, dass für Seoul zwei verschiedene Flughafen-Codes verwendet werden: ICN für Incheon und GMP für Gimpo. Schon etwas perfid, oder? Glücklicherweise liegt der Gimpo International Airport nur 40 Metrominuten vom Incheon International Airport entfernt. Da wir an diesem Morgen beinahe drei Stunden vor der Abflugzeit in Incheon waren, blieb uns genügend Zeit, um mit der Metro an den richtigen Flughafen zu fahren. Um aber diesen Moment des stark erhöhten Pulsschlages bei der Feststellung «Hilfe – falscher Flughafen!!!» zu vermeiden, lohnt es sich, Tickets und Flugrouten genau zu studieren.

#3 Ups, Flug im falschen Monat gebucht

Für unsere sechsmonatige Reise hatte ich insgesamt 18 einzelne Flüge gebucht. Alleine für das Inselhopping auf Hawaii waren vier Flüge nötig, da zwischen den Inseln keine Fähren verkehren (Big Island und Maui liegen eigentlich gar nicht mal so weit voneinander entfernt). Ich hatte bei allen Buchungen (auch bei Hotels) jeweils leichte Panik, dass ich in einem unachtsamen Moment Tag oder Monat verwechsle oder in meiner Exceltabelle, die ich für die Reiseplanung nutzte, um eine Zeile verrutsche.

Bei der Buchung des Fluges Oahu – Kauai ist mir dann auch tatsächlich ein Datumsfehler passiert. Ich hatte zwar den richtigen Tag ausgewählt – aber einen Monat zu früh. Glücklicherweise bemerkte der Freund diesen Fehler und wir konnten bei der Airline gegen eine Gebühr von 50 $ eine Korrektur vornehmen. Ich würde meinen, das ist glimpflich ausgegangen.

#2 Nervenkitzel wegen vertauschter Vor- und Nachnamen

Bei rund 50% aller gebuchten Flüge erhielten wir im Vorfeld per Mail Informationen zu Flugplanänderungen. Manchmal handelte es sich nur um Minuten, manchmal um Stunden und Star Peru stornierte frisch fröhlich unseren Flug und buchte uns mehr oder weniger kommentarlos auf einen anderen Flug um. Bei keiner einzigen dieser Änderungen war von unserer Seite her eine Reaktion erforderlich (mit Ausnahme von einem Klick auf einen Link bei der All Nippon Airways für den Flug Honolulu – Tokio). So dachte ich mir nichts Spezielles, als uns Turkish Airlines per Mail informierte, dass sich die Abflugzeit unseres Fluges Tashkent-Istanbul um fünf Minuten (!) von 8:15 Uhr auf 8:20 verschiebt.

Als ich am Vortag des Abfluges Online einchecken wollte, informierte mich eine signalrote Schrift auf der online check-in-Seite, dass wir unseren Flug zwingend via Telefonhotline bestätigen müssen, ansonsten können wir nicht eingecheckt werden. Ich ärgerte mich sehr über diese umständliche Handhabung, da mir so hohe Telefonkosten entstehen. Doch es kam noch besser: Wir kontaktierten zuerst die deutsche Hotlinenummer der Turkish Airlines mit unserem Anliegen. Doch die Dame am anderen Ende der Leitung weigerte sich, die Flugbestätigung vorzunehmen. Der Grund: Ich hatte Vor- und Nachnamen bei der Eingabe vertauscht. Bis zu diesem Moment war ich mir dieser Tatsache nicht einmal bewusst. Auf der Ticketbestätigung von Turkish Airlines ist dieser Fehler nämlich nicht ersichtlich. Die Dame meinte, dass wir ein Feedbackformular ausfüllen müssen und das sie nichts unternehmen kann, ausser uns einen neuen Flug zu buchen (der Flug Tashkent-Istanbul war aber bereits ausgebucht). Die Tatsache, dass unser Flug in weniger als 24 Stunden stattfindet und ich ja eigentlich nur wegen einer durch die Airline verschuldete Flugplanänderung von fünf Minuten anrufen muss, interessierte sie keinen Deut. Die Kosten für dieses Gespräch: 40 CHF.

Im zweiten Anlauf probierten wir es bei der türkischen Hotlinenummer von Turkish Airlines. Der Herr, den wir nun am Apperat hatten, war wesentlich hilfreicher. Die vertauschten Vor- und Nachnamen erwähnte er mit keinem Wort, bestätigte unseren Flug und informierte uns über die neuen Ticketnummern, mit denen danach das Online Check-in einwandfrei funktionierte.

Der einzige kritische Punkt war nun noch, die Tickets für den Flug Tashkent-Istanbul zu erhalten (die waren Online nicht verfügbar) und durch die Passkontrolle zu kommen. Für mich weniger kritisch als für den Freund. Da er zwei Vornamen hat, war bei ihm aufgrund der vertauschten Eingabe der Nachname nur abgehakt auf dem Ticket ersichtlich. Wie erwartet fand uns die Dame am Check-in Schalter nicht im System und so zückte ich mein Smartphone mit den bestätigten Tickets inklusive Sitzplatznummer. Sie überprüfte das erneut und meine «Oh, now I got you». Wir atmeten auf und schafften es danach problemlos durch die Passkontrolle und ins Flugzeug.

Fazit: Airlinehotlines sind die Hölle! Und die Dame bei der deutschen Hotline war – sorry für das Wort – unter aller Sau. Ja es ist mein Fehler, dass ich Vor- und Nachnamen vertauscht habe. Aber nach der getätigten Buchung habe ich keine Chance, diesen Fehler zu bemerken und die Tatsache, dass ich mich wegen einer Flugplanänderung von 5 Minuten nicht ohne Hotlineanruf einchecken kann, finde ich schier unglaublich. Schlussendlich sind wir ohne Probleme mit vertauschten Vor- und Nachnamen von Tashkent nach Zürich geflogen. Ohne das Theater besagter Dame wäre das wohl nur eine Randnotiz, weil man uns im System nicht auf Anhieb gefunden hat.

Die Kosten für die beiden Telefonate belaufen sich auf 90 CHF. Turkish Airlines antwortete folgendermassen auf meine schriftliche Beschwerde: The costs you incurred during your telephone call are determined by your provider as a result of the type of contract you have. Turkish Airlines has no influence over the costs made. Having made the explanation above, we would recommend you to seek contact with your provider in order to obtain more information regarding the charges. On the other hand, when your flights are affected by a scheduled change, this change has to be approved by the passenger. Was bitteschön kann mein Telefonanbieter dafür, dass man bei euch wegen einer Flugplanänderung von 5 Minuten eine Hotline kontaktieren muss?!

#1 Kostspieliger Tippfehler bei einer Flugbuchung

Airlinehotlines sind die Hölle zum Zweiten; rund zwei Monate vor unserem Abflug Richtung Chile stellte ich einen dummen Flüchtigkeitsfehler fest. Ich hatte mich bei der Buchung unseres Fluges von Zürich via London/Toronto nach Chile beim Nachnamen des Freundes um einen Buchstaben vertippt. Respektive, hatte ich einen Buchstaben vergessen. Aus Glauser wurde in der Schnelle Glauer. «Doof, aber halb so wild», dachte ich und informierte die Airline via Hotline über diesen Fehler und die gewünschte Anpassung. Ich war nämlich der Ansicht, dass sich eine so minimale Korrektur (1 Buchstaben) ohne Probleme gegen eine Bearbeitungsgebühr erledigen lässt. Doch dieser Gedanke war viel zu optimistisch. Ich hatte den Flug direkt bei Air Canada gebucht und kontaktierte dementsprechend die Hotline von Air Canada. Dort meinte man, es sei nicht möglich, diese Anpassung vorzunehmen, da der Flug von Zürich nach London (also der erste und kürzeste der drei gebuchten Flüge) ein Codeshare-Flug mit der Swiss sei und Air Canada bei Swiss-Flügen keine Anpassung vornehmen kann und daher die Namensänderung bei keinem der drei Flüge vollzogen wird. Muss man so etwas verstehen? Nein, oder?!

Für mich stellte sich somit die Frage, ob ich den Antritt des Fluges trotz Tippfehler riskieren möchte? Gemäss diverser Quellen besteht bei der IATA theoretisch eine Toleranz von bis zu drei falschen/fehlenden Buchstaben. Bei zweimal Umsteigen und dem Überfliegen der USA, wo es ergänzende Passagierdaten braucht, fand ich diese Variante jedoch nicht so prickelnd. Ich befürchtete zudem, dass die Person bei der Hotline bei unserer Buchung einen entsprechend Vermerk angebracht hatte.

Ich sah mich mit folgenden zwei Varianten konfrontiert: Nichts tun und bibbern oder eine Neubuchung in einer höheren Kategorie tätigen, damit mir der bereits bezahlte Ticketpreis vollständig angerechnet wird. Bei der Neubuchung in der gleichen Ticketklasse wäre mir der bereits bezahlte Ticketpreis nämlich nicht vollständig angerechnet worden. Zudem war die Economy von Toronto nach Santiago de Chile bereits ausgebucht und Airlinehotlines (zumindest die verschiedenen Damen und Herren, die ich bei Air Canada am Draht hatte) sind ja nicht in der Lage, solche Stornierungen/Neubuchungen unkompliziert zu vollziehen. Schlussendlich buchte ich uns neue (teurere) Premium Economy Tickets. Unschön für die Reisekasse, aber immerhin lohnenswert auf der langen Strecke von Zürich nach Santiago de Chile.

Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle

Wenn ich mir all diese Missgeschicke und Fehler angucke, dann zweifle ich ein klitzekleines bisschen an meiner Intelligenz. Namen vertippt, Buchstaben vergessen, Datum verwechselt und auch sonst leicht schusselig unterwegs. Aber hei, immerhin hab ich alle 180 Hotelnächte korrekt gebucht und dabei echt nette Unterkünfte rausgesucht. Ebenfalls keinen Patzer ist mir bei der Überprüfung der Einreisebestimmungen sowie der Organisation der Visa unterlaufen.

Mein Learning aus diesen 10 Reisefehlern ist, dass ich Flugbuchungen vor der Eingabe der Zahlungsinformationen nach Möglichkeit von einem zweiten Augenpaar überprüfen lasse (das bewährte vier-Augen-Prinzip) und lieber einmal mehr bei einem Schaffner, Kontrolleur oder sonstiger Aufsichtsperson meinen anvisierten Zielort erwähne. Vielleicht hilft das, um die Fehlerquote bei zukünftigen Reisen zu reduzieren.

Und jetzt nimmt mich natürlich Wunder, welche Missgeschicke euch auf Reisen schon passiert sind?

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