Schweiz

21 top Tipps für einen tollen Wochenendtrip in der Schweiz

Die Ideenliste zum Jahresauftakt hat auf TRAVELITA Tradition. Nachdem ich viele Jahre lang eine bunte Mischung aus internationalen Destinationen sowie Reiseziele im In- und nahen Ausland zusammengestellt habe, fokussierte die letztjährige Edition auf mit dem Zug erreichbare Städtereiseziele. Leider war 2020 alles andere als das Jahr der unbeschwerten City Trips. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und daher habe ich die Liste fürs 2021 aktualisiert und erweitert. Doch das nicht alles – für den diesjährigen Blog-Jahresauftakt habe ich den Fokus auf die Schweiz gesetzt und präsentiere euch in diesem Beitrag 21 Ideen für tolle und vielfältige Kurztrips in der Schweiz. Mit Tipps für jede Jahreszeit, verschiedene Budgets und fürs gesamte Interessenspektrum vom Outdoorfan bis zum Genussmenschen.

Mit dieser Liste seid ihr gerüstet, um auch bei einem eingeschränkten Reiseradius den einen oder anderen lässigen Weekendtrip zu unternehmen. In dem Sinne – auf ein gesundes 2021 mit vielen kleinen Glücksmomenten!

Top Wochenendtrips in der Schweiz: Ideen für den Winter

#1 Winterliches Hideaway im Sapün

Die Entschleunigung fängt bei einem Aufenthalt im Heimeli schon bei der Anreise an. Das 300-jährige Walserhaus liegt eine gute Stunde Fussmarsch von Langwies entfernt im Hochtal Sapün unweit von Arosa. Vom Dorfkern von Langwies führt ein markierter und gepfadeter Winterwanderweg ins Sapün. Auf Wunsch (und gegen einen entsprechenden Aufpreis) chauffiert einem die Heimeli-Crew auch mit dem Schneemobil in die Abgeschiedenheit auf über 1’800 Meter über Meer. Doch der Fussmarsch durch die herrliche frische Winterluft tut gut. Und bei der Ankunft im Heimeli freut man sich umso mehr auf die wohlig warme Stube. «Heimelig» ist es hier oben – in der Tat! Der Standard der Doppelzimmer ist einfach (Etagen-WC und Dusche), aber alles ist mit Liebe zum Detail eingerichtet. Besteht der Wunsch nach noch mehr Privatsphäre, kann seit Dezember 2020 neu auch im Winter ein Maiensäss gemietet werden.

Nach einem feinen Abendessen mit Bündner Spezialitäten (Tipp: Probiert das Chüpfenplättli) und einer ruhigen Nacht geht es am nächsten Morgen entweder mit dem Schlitten wieder talwärts (Schlittenmiete kostenlos im Heimeli) oder man nutzt das Heimeli als Ausgangspunkt für eine Schneeschuhtour Richtung Strelapass.

#2 Winterspass für alle – Engelberg

Engelberg punktet nicht nur mit den «Big Five» für die Freerider, sondern vermag auch mit einem vielfältigen Angebot abseits des alpinen Skisports zu überzeugen. Winterwanderwege, Schneeschuhtrails, Langlaufloipen und Schlittelwege; die Optionen sind vielfältig und so um den Zentralschweizer Wintersportort verteilt, dass man sich nicht in die Quere kommt. Wie wär’s mit einer Einsteiger-Schneeschuhtour auf der Gerschnialp? Und am nächsten Tag kann man auf der Fürenalp auf einem markierten Trail im alpinen Gelände erste Erfahrungen sammeln. Dazwischen entspannt man hoch über dem Dorfkern von Engelberg auf dem sonnigen Balkon der Villa Hundert*. Wie tönt das?

Schneeschuhwandern in Engelberg

#3 Sonne tanken im Val d’Anniviers

Eine Sonnenterrasse auf fast 2’000 Meter über Meer – Chandolin im Val d’Anniviers zählt zu den höchstgelegenen Dörfer Europas und verzeichnet gleichzeitig auch überdurchschnittlich viele Sonnentage. Das im Chalet-Stil gebaute Chandolin Boutique Hotel bietet hier die perfekte Basis für ein paar winterliche Bergtage mit Weitsicht. Die Auswahl an Winterwanderwegen rund um Chandolin ist vielfältig.

Eine besonders aussichtsreiche Route führt von Tignousa (oberhalb von St-Luc) am Rande des Skigebiets vorbei durch eine hochalpine Kulisse zum Hotel Weisshorn. Einzig der vielerorts gelobte Heidelbeerkuchen des Hotels Weisshorn konnte mich bei unserem Besuch nicht überzeugen. Was bei einem Wochenende im Val d’Anniviers nicht fehlen darf, ist ein Abstecher ins Bilderbuchdorf Grimentz. Dort gibt’s sogar eine winterliche «Kinderwagenrundwanderung» durch den Dorfkern. Unweit von Grimentz (direkt am Schneeschuhtrail Nr. 8 Grimentz – Les Giettes gelegen) befindet sich in einem alten, umgebauten Speicher eine Unterkunft, die ich mir für meine Bucket List 2021 notiert habe: das B&B L’Ecole de Pinsec

#4 Ruhe und Erholung auf der Bettmeralp

Die autofreie Bettmeralp ist für mich das Bilderbuch-Winterdorf par excellence. Raus aus dem Chalet und schon ist man auf der Skipiste, dem Winterwanderweg oder dem Schneeschuhtrail. Als Basis eignet sich das Hotel Waldhaus Bettmeralp. Dieses liegt praktischerweise direkt neben der Bergstation der Gondelbahn Betten – Bettmeralp und hat wunderschöne Vollholzzimmer im Angebot. Im 2020 erhielt die Aletsch Arena die Auszeichnung als «Best Ski Resort» der Kategorie Ruhe und Erholung und dementsprechend finden sich hier oben 72 wunderschöne Winterwanderwegkilometer und obendrauf Schneeschuhtrails mit Panoramablicken auf den mächtigen Aletschgletscher.

Einen Aussichtspunkt, den ihr bei eurem Weekendtrip nicht verpassen solltet, ist die Moosfluh. Hier startet ein toller Winterwanderweg, der bis zur Riederfurka (Riederalp) führt und mit Guide könnt ihr von hier aus den magischen Aletschwald mit Schneeschuhen erkunden. Bei guten Schneeverhältnissen lohnt sich auch die 11 Kilometer lange Schlittenabfahrt von der Fiescheralp hinunter nach Lax – dank gutem öV-Anschluss ist man auch wieder rasch zurück auf der sonnigen Bettmeralp.

Bettmeralp im Winter

#5 Weitsicht im Engadin

In vielen Wintersportorten sind Sonnenstunden bis weit in den Januar hinein rar. Nicht so im Engadin. Das Bündner Hochtal bietet selbst an den kürzesten Tagen des Jahres überdurchschnittlich viele Sonnenstunden. Dazu kommen die gesunde Höhenluft und die Weite. Sobald alle Seen des Oberengadiner Seenplateaus gefroren sind, kann man mit den Langlaufski oder zu Fuss auf dem St. Moritz – Maloja – Seenweg über 15 Kilometer an einem Stück zurücklegen. Und hierfür ist keine einzige Bahnfahrt nötig.

Wer Aktivitäten abseits der Skipisten bevorzugt, der ist unter anderem in Sils gut aufgehoben. Vom legendären Waldhaus Sils über das abgeschiedene Hotel Fex bis zum neu «aufgemöbelten» Parkhotel Margna* kann ich euch hier gleich drei von uns erprobte Unterkünfte für unterschiedliche Ansprüche und Budgets empfehlen. Ein weiterer Pluspunkt im Engadin ist das vielfältige Kultur- und Kunstangebot. Wir haben im letzten Herbst einige Schlechtwetteralternativen in der Region auskundschaftet und waren echt erstaunt, was einem hier oben alles geboten wird.

Top Wochenendtrips in der Schweiz: Ideen für den Frühling

#6 Velospass auf der Herzroute

Haben wir nicht alle mal über diese Velos mit «Motörli» hergezogen? «Damit käme ich auch ganz ring den Berg hoch» oder «so schnell, wie die sind, kann das ja gar nicht anstrengend sein». Ich sag’s euch: E-Bikes sind grossartig! Und ist das E-Bike mit Gepäcktaschen für eine mehrtägige Tour beladen, die Unterstützung auf «eco» eingestellt (der Akku will schliesslich geschont werden) und die ersten 50 Kilometer abgestrampelt, realisiert man, dass der Körper hierbei eben doch auch gefordert wird.

Die Herzroute (Route 99) ist eine Radwanderroute, die exakt auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten des E-Bikes zugeschneidert wurde. Besonders angetan hat es mir die Teilstrecke von Laupen via Thun und Burgdorf nach Willisau. Dabei kommt man beim Überqueren des Längenbergs zum ersten Mal ins Schnaufen, geniesst herrliche Blicke Richtung Berner Alpen und entdeckt die für viele nicht BernerInnen unbekannten Ecken der Gantrischregion.

Nach einem Zwischenstopp in Thun (entweder in der hippen Spedition* oder im neu eröffneten Boutique Hotel im prunkvollen Schloss Schadau*) hinterlassen spätestens die «Höger» des Emmentals ihre Spuren in den Waden. Nach einem fröhlichen Auf und Ab führt der zweite Etappenstopp in historische Gemäuer. Im Schloss Burgdorf hat im letzten Jahr eine neue Jugendherberge eröffnet, die sich niemand entgehen lassen sollte. Dank E-Bike geniesst man auf dieser Tour auch die Flexibilität, Schlenker zu ergänzen oder Umwege zu schönen Aussichtspunkten (wie das Chuderhüsi, wo wir auf dem Weg nach Burgdorf vorbeiradeln) zu fahren.

Velotour durch Bern - Route 99 Burgdorf

#7 Urbaner Underdog – Biel

Biel ist mein top Tipp für alle, die sich nicht zwischen urbanem Ambiente und Naturerlebnissen entscheiden können. Auf dem Stadtgebiet von Biel kann man wunderbare Schluchtenwanderungen unternehmen oder mit dem Schiff auf die idyllische St. Petersinsel schippern. Biel bietet aber auch spannende architektonische Kontraste – von den charmanten Altstadtgassen über Bauhaus-Zeitzeugen bis hin zum futuristischen Neubau des Swatch-Hauptsitzes – ein Holzbau vom japanischen Stararchitekten Shigeru Ban. Zudem hat letztes Jahr die prächtige Villa Lindenegg wieder ihre Tore geöffnet und bietet mitten in Biel einen wunderbar lauschigen Rückzugsort.

Falls das noch nicht gluschtig genug tönt, dann wirst du spätestens nach dem Lesen dieser 7 Gründe für einen Ausflug nach Biel überzeugt sein. Garantiert!

Altstadt Biel

#8 Blütenparadies Thurgau – Bodensee

Eine Region, die sich im Frühling von ihrer schönsten Seite zeigt, ist der Thurgau. Wenn ab April all die verschiedenen Obstbäume zu blühen beginnen, verwandelt sich das Schweizer Bodenseeufer in ein Blütenparadies. Wir sind mit dem Velo schon einmal um den Bodensee geradelt und haben dabei festgestellt, dass sich die Region super für kürzere oder längere Radtouren eignet. Dabei muss man nicht zwingend von einem Ort zum nächsten fahren, sondern kann auch von einer Unterkunft aus die Ausflugsziele der Region erkunden. Wer dabei den Fokus auf den nördlichen Thurgau zwischen Kreuzlingen, dem Arenenberg und all den charmanten Dörfern am Obersee legen möchte, der ist im Wellnesshotel Golfpanorama bei Lipperswil gut aufgehoben.

Direkt am See in einer Thurgauer Exklave, umgeben von St. Galler «Territorium», liegt das Bad Horn Hotel & Spa. Hier startet der Tag mit einem erquickenden Schwumm im (frühlingshaft frischen) Bodensee. Danach schwingt man sich auf den Drahtesel und lässt sich von der Bluescht-Velotour durch die schönsten Obsthaine der Region leiten. Und bei schlechtem Wetter bietet das benachbarte Arbon mit seiner Museums-Vielfalt (vom Saurer Museum bis zum interaktiv gestalteten MoMö) bestimmt den passenden Zeitvertrieb.

#9 Auf dem Jura-Höhenweg über Stock und Stein

Dank seiner Höhenlage zwischen 1’000 bis 1’700 Meter über Meer ist der Jura ein tolles Ziel für Frühlings- und Frühsommerwanderungen. Während in den Alpen noch Schnee liegt, ist der Jura schon mit saftig grünen Weiden und bunt blühenden Wiesen überzogen. Der Jura-Höhenweg hat 16 abwechslungsreiche Etappen im Angebot. Ein besonders schöner Wegabschnitt führt von Les Rochats über den aussichtsreichen Chasseron ins einstige Uhrmacherdorf Sainte-Croix. Von dort geht’s auf alten Schmugglerpfaden der Schweiz-Französischen Grenze entlang weiter nach Vallorbe. Also los – Rucksack schultern und losmarschieren! Zwei kurzweilige Wandertage sind garantiert. Zur Tourenvorbereitung könnt ihr meinen Routenbeschrieb hier nachlesen: 2-Tageswanderung auf dem Jura-Höhenweg

Fans historischer Hotels kann ich den Zwischenstopp im Grand Hotel des Rasses* empfehlen. Ein nostalgisches Hotel, das mit einer prächtigen Aussicht auf die Alpenkette punktet.

#10 Kunst & Kultur in Basel

Mit 40 Museen bietet Basel nicht nur die höchste Museumsdichte der Schweiz, sondern hat sich damit auch den Titel «Kulturhauptstadt» der Schweiz geschnappt. Mich begeistert Basel stets aufs Neue mit seiner kulturellen Vielfalt, aber auch mit seiner charakteristischen und kontrastreichen Stadtquartieren. Nachdem im 2020 mit dem Art House Basel* und dem Volkshaus Basel* (ein weiteres lokales Werk von Herzog & de Meuron) zwei spannende neue Design- bzw. Boutiquehotels ihre Türen geöffnet haben, ist es an der Zeit, der Stadt am Rhein mal wieder einen Besuch abzustatten. Langweilig wird es uns hier garantiert nicht werden – vom Kunsthaus über die Fondation Beyeler bis zum grenznah gelegenen Vitra Design Museum gibt es zig spannende Ausstellungen und herausragende Bauwerke zu besichtigen.

Top Wochenendtrips in der Schweiz: Ideen für den Sommer

#11 Badespass rund um den Thunersee

Wie wär’s mit einem Sommerweekend am Thunersee? Seit letztem Juni habe ich nämlich einen neuen heissen Unterkunftstipp, der so richtig die Lust auf Badeferien im schönen Berner Oberland weckt. Und zwar ist das die Jugendherberge Leissigen, die sich im einstigen Sommerhaus vom Ovomaltine-Erfinder Albert Wander befindet und uns mit ihrem lauschigen Privatstrand und zauberhaften Abendstimmungen restlos begeistert hat. Der Standard in der Jugi ist vergleichsweise simpel (Etagen-WC und Dusche), aber die Lage ist perfekt, um entweder einfach am Thunersee zu chillen, dem Kanuweg entlang zu paddeln, via Thunersee-Panoramaweg zu anderen schönen Badebuchten zu wandern oder einen Abstecher Richtung Interlaken zu unternehmen und dort den einen oder anderen Gipfel zu erklimmen.

#12 Sommerfrische in Arosa

Wir haben letzten Sommer vier Tage in Arosa verbracht und waren begeistert ab den vielfältigen Wandermöglichkeiten (inkl. der nach meinem Empfinden höchste Dichte an Sitzbänken) und dem kulinarischen Angebot. Die Restaurants hier oben versprühen urbanes Flair und heben sich damit – für mich – positiv vom durchschnittlichen Gastromix in Schweizer Berg-Ferienorten ab. Doch hier wird nicht nur gut gegessen und heiter gewandert, Arosa hat sich auch als Bike-Destination etabliert. Mit einem Skill-Center (Übungsparcours bei der Talstation der Hörnli-Bahn) und dem knapp 7-Kilometer langen Hörnli Trail (einem einfachen Flowtrail) hat Arosa Angebote aufgebaut, die ganz bewusst Bike-EinsteigerInnen ansprechen.

Eigentlich hatte ich mir bei unserem Besuch vorgenommen, einen Bike-Tag einzulegen und den Hörnli-Trail auszuprobieren – schlussendlich blieben wir den Wanderschuhen treu und haben uns ins wilde Welschtobel verguckt. So oder so, Abwechslung ist hier garantiert. Und nach einem aktiven Bergtag seid im Hotel Valsana nicht nur gut, sondern auch nachhaltig gebettet. Das umfassende Nachhaltigkeitskonzept des Hotels ist ein Vorzeigebeispiel der Branche.

Älplisee Arosa

#13 Höhenrausch rund um Champex-Lac

Eine meiner liebsten Entdeckungen des letzten Jahres: das Relais d’Arpette bei Champex-Lac im Unterwallis. Und eigentlich muss ich hierzu auch gar nicht allzu viele Worte verlieren, da all meine Tipps schon in einem Blogbeitrag verpackt sind, nichtsdestotrotz darf dieser Ort natürlich nicht auf meiner Liste der top Schweizer Wochenendtrips fehlen.

Das Relais d’Arpette bietet vom einfachen Zeltplatz (inkl. Standplätze für Camper) über Mehrbettzimmer bis zum komfortablen Doppelzimmer ein breite Bandbreite an Schlafmöglichkeiten und ist gleichzeitig ein fantastischer Ausgangspunkt für alpine Bergtouren in der Region des Grossen Sankt Bernhard.

#14 Endlose Suonenwanderwege – Nendaz

Gleich nochmals einen Tipp für einen Kurztrip ins Unterwallis. Nendaz ist als Wintersportdestination und Teil des grössten Schweizer Skigebiets – 4 Vallèes – bekannt. Die Sommersaison wird hier in der Region eher stiefmütterlich behandelt (dünkte mich auf jeden Fall bei unserem Besuch im vergangenen September), dafür profitiert man von attraktiven Hotelangeboten (mein Tipp: das Nendaz 4 Vallées & Spa*), einer sonnigen und aussichtsreiche Lage und kaum frequentierten Wanderwegen.

Ein Highlight von Nendaz sind die zahlreichen Suonenwanderwege. Fast 100 Kilometer misst das Wander- und Spazierwegenetz entlang der insgesamt 8 Suonen rund um Nendaz. Perfekt für alle, die gemütliches Wandern ohne grosse Höhenunterschiede bevorzugen. Gleichzeitig erreicht man von Nendaz aus aber auch rasch das hochalpine Wandergebiet rund um den 3’300 Meter hohen Mont Fort oder kann im Jardin Japonais idyllische Moränenlandschaften erkunden. Eines sollte man sich aber nicht entgehen lassen: der Blick ins Rhonetal vom Aussichtspunkt beim Sendeturm von Nendaz. Dieser ist über einen kurzen Spazierweg (Route de l’Antenne) erreichbar.

Nendaz Panorama

#15 Basecamp Andermatt

Der städtischen Hitze entfliehen an einen Ort, der im Herzen der Schweiz einen Hauch Exotik verspricht. Ich erhielt im 2014 kurz nach dessen Eröffnung im Rahmen einer Pressereise einen Einblick ins Chedi Andermatt*. Die Grosszügigkeit der Räumlichkeiten, der Wellnessbereich als auch die Symbiose zwischen den fernöstlichen und schweizerischen Architekturstilen begeisterte mich damals.

Letzten Sommer war ich auf eigene Kosten wieder mal Gast im Chedi. Ich war gespannt, ob das Haus 6 Jahre später nach wie vor hält, was es verspricht. Und ja: Mein Qualitätscheck fiel durchwegs positiv aus. Ein Wochenendtrip ins Chedi ist etwas für diejenigen unter euch, die sich gerne eine besondere Unterkunft mit all den damit verbundenen Annehmlichkeiten gönnen und gleichzeitig die alpine Basis und die damit verbunden Möglichkeiten zu schätzen wissen. Von Andermatt aus kann man nämlich tolle Tageswanderungen unternehmen. Zu meinen Favoriten zählt die 5-Seen-Wanderung am Gotthardpass. Ein weiter Klassiker haben wir diesen Sommer erwandert: die Rheinquelle beim Tomasee. Und dann wartet da noch den Nepali Highway zwischen der Sidelen- und Albert-Heim-Hütte darauf, erkundet zu werden. Ein weiss-blau-weiss markierter Bergwanderweg der Schwierigkeit T3+, den wir aufgrund eines Wetterumschwungs leider auf ein andermal verschieben mussten. Doch lautet das Alternativprogramm «Pooltime», sind solche Wetterkapriolen durchaus verkraftbar.

Top Wochenendtrips in der Schweiz: Ideen für den Herbst

#16 Herbstzauber im Puschlav

Im Herbst präsentiert sich der südlichste Zipfel des Kantons Graubünden – das Puschlav – besonders farbenfroh. Während im oberen Teil des Tals (südlich des Berninapass) die Lärchen die Berghänge golden erstrahlen lassen, sorgen unweit der Grenze zu Italien die leuchtend roten Kastanienbäume für Farbtupfer. Kein Wunder zählt die Tour zum Lagh da Saoseo im Val da Camp zu den beliebtesten Herbstwanderungen der Region. Und wenn man die lange Anreise ins Puschlav schon in Kauf nimmt, wieso nicht gleich zwei, drei weitere Wandertage anhängen und auf der Via Valtellina bis nach Tirano marschieren? Wer’s lieber gemütlich mag, der kann von Miralago aus auf direktem Weg zur Alpe San Romerio wandern und dort ein paar Tage ganz bewusst das Nichtstun frönen.

Lagh da Val Viola Oktober

#17 Auszeit auf dem Bürgenstock

«Und ist es der Preis wert?», wollte meine Mama wissen, als ich sie wissen liess, dass wir uns ein Wellnesswochenende im luxuriösen Bürgenstock Resort* gönnen. Zugegeben, ich war dem Resort gegenüber lange ambivalent eingestellt. Doch schlussendlich siegte der «Gwunder» und auch wenn’s ein ordentlicher Batzen Geld ist – summiert man die Inklusivleistungen, die wirklich phänomenale Lage und den weitläufigen Wellnessbereich lautet mein Fazit: Ja, ist es!

Das Bürgenstock Resort besteht aus insgesamt vier Häusern, wobei das Hotel Bürgenstock das «Herzstück» darstellt beziehungsweise auch die exklusiven (und teuersten) Zimmer mit dem «Infinity Blick» auf den Vierwaldstättersee beherbergen. Von hier aus hat man auch direkten Zugang zum Alpine Spa, mit dem architektonisch imposant in Szene gesetzten Outdoor Pool. Ausgiebig Frühstücken, einen Spaziergang auf dem Felsenweg unternehmen und mit Europas höchstem Freiluftaufzug auf den Aussichtspunkt Hammetschwand hochfahren, danach im Wellnessbereich herrlich entspannen und den Abend mit feinen asiatischen Gerichten im Restaurant Spices ausklingen lassen… 24 Stunden Verwöhnprogramm pur.  

Dank dem in den Übernachtungskosten inkludierten Shuttle-Schiff nach Luzern eignet sich das Bürgenstock aber durchaus auch als Basis, um das Wellnesswochenende mit einem Bummel durch die Altstadt von Luzern oder mit einem Abstecher auf die benachbarte Rigi zu kombinieren.

Ausblick Vierwaldstättersee

#18 Blick übers Nebelmeer – Weissenstein

Deutlich preiswerter, aber mit nicht minder «beflügelndem» Effekt schlägt ein Abstecher auf den Weissenstein zu Buche. Hierhin hat es uns letzten Herbst während einer hartnäckigen Hochnebelphase verschlagen. Mit seinen fast 1’300 Meter über Meer vermag der Solothurner Hausberg öfters die Hochnebelgrenze zu durchbrechen und punktet mit prächtigen Sonnenstunden hoch über dem Nebelmeer. Der Weissenstein liegt auch am Jura-Höhenweg und lässt sich somit analog meines Frühlingstipps mit einer Ein- oder Zweitageswanderung kombinieren. Alternativ kann man auch von Solothurn aus auf den Weissenstein hochwandern und danach schlicht und einfach auf der Sonnenterrasse des Hotels die warmen Sonnenstrahlen geniessen und ordentlich Vitamin D auftanken.

Das altehrwürdige Kurhaus Hotel Weissenstein* wurde 2019 nach einer umfassenden Renovation wiedereröffnet und begeisterte uns mit schlichten, aber stilvollen Zimmern. Die Budgetzimmer gibt’s ab 81 CHF pro Nacht – ein absolut faires Preis-Leistungs-Verhältnis!

Sonnenuntergang Weissenstein

#19 aktive Tage in Leysin – Les Mosses

Langsam schlängelt sich Zahnradbahn durch die bunt gefärbten Weinberge von Aigle hoch Richtung Leysin. Das Panorama, das sich einem hier im Herbst durchs Zugfenster präsentiert, ist beeindruckend und muss sich gar nicht hinter seinem Nachbarn, den UNESCO-Weinterrasse von Lavaux, verstecken. Alternativ kann man diesen Wochenendtrip auch direkt mit einer Wanderung starten und entlang der ersten Etappe der Tour des Alpes Vaudoises von Aigle durch die Weinberge nach Leysin hochwandern. Der auf 1’200 Meter über Meer gelegene einstige Lungenkurort wirkt auf den ersten Blick verschlafen. Doch vom ersten Eindruck sollte man sich nicht täuschen lassen.

Das rustikale Hotel Le Grand Chalet in Leysin ist eine super Basis, um die Waadtländer Alpen zu erkunden. Und diese punkten mit einer breiten Auswahl an einfachen bis mittelschweren Bergwanderungen zu aussichtsreichen Panoramagipfeln. Eine Auswahl von besonderen empfehlenswerten Wanderungen findet ihr in diesem Beitrag: meine Wandertipps für die Region Leysin/Les Mosses. Und wer’s anspruchsvoller mag, der kann seine Athletik auf herausfordernden Klettersteigen auf Probe stellen.

#20 Ruheort im Maggiatal

Fast fünf Stunden dauert die Anreise von Zürich mit dem öffentlichen Verkehr bis nach Campo im Maggiatal. Eine Zeitspanne, die Distanz schafft zum hektischen Alltag und die einem perfekt auf diesen Rückzugsort in einem abgelegenen Tessiner Seitental einstimmt. Nebst unzähligen einsamen Wanderwegkilometer durch herbstlich gefärbte Lärchenwälder erwartet einem hier hinten ein Ruheort mit Stil.

Die Locanda Fior di Campo ist ein Ort, wo man gediegen wohnt und hervorragend isst. Ein Platz für alle, die Hotels mit einem besonders Flair schätzen und gleichzeitig die Abgeschiedenheit suchen. Spätestens bei der Wanderpause am Ufer des gefühlt entlegensten Bergsees der Schweiz (oder hast du schon mal vom Lago Gelato gehört?) sollte man wieder einmal so richtig bewusst ein- und ausatmen. Und bei der Tour über den Passo Quadrella ins Walserdorf Bosco Gurin gibt’s prächtige Weit- und Tiefblicke. Ein Wochenendtrip, der einem tiefenentspannt in den Arbeitsalltag zurückkehren lässt.        

Vallemaggia Bosco Gurin

#21 Lugano – eine Destination für alle Jahreszeiten

Mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels ist Lugano und das Mendrisiotto noch näher an die Deutschschweiz gerückt. Eine Zugfahrt von Zürich nach Lugano dauert seit dem kürzlich vollzogenen Fahrplanwechsel keine zwei Stunden mehr. Wenn dies nicht Grund genug ist, um im 2021 einmal einen Wochenendtrip an den Luganersee zu unternehmen.

Hier warten vom Monte Brè über den Monte San Salvatore und Monte San Giorgio bis zum Monte Generoso (Saison Ende März bis Anfang November) jede Menge fantastische Aussichtspunkte darauf, erkundet zu werden. Hat man das Panorama ausgiebig bewundert, besorgt man sich in der Gelateria -9 ein feines Glacé und spaziert damit der Seepromenade entlang zum Parco Ciani. Kunstinteressierte sollten sich ein Besuch des MASI (Museo d’arte della Svizzera italiana di Lugano) nicht entgehen lassen und einen neuen Blickwinkel auf Lugano bieten die Street-Art Touren. Auf dem Rückweg in die Deutschschweiz lohnt sich ein Abstecher auf die Ponte Tibetano Carasc, der mit einer schönen Rundwanderung kombiniert werden kann.

Und wo logiert man in Lugano am besten? Ich war bei unserem Besuch im letzten Spätsommer auch mit dieser Frage konfrontiert und war lange unschlüssig, welches Hotel ich buchen soll. Einer unserer Favoriten in der Region ist bekanntermassen die Villa Carona. Diesmal wollten wir aber möglichst zentral und mit gutem öV-Anschluss übernachten, was in dieser auto-orientierten Stadt (mit den europaweit meisten Autos pro Einwohner) gar nicht mal so einfach ist. Schlussendlich fiel unsere Wahl auf ein neues Mitglied der Swiss Historic Hotels – das Splendide Royale*. Und auch wenn die Hotelzimmer etwas verstaubt sind, hat uns das Hotel mit seinem neuen Spa und Lounge-Bereich mit direktem Seeblick und dem Fine Dining Restaurant I Due Sud (16 GaultMillau Punkte) positiv überrascht. Alternativ hätte ich sehr gerne das charmant wirkende Guesthouse Castagnola ausprobiert. Doch das war leider schon ausgebucht. Wer weiss, vielleicht hat jemand von euch mehr Glück.

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